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Die Welt des Burkhard Mohr

Der Karikaturist Burkhard Mohr nahm den Kauf von WhatsApp durch Facebook zum Anlass, eine antisemitische Karikatur zu veröffentlichen:

 http://www.welt.de/kultur/article125185286/Wenn-der-wuetende-Spiesser-den-Diskurs-bestimmt.html

Mittlerweise hat Mohr die Karikatur verändert:

http://www.burkhard-mohr.de/B._Mohr/cartoon.show.php?id=5527

Außerdem hat er eine Erklärung abgegeben:

“Antisemitismus und Rassismus sind Ideologien, die mir völlig fremd sind. Umso mehr hat es mich erschüttert, dass eine meiner Karikaturen nun in diesem Licht erschienen ist. Wer meine Zeichnungen und mich kennt, weiß, dass es mir fernliegt, Menschen ob ihrer Nationalität, religiösen Einstellung oder Herkunft zu diffamieren. Dass die Karikatur zur WhatsApp-Übernahme durch Facebook, bei der ich eine überspitzte Zeichnung Mark Zuckerbergs in Kombination mit der Krake aus dem Film ‘Fluch der Karibik’ dargestellt habe, wie eine antijüdische Hetz-Zeichnung aussieht, ist mir nicht aufgefallen. Gemeint war eine karikaturistische Überzeichnung der Firma Facebook jenseits spezifischer Personen, so wie ich es dies dann auch in einer überarbeiteten Karikatur dargestellt habe, die im allergrößten Teil der Auflage der SZ erschienen ist. Mir ging es nicht um Herrn Zuckerberg, sondern um Facebook. Es tut mir sehr leid, dass es zu diesem Missverständnis gekommen ist und ich womöglich die Gefühle von Teilen der Leserschaft mit meiner Zeichnung verletzt habe.”

http://www.sueddeutsche.de/kolumne/facebook-karikatur-stellungnahme-des-zeichners-1.1898382

  

Nun, erstens: Es geht nicht um die „Gefühle von Teilen der Leserschaft“, also vermutlich der Juden unter den SZ-Lesern. Es geht um die Verbreitung antisemitischer Klischees.

 

Zweitens ist der Rassismus – und schon gar der Antisemitismus – mehr als eine „Ideologie“. Er ist eine Pathologie des Geistes, ein beständiges Gefühl, ein Ressentiment, das sich gerade dann Bahn bricht, wenn der von dieser Krankheit befallene Mensch nicht denkt.

 

Drittens stimmt es nicht, dass es Mohr nicht um Zuckerberg geht. Au contraire: Mohr hat es irgendwie mit Zuckerberg. Hier zum Beispiel erscheint der FB-Erfinder – ebenfalls mit einer stark überzeichneten Nase und dunklen Haaren, während Zuckerberg in Wirklichkeit rötliche Haare hat und eine Knubbelnase – als Zauberer, der den Kapitalisten Geld gleich säckeweise verschafft:

http://www.burkhard-mohr.de/B._Mohr/cartoon.show.php?id=4486

 

Übrigens weiß Mohr, dass Zuckerberg rötliche Haare hat; hier sind sie ja zu sehen, zusammen mit der übergroßen Nase und den fetten Lippen:

http://www.burkhard-mohr.de/B._Mohr/cartoon.show.php?id=4469

 

Und hier, zum Abschluss, ist Zuckerberg in Wirklichkeit. Zufällig schmückt das Bild einen Artikel, in dem es heißt, dass Zuckerberg Amerikas größter Philanthrop ist. Eine Tatsache, die Mohr nicht weiter interessiert:

http://www.google.de/imgres?imgurl=http://pursuitist.com/wp-content/uploads/2014/02/Mark-Zuckerberg.jpeg&imgrefurl=http://pursuitist.com/facebooks-mark-zuckerberg-named-americas-top-philanthropist/&h=1067&w=1369&sz=384&tbnid=bwQ7SFAGncOYiM:&tbnh=119&tbnw=153&zoom=1&usg=__dO0giERuS4s4l2sapcqrC_FkMz8%3D&docid=zmothYfZA9Nm5M&sa=X&ei=jD4TU8y5IIjOsgbouYDwBw&ved=0CE0Q9QEwCQ

 

 

Mohr meint, viertens „Wer meine Zeichnungen und mich kennt, weiß, dass es mir fernliegt, Menschen ob ihrer Nationalität, religiösen Einstellung oder Herkunft zu diffamieren.“

 

Das kann ich so nicht sehen. Das Thema Antisemitismus hat Mohr das letzte Mal thematisiert, als es um den CDU-Abgeordneten Hohmann ging. Also vor elf Jahren. Offensichtlich liegt ihm dieses Thema so fern, dass er es völlig aus den Augen verloren hat, obwohl man nicht behaupten kann, dass es seitdem keinen Anlass gegeben hätte, darüber nachzudenken.

