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Warum ich nicht mehr links bin

“Sozialismus ist die Philosophie des Versagens, das Credo der Ignoranz¬† und das Glaubensbekenntnis des Neides.” (Winston Churchill)

Das rauer gewordene gesellschaftliche Klima f√§rbt auch auf pers√∂nliche Beziehungen ab. Freunde aus der gemeinsamen linken Vergangenheit fangen an, sich von mir zu distanzieren. Sie haben meine Verteidigungsschrift f√ľr das Gymnasium ¬†gelesen (“Fluch des Erfolgs. Wie das Gymnasium zur Gesamtschule light mutiert”, 2015) und werfen mir vor, f√ľr die “Selektion von Kindern” einzutreten. Sie haben Essays von mir bei den ¬†“Starken Meinungen”¬† gelesen und klagen mich an, mich von der Willkommenskultur des Herbstes 2015 zu distanzieren und mich dadurch “mit den Rechten ” gemein zu machen. Wie fr√ľher in der ¬†katholischen Kirche ist man mit ¬†Stigmatisierungen schnell zur ¬†Hand, wenn ein “Ehemaliger” ¬†vom rechten Glauben abgefallen ist. Und wie man sieht, verlieren Werte¬† wie Freundschaft, Loyalit√§t und Treue an Bedeutung, wenn ideologische √úberzeugungen im Spiele sind. Es w√§re leicht, den Freunden von einst vorzuwerfen, sie hielten an linken Dogmen fest, die sich vor der Realit√§t l√§ngst blamiert¬† haben¬† und die sie nur noch¬† als Lebensl√ľgen mit sich herumtragen. Das w√ľrde sie kaum treffen. Man legt ja den w√§rmenden Mantel nicht ab, wenn es kalt um einen herum wird. Also versuche ich es auf anderem Wege. Ich zeichne nach, ¬†weshalb ich die linken Denkmuster, die mich in den 1970er Jahren gepr√§gt hatten, abgelegt habe. Dass ich mich bei diesem “Bekenntnis” ¬†auf den Bereich der Bildung konzentriere, liegt in der Natur der Sache: Hier habe ich mein Links-Sein verlernt. Weiterlesen

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