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ARD und ZDF – Fossilien unter dem Patronat des Verfassungsgerichts

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat sich über die Jahre zu einem Medienkonglomerat entwickelt. Dabei hat er leider mit den Entwicklungen der Zeit in vielfacher Hinsicht nicht Schritt gehalten. Statt notwendige fundamentale Korrekturen im Programm vorzunehmen, verlässt er sich auf die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts. Verweigert die Politik die geüwnschte finanzielle Ausstattung, werden die Sender grantig – wie Ende 2024, als ARD und ZDF beim Bundesverfassungsgericht dagegen klagten.

Am Anfang stehen 1945 die britischen und amerikanischen Alliierten. Nach dem Krieg richten sie in ihren Besatzungszonen einen neuen Rundfunk ein. Anders als der staatsgelenkte Propagandarundfunk der Nationalsozialisten soll er dezentral und staatsfern organisiert sein. Aus diesen Anfängen entstehen regionale Rundfunkanstalten – ein Modell, das bis heute fortlebt.

So weit, so gut. Doch inzwischen sind knapp 80 Jahre vergangen. Was ist aus diesem Neuanfang geworden?

Das Medienkonglomerat ÖRR

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk (ÖRR) ist heute eine einzigartige Zusammenballung von Medienbetrieben. Weiterlesen

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„Fang den Juden“ – Das Zweite Deutsche Fernsehen und seine Obsession des Antiisraelismus.

Als Tuvia Tenenbom sein Buch „Fang den Juden“ 2015 veröffentlichte, standen die meisten Leser staunend vor den Tatsachen, die Tenenbom über den weltweiten und den innerisraelischen Antiisraelismus zu berichteten wusste, der natürlich nichts weiter als notdürftig getarnter Judenhass ist. Auch ich, der ich einige Zeit in Israel lebte und immer mal wieder dahin zurückkehre, war sprachlos. Meine Sprachlosigkeit hat sich im Laufe der Jahre gewandelt. Ich habe versucht, mich mit Menschen über das künstlich geschaffene Problem des schwierigen Verhältnisses zwischen Israelis und Arabern zu unterhalten, meinen Gesprächspartnern und mir Mut zu machen, dass ein friedliches, andauerndes Gespräch viel zur Lösung beitragen könnte. Seit zwei Tagen hat sich meine Haltung in Wut verwandelt, in Wut auf die heute-Redaktion des ZDF.

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Warum deutsche Serien mit den Nazis nicht fertig werden

Mit “Babylon Berlin” glauben deutsche Filmemacher, endlich den Anschluss an US-Serien gefunden zu haben. Jedoch bleibt auch “Babylon“ in einem fatalen Muster befangen. Deutsche Serienmacher scheitern bei Stoffen aus der jüngeren Vergangenheit an ihren eigenen didaktischen Ansprüchen und impliziten Vorurteilen. Ich möchte zum Beleg einige deutsche Serien und Mehrteiler anführen: „Unsere Mütter, unsere Väter“ (2013), „Dresden“ (2006), „Die Flucht“ (2007), „Weißensee“ (2010 bis 2018), „Tannbach“ (2015/2018), „Deutschland 83“ (2015), und „Berlin Babylon“ (2018).

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