Wenn er aber das beliebte Thema „Frieden in Nahost“ (sprich: „Immer diese Israelis…“) behandelt (gern immer wieder mit Karikaturistenklischees wie abgeschossene Friedenstauben, Panzer gegen Panzer usw.) weiß Mohr immer, wer Schuld hat, wenn es nicht zum Frieden kommt. Die Juden. Hier etwa hält sich Israel die Ohren zu, während US-Außenministerin Condi Rice (ausgerechnet die!) ihm eine Friedensmelodie vorspielt:

http://www.burkhard-mohr.de/B._Mohr/cartoon.show.php?id=1772

 

Als EU-Parlamentspräsident Martin Schulz in der Knesset aus der Luft gegriffene (beziehungsweise ihm von seinen palästinensischen Gesprächspartnern gesteckte und schlicht und einfach erlogene) Zahlen über den Unterschied im Wasserverbrauch zwischen Israelis (einschließlich arabischer Israelis) und Palästinensern referierte, griff Mohr das sofort auf. Jedoch thematisierte er nicht das Missgeschick des Herrn Schulz, dessen Zahlen für die israelischen Abgeordneten ein Schlag ins Gesicht waren. Nein, hier ist es Schulz, dem eine kalte Dusche mit jüdischem Wasser verabreicht wird, offenbar weil er sich zwischen alle Stühle gesetzt habe:

http://www.burkhard-mohr.de/B._Mohr/cartoon.show.php?id=5515

 

Allein die Zahl der Karikaturen zu Israel, verglichen mit jenen zu anderen Konflikten in der Welt, weist auf eine ungute Obsession. Aber betrachten wir einmal nicht, wie der Mann, dem Vorurteile fern liegen, den jüdischen Staat darstellt, sondern seine Darstellung des griechischen Staats. Immer wieder mobilisiert Mohr das deutsche Vorurteil, die Griechen seien undiszipliniert, unehrlich und sogar gefährlich.

Griechenlands Premier Samaras etwa erscheint in dieser Karikatur als Lügner, der die angereiste Troika betrunken machen will, damit sie die Wahrheit nicht erkennt:

http://www.burkhard-mohr.de/B._Mohr/cartoon.show.php?id=4686

 

Als Griechenland den EU-Vorsitz übernimmt, nutzt Mohr das Nicht-Ereignis, um Vorurteile gegen die Griechen zu pflegen. Samaras erscheint hier als ungepflegter und undisziplinierter  Rowdy :

http://www.burkhard-mohr.de/B._Mohr/cartoon.show.php?id=5439

 

Und hier erscheint Griechenland als ein Minotaurus, also ein menschenfressendes Ungeheuer, das Merkel – angetan als sparsame deutsche Hausfrau – den Haushalt vermasselt:

http://www.burkhard-mohr.de/B._Mohr/cartoon.show.php?id=4783

 

Nicht ein einziges Mal hat Mohr hingegen die Folgen der von Deutschland verordneten Austeritätspolitik für die Bevölkerung in Südeuropa thematisiert. Im Gegenteil. Wenn man Mohr glauben soll, schwimmen die Leute da unten in unserem Geld:

http://www.burkhard-mohr.de/B._Mohr/cartoon.show.php?id=4238

 

Auf Mohrs Patriotismus nämlich ist Verlass: Dass Deutschland von der EU-Kommission und anderen wegen seiner merkantilistischen – also einseitig auf die Erzielung von Exportüberschüssen orientierten – Politik kritisiert wird, erscheint Mohr wie eine Kriegshandlung: „Die Stimmen der Anderen“ sind Kanonen und Raketen, die das friedliche Flugzeug mit Deutschlands Exporten abschießen wollen:

http://www.burkhard-mohr.de/B._Mohr/cartoon.show.php?id=5341

 

Dass Mohr dennoch antikapitalistisch ist, versteht sich von selbst. Kapitalisten sind ja vor allem die anderen: Zuckerberg, Goldman Sachs, Lehman & Co.

Interessant ist diese Karikatur:

http://www.burkhard-mohr.de/B._Mohr/cartoon.show.php?id=3964

 

„Wo wollen wir ihn denn hinbauen, unseren antikapitalistischen Schutzwall?“ fragt eine Stimme aus der Mitte Europas. So weit, so geschmacklos; aber es kommt schlimmer, denn die Karikatur ist unterschrieben: „Die zweite Chance“. Beim ersten Mal, da hat’s mit dem Sozialismus nicht so richtig geklappt. Aber der Postbote klingelt bekanntlich immer zweimal. Sahra Wagenknecht, übernehmen Sie.

 

Nun, wer will, kann weiter in Mohrs Archiv herumklicken. Fürs Erste soll dies genügen. Ein Vergnügen ist es nicht. Denn Mohrs politische und menschliche Haltung ist nicht einmal das Schlimmste an seinem zeichnerischen Werk. Was wirklich schlimm ist, das ist seine Auffassung der Karikatur. Sie ist für ihn ein gezeichneter Leitartikel. Statt der politischen Situation einen Witz –und damit jene Erkenntnis, die erst der Witz laut Freud vermittelt – abzugewinnen, wie es etwa Heiko Sakurai tut, Deutschlands zurzeit bester politischer Karikaturist, zeichnet Mohr sie – durch die Brille seiner Vorurteile – bloß ab. Wer braucht so etwas?


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33 Gedanken zu “Die Welt des Burkhard Mohr;”

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    @Stevanovic
    “dass ich mein rechtes Auge aufgemacht habe”
    ..was ja wohl auch besser ist, ich meine mit beiden Augen zu sehen.
    Vielleicht ist es aber so, daß die alten Kategorien von rechts-links nicht mehr gelten. Oder daß die Linke heute konservativ ist und daß die Gerechtigkeit (und Liberalität) ein neues Zuhause sucht. Um’s mal herunterzubrechen: Was kümmert eine Prekariats-Familie oder eine arbeitslose Akademikerin die Quote in Vorständen und wieso haben so viele (trotz aller formalen Freiheiten) das Gefühl, unfrei zu sein? Die Linke ist etabliert, und ignoriert das träge und abgehoben. Und sie leistet sich so einiges (s. z.B. die Karikaturen, um die es hier geht). Die Kritik der rechten Bohème lautet u.a.: Klientelpolitik (Sozialindustrie), Verbotswahnsinn und moralische Verkommenheit (Außenpolitik). Linke Themen. Und damit sie wahrgenommen wird, provoziert sie mit Ressentiments, was was leider nicht nur die ‘man-wird-ja-wohl-noch-sagen-dürfen-Spießer’ (die jetzt auch mal dürfen) anlockt. Die Linke wehrt sich entsprechend verräterisch (s. der von Ihnen verlinkte Artikel von Brüggemann im ‘Freitag’):

    “Keiner würde sich je offen zur AfD bekennen – viel mehr nehmen sie die Bohème-Attitüde der „Konservativen Revolution“ ein.”

    .. Bohème, die – natürlich – nur links sein darf. Angriff auf den linken Markenkern, der deswegen so gefährlich ist, weil realistische linke Perspektiven fehlen. Symbol-, Klientel- und Verteilungspolitik statt Chancen und bezahlte Arbeit für alle, die es wollen bzw. brauchen. Immerhin eine richtige Schlussfolgerung im Artikel von Brüggemann (!):

    “Aber anstatt zu wüten oder insgeheim mit den Thesen der Neuen Rechten zu flirten (EU-Bashing), sollte die Linke aus der aufgeklärten gesellschaftlichen Mitte heraus argumentieren.”

    ..wo ich aber eher (im doppelten Sinne) ‘schwarz’ für die Linke sehe, denn die wird sich kaum von ihrem liebgewonnenen und so bequemen (antikapitalistischen) Schaukampf gegen Windmühlen verabschieden wollen. Und von den so bewährten Angstneurosen (s. Karikaturen) schon gar nicht. Man sagt doch immer: Links und rechts treffen sich, wenn man sie zurückverfolgt auf der Rückseite der Erdkugel (oder so ähnlich).

    @Roland Ziegler
    “Mir z.B. wurde gelegentlich mangelnde Freiheitsliebe aus sozialdemokratischer Quelle vorgehalten. (Tatsächlich war mein Vater in der SPD.)”
    Meiner auch. Mir scheint es aber so, daß sie da noch eine andere war.

  2. avatar

    @EJ

    Die Islamismus-Kritik habe ich als Aufforderung begriffen, sich mit der politischen Dimension der gesellschaftlich aktiven Moslems zu beschäftigen – die konnten bis 2000 noch relativ ungestört wirken. Im Grunde also der gleiche Maßstab, den wir an jede Kirche oder Religionsgemeinschaft anlegen. Das ist erfolgt – es ist was passiert. Gerade diese Debatte war im Ergebnis sehr positiv. Der Islamismus ist nicht weg, ganz im Gegenteil, aber die Normalos (zumindest in meinem Umfeld) lassen ihnen Aussagen, denen lange wegen „Solidarität“ nicht widersprochen wurde, nicht mehr durchgehen. Umso mehr ärgert mich, dass Islamismuskritiker dies überhaupt nicht wahrnehmen und mit Koransuren argumentieren- die meine Moslems nur vom Hörensagen kennen. Da fängt dann für mich die Phobie an.
    Man kann die israelische Sicherheitspolitik kritisieren- mit dem Alten Testament argumentieren, ist lächerlich. Als ob das ein Maßstab für konkrete Politik wäre. Es gibt keine “jüdische” Sicherheitspolitik. Wenn Zitate aus dem AT die Einleitung zu einem Artikel über israelische Politik sind, lese ich meistens nicht weiter.

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    Dear Shelley, interesting to hear how the SZ treats concerned readers.
    Lieber EJ, lieber RZ, ich reserviere mir das Recht, Othmar Kaufmann kommentieren zu lassen. Vorausgesetzt, es ist zum Thema. Interessanterweise scheint er es ganz ohne eigenen Kommentar geschafft zu haben, die Diskussion schon wieder vom Thema (Mohrs Karikaturen) abzulenken!

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    …vielleicht ist es noch bemerkenswert, dass man falsche oder unpassende Aussagen geradezu braucht, um richtige oder passende abgrenzen zu können. Neben diesem aussagenlogischen Phänomen könnte man außerdem darauf hinweisen, dass das übergeordnete Thema dieses Blogs doch “Liberalismus” heißen könnte; um die Freiheit im emphatischen Sinne drehen sich die meisten Gedanken. Nun geht es allerdings um den praktischen Sinn. Mir z.B. wurde gelegentlich mangelnde Freiheitsliebe aus sozialdemokratischer Quelle vorgehalten. (Tatsächlich war mein Vater in der SPD.) Die Freiheit ist aber immer die Freiheit des Andersdenkenden, um etwas Sozialdemokratisches dagegenzuhalten, und nicht nur, wenn der Andere etwas Richtiges und Passendes sagt, sondern geradezu im Gegenteil. Allerdings gerät diese Freiheit des Anderen häufig mit jener Freiheit des Einen in Konflikt, und da wir uns sozusagen auf dem Territorium des Einen befinden, hat dessen Freiheit Vorrang und gilt dessen Hausrecht.

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    @ Stefanovic: witziger weise fand ich gerade sein Lieblingsthema von seinen Schriften am unspannendsten

    Wer über Juden (oder – dbh! – über Muslime – “Mohammedaner” – und sonstige Kollektiva) nicht ohne (gelinde gesagt:) Eifer sprechen kann, ist mir suspekt. Insofern ging es mir umgekehrt mit ihm. Ich war gerade immer wieder über das verblüfft, was er sonst noch so “drauf” hatte. Hätte er das von “seinem Thema” nicht so oft verdrängen lassen, wäre er ein interessanter Gesprächspartner gewesen. Manchmal war er es trotz allem.

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    Dear Alan Posener– Hope you won’t mind my writing in English (but I read German). Just want to express my gratitude to you from across the Atlantic for keeping this issue alive and not allowing the SZ and Burkhard Mohr to carry on like this unopposed. I have written countless messages to the SZ and all I get back are meaningless platitudes riddled with grammatical errors (e.g., Lieber Frau Frisch) from, I assume, an intern at SZ who can’t wait to have this issue behind him. Again, many thanks, Shelley Frisch

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    …Parisien wurde ja auch des öfteren und zurecht (auch von mir) angemotzt, dass er seinen Kram allzu hemmungslos hier ablädt und den Blog gewissermaßen als Schuttabladeplatz betrachtet, so dass man das, für das man sich eigentlich interessiert hat, aus den Augen verliert. Das führte dann aber dazu, dass ihm die Diskutiererei im Internet ordentlich verleidet wurde und er, nach einer langen Folge von Ankündigungen, eines Tages tatsächlich Taten folgen ließ (bzw. gemäß der Sprechakttheorie umgekehrt dieselben unterließ). In gewisser Hinsicht reguliert sich das also von selber, man muss allerdings Geduld haben. derblondehans schrieb sowieso nur kurze Absätze mit Links drin, die man hervorragend ignorieren konnte, und Lyoner meldete sich zwar umso gewichtiger und extensiver, aber dafür nur sehr selten zu Wort. Das ist alles für mich kein Problem. Auch Frau Heckel schien keine Schwierigkeiten damit zu haben. Aber wenn Herrn Posener das zu sehr stört oder ablenkt – er hatte ja zwischenzeitlich schon schwere Drohungen geäußert dahingehend, den Blog zu verlassen; man war also gewarnt – dann ist es eben so.

    Ich wollte es nur mal angesprochen haben.

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    @EJ: Mag alles sein, ich bin aber mitunter selber gern auf Abwegen, zumal nicht jede Ausführung, die die Autoren vorgeben, eine konstant hohe Bindungsenergie abgibt, so dass man eben gelegentlich in eine Nebengasse abbiegt. Dieses Phänomen kenne ich bereits aus der Schule und hat mir einigen Ärger eingebracht. Hinzu kommt, dass ich mit fortschreitendem Alter zu Liberalismus neige, was will man machen. Früher gingen einem sogar die Freunde mitunter auf die Nerven, heute möchte man selbst die Gegner nicht mehr missen.

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    @EJ

    Lyoner finde ich spannend und habe auch seinen Blog gelesen – ok, monothematisch, sagt er ja. Nicht meins, aber muss ja nicht. Mit etwas googeln hatte ich den Eindruck, dass es da schon eine etwas längere Auseinandersetzung am Rand des Persönlichen gibt – deswegen halte ich mich da raus.
    Er hat viel Interessantes geschrieben – aber witziger weise fand ich gerade sein Lieblingsthema von seinen Schriften am unspannendsten.

    dbh…

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    https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/im-dunkeldeutschen-wald

    Ist auch off-topic und dann auch nicht. Ich kann nicht leugnen, dass ich genau über diese Schiene zu Schriften der Konservativen Revolution gekommen bin. Es sind nur Publizisten, die tragen keine Verantwortung und ich bin selbst verantwortlich, klar – aber Broders Dauerfeuer hat durchaus dazu beigetragen, dass ich mein rechtes Auge aufgemacht habe. Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob das gut ist.

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    @ Roland Ziegler: man konnte sie beliebig ignorieren oder auf sie eingehen, ganz nach Belieben.

    Jein. Wenn ich unseren Pariser Mitstreiter einbeziehe, glaube ich das eher nicht. Er hat ganze Threads (expressiv) gehijackt.

    Etwas anderes wäre es, wenn ein Thread sozusagen gekapert werden würde von organisierten Ideologen, aber das war nie der Fall.

    Bei Lyoner sehe ich schon etwas wie einen Kaperungs-Versuch. Anders als Parisien (der “Seins” sagen wollte und insofern eher “selbstgenügsam” arbeitete) hatte Lyoner die Tendenz, die Diskutanten mit seinem Thema zu bedrängen.

    Ist Ihnen aufgefallen, dass in den letzten Wochen mehr als 10 neue Namen hier aufgetaucht sind? Ich sehe das im Zusammenhang mit dem veränderten Diskussionsstil. (Für die Außenwirkung von Blogs sind die Leser-Kommentare sicher nicht unerheblich. (Für Zeitungen, nebenbei, auch nicht. Haben Sie mal die Leser-Kommentare unter diversen FAZ-Artikeln zur Ukraine gelesen? Dahinter steckt, jedenfalls auf Leser-Seite, eben keineswegs immer ein kluger Kopf! 😉 )

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    “Mühsam errichtete Tabus” sind keine Tabus in einer erreichten freiheitlichen Demokratie mit einem Grundgesetz, sondern das Ergebnis von Aufklärung. Aufklärung ist das Zulassen von Karikaturen und somit notwendiger Kritik, die, wenn sie Tabus beachten muss, keine Kritik mehr zulässt.

    Ja,ja,ja – ohne Pippi, Kacka, Arschloch ist es keine Freiheit. Ohne Beleidigung keine Kritik, ohne Tabubruch keine Auseinandersetzung.

    Gab es nicht mal einen Aufsatz von Posener: Die Freiheit des Flegels.

    „Homophopie, Parallelstaatlichkeit, Nationalismus, Antisemitismus, Antiamerikanismus und letztendlich die Diskussion über Eugenik wegen folgenschwerer sexueller islamischen Praktiken sind der wachsenen Islamisierung einst freiheitlich und friedlich lebender Länder zu verdanken.“

    Wenn ich mir diese Tiefe der Gedankengänge anschaue, die Aufklärung und das christliche Abendland hervorgebracht haben, möchte ich alle hier auffordern,für einen Moment inne zu halten, in unser Herzen zu schauen und uns ehrlich zu fragen: Did Jesus really die for this?

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    @ Posener

    Dafür, dass sie das ohne viel Werbemüll alleine machen, ist es wirklich eines der spannendsten Projekte im Netz.Ich kritisiere sie gerne, das Kompliment haben sie sich aber verdient.

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    Es ist sehr schwer sich den eigenen Stil nicht zu versauen. Es gibt viele Beobachtungen, in denen ich mit den Rechten übereinstimme. Tatsächlich glaube ich, dass von selbsterklärten Progressiven eine unheimliche verbale Gewalt ausgeht, die einen Austausch unendlich schwer macht. Auch den Umgang mit Rechtskonservativen finde ich mitunter einer demokratischen Gesinnung nicht würdig. Der Antifaschismus ist als Bewegung an manchen Stellen ziemlich runtergekommen. Wir hatten es ja schon mal zur Gentrifizierung. Der Diskurs aus der Mitte ist manchmal eher eine Selbstvergewisserung als ein Austausch. Ja, das sehe ich auch alles. Der Diskurs zur Islamisierung war seinerzeit wichtig, es gab viele tote Winkel, in denen seltsames geschah. Multikulti ist gescheitert, nicht weil Kulturen nicht miteinander können. Es scheitert, weil Kulturen in der heutigen Ökonomie per se lästig sind – McWorld vs Jihad, die Zwickmühle habe ich für mich noch nicht aufgelöst. Das geht nicht nur mir so.
    Umso wichtiger ist der kühle Kopf. Viele Menschen sind desorientiert. Die Desorientierung wird zu Frust und Frust zur verbalen Gewalt. So entsteht im Kopf die Situation eines Bürgerkrieges (den gibt es in normalen Rahmen überall – welche Gesellschaft ist konfliktfrei?). Das Bürgerkriegsszenario wird von Rechts ohnehin gepflegt, von links ist es die Antifa, in der Mitte der Wutbürger. Jeder hat in der Situation mitunter Recht – nur, der eigentliche Angriff auf die Republik, sind nicht die verschiedenen Weltanschauungen, nicht mal die krass Abweichenden. Ich stelle mir die Republik als einen Ort vor, in der wir uns austauschen, miteinander Reden. Deswegen ist mir der kommunizierende und argumentierende Rechte mittlerweile lieber, als der brüllende Linke. Also: Republik ist in erster Linie ein Konsens in der Frage der Haltung und des Stils.
    Diesen Konsens kündigen die Wutbürger auf. Genauso Antifa und Kameradschaften.
    Posener:
    „Wie gesagt, bei Bedarf finden Sie beide im Netz. Nur nicht hier.“ Das ist so ziemlich das genaue Gegenteil von Tugendterror. DAS ist Republik. Der Diskurs kann weitergehen, nur muss nicht jeder immer mitmachen. Wer will kann. Die Wutbürger erzählen, sie könnten nicht – dass ist eben nicht wahr.
    Beispiel:
    Die Islamisierungsdebatte war wichtig – nur die führen wir seit einem Jahrzehnt. PI-News, Achgut: was wurde da eigentlich zu dem Thema nicht gesagt. Wenn dann alles gesagt wurde, bleibt Gehässigkeit. Was in der Zwischenzeit so alles passierte, wird ausgeblendet. Und da sind wir bei Mohr – der ist nicht befreiend witzig, der ist nur gehässig.

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    @Alan Posener: OK. Außerdem sind wir Kommentatoren ja gewissermaßen bei Ihnen bzw. Frau Heckel zu Gast, kommentieren, was uns aufgetischt wird und dürfen Ihre Geduld nicht überstrapazieren. derblondehans und Lyoner waren wie die Oma, die immer von früher erzählt hat und die man sie trotzdem ode rgerade deswegen nicht missen will. Sie haben immer dieselbe Platte aufgelegt; man erfuhr, dass die katholische Kirche alles am besten macht und die Sozialdemokratie die größten Lumpen sind (dbh) bzw. dass alle Wege nach Israel führen und die Deutschen katastrophal aussterben, sofern sie nicht sofort auf Verhütung verzichten oder Sloterdijk lesen (Lyoner).

    Das wissen wir alle seit Langem. Trotzdem hielten sich die Tiraden in erträglichen Grenzen; man konnte sie beliebig ignorieren oder auf sie eingehen, ganz nach Belieben. Wenn man sie ignorierte, ging die Welt nicht unter. Gelegentlich war es sogar lustig. Etwas anderes wäre es, wenn ein Thread sozusagen gekapert werden würde von organisierten Ideologen, aber das war nie der Fall. So finde ich es schade. Aber es ist Ihre Entscheidung, die man respektieren muss.

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    @ Roland Ziegler: Ich bin auch ein Freund abweichender und selbst abwegiger Meinungen. Genau deshalb glaube ich, dass man auf die Postings der von Ihnen genannten Kommentatoren in der Regel verzichten kann. Sie weichen nämlich nie von ihrem einen obsessiven Thema ab; hat man einen Beitrag gelesen, kennt man sie alle. Hier zum Beispiel sind die gesammelten Einträge von dbh auf “Zeit online”. Kommen die Ihnen bekannt vor?

    http://community.zeit.de/user/derblondehans

    Was nun Othmar Kaufmann betrifft, so betreibt er ein Blog, das er selbst als “radikal momothematisch” bezeichnet. Wer will, kann dort mit ihm diskutieren:

    http://von-den-einzigwahren-freunden-israels.blogspot.de/2010/08/in-eigener-sache-othmar-kaufmann-aka.html

    Mein Dilemma ist folgendes: Eine zeitlang verfuhr ich nach dem Motto “jar nich erst ignorieren”. Ich will aber Beiträge dieser Art nicht einfach unwidersprochen stehen lassen, allein schon wegen des Rufs dieser Website.
    Da die beiden jedoch fast nie zum Thema schreiben, sondern zu IHREM Thema, schaffen sie es regelmäßig, die Diskussion – und (nicht nur) meine intellektuellen Energien – vom Thema abzulenken; denn ihre Weltsicht ist eben “radikal monothematisch”.
    Die Pflege dieser Website erfordert einige Energie. Keiner von uns wird dafür bezahlt. Ich jedenfalls muss mit meinen intellektuellen Energien und meiner Zeit haushalten. ich kann mich entweder mit den Kommentatoren, die sich wie Sie regelmäßig mit sachlichen Argumenten zu Wort melden, oder ich kann mich mit Kaufmann und Co. beschäftigen. Beides geht nicht. Das mag man als Schwäche auslegen, aber es ist so.
    Wie gesagt, bei Bedarf finden Sie beide im Netz. Nur nicht hier.

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    mein Senf dazu:
    1) Facebook-Krake:
    http://www.burkhard-mohr.de/B._Mohr/cartoon.show.php?id=5527
    soweit ich weiß, saugt und klammert eine Krake. Bei FB wird doch aktiv an die ‘Krake’ gepostet. Verstehe’ ich nicht: Wieso Facebook = Krake?
    2) Der Zuckerberg:
    http://www.burkhard-mohr.de/B._Mohr/cartoon.show.php?id=4486
    Zuckerberg zaubert und verdient damit Geld. Ein anderer trägt’s weg. Zuckerberg wird also bestohlen. Das ist nicht lustig.
    3) Luftballon:
    http://www.burkhard-mohr.de/B._Mohr/cartoon.show.php?id=4469
    Zuckerberg bläst einen Luftballon und damit ein Dollarzeichen auf. Er bläst solange, das er gerade nicht platzt. Sowas nennt man Preisfindung. Macht jeder, der sich nicht auf die Allgemeinheit / den Staat verlassen will. Auch ohne ‘Unterlippe’.
    Wo ist hier der Witz?
    4) Ehud Olmert hält sich die Ohren zu:
    http://www.burkhard-mohr.de/B._Mohr/cartoon.show.php?id=1772
    Hier verstehe ich die Aussage nicht: warum hält er sich die Ohren zu? Wegen der ‘Starfighter’ oder wegen Condi Rices Klavierspiel?
    Wo ist das überhaupt? In Brüssel? Und niemand hat eine Knubbelnase.
    Wer hat überhaupt das Fenster eingeschmissen und wieso ist Road = Map? Muss ich nochmal drüber nachdenken.
    5) Herr Schulz in der Wasserfrage:
    http://www.burkhard-mohr.de/B._Mohr/cartoon.show.php?id=5515
    Der Stuhl würde trotz Herrn Schulzens Festhalten weg rutschen und ein 70l-Eimer bewegt sich nicht von selber. Das erscheint mir alles physikalisch unmöglich. Ich glaube, der andere (palestinensische) Stuhl würde in der Realität auch wegrutschen.
    6) Die “Troika”:
    http://www.burkhard-mohr.de/B._Mohr/cartoon.show.php?id=4686
    Das habe ich mir genauso gedacht: Die Troika ist bestechlich! (Ein Getränk namens SOS? Ouzo heißt das.)
    7) Disziplin in der hellenistischen Epoche:
    http://www.burkhard-mohr.de/B._Mohr/cartoon.show.php?id=5439
    Genau: Wer sich so am Vorabend beim Saufen aushalten lässt, muss auch arbeiten können.
    8) Hee halt:
    http://www.burkhard-mohr.de/B._Mohr/cartoon.show.php?id=4783
    Schönes Kleid.
    9) Frisches Geld:
    http://www.burkhard-mohr.de/B._Mohr/cartoon.show.php?id=4238
    Ich halte die Löcher in den Schuhen für unrealistisch gleich abgelaufen. Wahrscheinlich Photoshop.
    10) Die Stimmen der Anderen:
    http://www.burkhard-mohr.de/B._Mohr/cartoon.show.php?id=5341
    Warum da eine Super Guppy oder eine Antonow, die VWs und Siemens-Anlagen geladen hat, beschossen wird, weiß ich nicht. Vermutlich somalische Räuber. Ich vermute, daß der Zeichner sich wünscht, daß sie dennoch in Südeuropa ankommt, denn was hätte es sonst für einen Sinn, Banken und Kredite mit Steuergeldern zu retten, die diese Geschäfte der Deutschen Exportindustrie erst ermöglichen?
    11)
    Die zweite Chance:
    http://www.burkhard-mohr.de/B._Mohr/cartoon.show.php?id=3964
    Was für eine Chance und was ist das für ein Blitz?

    (wahrscheinlich wäre ich als ‘Humorkritiker’ eine Katastrophe)

  18. avatar

    @Alan Posener: Ich bin eigentlich ein großer Freund von Abweichungen und Abwegen. Davon werden wir dann hier etwas weniger haben, was schade ist.

  19. avatar

    Lieber Roland Ziegler,
    normalerweise setze ich bei jedem Kommentar einfach einen Haken und drücke auf “genehmigen”. Lesen kann ich sie dann später. Bei einigen Kommentatoren lese ich die Sachen vorher. Und genehmige nur, wenn etwas zur Sache geschrieben wird. Das ist bei den angeführten Namen seit langem nicht der Fall gewesen.

  20. avatar

    Es passt deswegen zur Süddeutschen:

    http://www.sueddeutsche.de/politik/schiffsladung-im-roten-meer-israel-stellt-angeblich-raketen-aus-iran-sicher-1.1904902

    Nach geschätzten 1000000 Halbwahrheiten, die in vollster Inbrunst als Wahrheiten verkündet werden, kann die Goldwaage für Israel nicht fein genug sein. Nach der Überschrift hätten die Raketen auch untergeschoben sein können. Ja, im Text steht was anderes – das mach die Überschrift zum reinen Eyecatcher für kritische Israelfreunde. Mag die SZ auch die Redaktion nicht auf dem Trip sein (sie bekommen ja doch meistens die Kurve)- die Leserschaft ist es, sonst würden sie nicht solche Überschriften wählen. Im Zweifelsfall hat Hollywood schuld – wie konnten die Zuckerberg als Vorlage für Davy Jones nehmen (Davy kommt von David?)!

  21. avatar

    @Alan Posener: Das Ressentiment gegen die Griechen ist wenigstens was Neues, nicht immer nur die üblichen Verdächtigen. Den Minotauros hat man doch lange nicht gesehen. Eine sehr schöne Sage übrigens. Apropos Liberalismus: nimmt derblondehans sich gerade wie Parisien eine Auszeit oder haben Sie ihn geblockt? Auch der Name “Rabe” stellt uns aus dem alten Kommentariat vor ähnliche Fragen.

  22. avatar

    Lieber Harald Mandl, das sehe ich auch so. Zuerst war die Krake da, dann bekam sie ein jüdisches Gesicht. Der Hinweis auf Davy Jones, der mit Datenklau nichts zu tun hat, ist eine Schutzbehauptung.
    Lieber Hans Meyer: Ja, warum passt Mohr so gut zur SZ?

  23. avatar

    Danke für die saubere Beweisführung, dass der Mann Ressentiments hat. Die Recherche hat sicher keinen Spaß gemacht.

    Am interessantesten eigentlich finde ich die Frage: Warum in aller Welt vergibt die Süddeutsche Zeitung immer wieder Aufträge an den Mann, bzw. kauft sein Zeugs?

    Warum ist es eigentlich so, dass wir jetzt schon wieder mal über die Süddeutsche und ihre Karikaturauswahl reden müssen?

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    Lieber Don Altobello, lieber Roland Ziegler,
    das habe ich ja im letzten Absatz geschrieben: Mohr ist nicht lustig, das ist eigentlich das vernichtendste urteil über sein Werk.
    Und ja, don Altobello, man muss mit Vorurteilen gegen Juden, Muslime, Schwule, wasweißichnochalles leben. Man kann sogar die eigene Obsession auf die Schippe nehmen, wie im bekannten jüdischen Witz:
    Cohn: “Und? Hast du den Job als Radioansager bekommen?”
    Levi (schüttelt den Kopf): “A-a-a-alles A-a-a-a-Antisemten!”
    Ehrlich esagt finde ich Mohrs Ressentiment gegen die Griechen, weil er nicht einmal die Entschuldigung des Hergebrachten und Altehrwürdigen hat, fast noch schlimmer.

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    Bei vielen Karikaturisten habe ich das gleiche Problem wie bei den meisten Kabarettisten. Sie kotzen Gesinnung ins Publikum (Zitat Dieter Hildebrandt über Hagen Rether). Sollte Mohrs Erklärung der Wahrheit entsprechen, was mir schwer fällt zu glauben, wäre das ein Paradebeispiel für die Wirkungsmacht von Ressentiments. Mich schaudert es bei dem Gedanken, wie tief verwurzelt gerade antisemtische Klischees in der Welt sind. Ich fürchte, das wird sich auch in den nächsten Jahrhunderten nicht ändern, da kann die Gegenwehr noch so entschlossen sein. Manchmal denke ich, je stärker diese ausfällt, desto bestärkter fühlt sich der Antisemit in seinen Ansichten. Humor hilft auch nur, Rassismus und Antisemitismus etwas besser ertragen zu können, ein Gegenmittel stellt er auch nicht dar. Kapitulieren ist auch keine Option. Müssen die Betroffenen und die, die das als nicht direkt Betroffene ankotzt, also einfach lernen, damit zu leben?

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    “Allein die Zahl der Karikaturen zu Israel, verglichen mit jenen zu anderen Konflikten in der Welt, weist auf eine ungute Obsession”. israel & mohr – genau – und deswegen ist auch die annahme, er hätte nur eine “schludrigkeit” begangen nicht glaubhaft. der mohr kann gehen

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    leider ein kleiner Tippfehler im Text: Alan schreibt”Zuckerberg, Goldman Sachs, Lehman & Co”. Bei Mohr (wieso habe ich so einen Widerwillen gegen diesen Namen? Hat der einen Nemensvetter?) müsste angesichts seiner Obsession stehen “Zuckerberg, Goldman Sachs, Lehman & Cohen”. Dann wäre alles gut. 🙂

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    Was mir vor allem auffällt, ist, dass die Karikaturen Mohrs ausgesprochen unwitzig sind. Ich beanspruche zwar keinen Humor, möchte mich aber trotzdem amüsieren.

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