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Eine Zwei-Klassen-Gesellschaft namens Europa

Es ist vollbracht. Nach langem, Ă€ußerst zĂ€hem Ringen haben sich die Staats- und Regierungschefs der EU auf ein Maßnahmenpaket verstĂ€ndigt, das das schier Unmögliche doch noch möglich machen soll: das (wirtschaftliche) Überleben Griechenlands, des Euros, der Banken und der Union als solcher.

Zwar ist noch keineswegs ausgemacht, dass ein Schuldenschnitt fĂŒr die Hellenen, der Ausbau des Rettungsschirms auf BillionengrĂ¶ĂŸe und die RĂŒcklage-Pflicht fĂŒr FinanzhĂ€user die MĂ€rkte und die Nerven der BĂŒrger nachhaltig beruhigen können. Doch zumindest die Börsen reagierten erleichtert bis euphorisch. Der Dax schoss kurzzeitig richtig in die Höhe. Immerhin.

Angela Merkel wird solche Nachrichten mit großer Genugtuung registrieren. Zu Recht. Weiterlesen

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Wie die Politik den Protest von Occupy Wallstreet okkupiert

Das passt ja ganz ausgezeichnet. Selten wurde eine neue Protestbewegung so schnell von der Politik annektiert wie Occupy Wallstreet. Er sei auch ganz empört ĂŒber die Banken, ließ sich der designierte PrĂ€sident der EuropĂ€ischen Zentralbank, Mario Draghi, am Wochenende zitieren.

Wenn sich am kommenden Wochenende die EU-Spitzen zu einem neuerlichen Griechenland-Krisentreffen zusammenfinden, dĂŒrfte dort erneut viel VerstĂ€ndnis fĂŒr die Jugendlichen geĂ€ußert werden, die derzeit weltweit gegen die Macht der Banken demonstrieren. Weiterlesen

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Warum Merkel die Euro-Abstimmung gewinnen wird

Wow, was fĂŒr eine Werbeshow bei GĂŒnther Jauch. Fast ohne kritische Nachfragen konnte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Sonntagabend ihre Sicht auf die Euro-Krise vor Millionenpublikum erklĂ€ren. Das hat sie fĂŒr ihre VerhĂ€ltnisse gut hinbekommen.

Der Auftritt im Fernsehen deutet schon an, wie Merkel die nĂ€chsten Tage bis zur entscheidenden Abstimmung ĂŒber den Euro im Bundestag verbringen wird. Weiterlesen

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Vorbild Europa – warum die Rettung Griechenlands richtig war

Die Weltwirtschaft erlebt ihre schwerste Krise seit 25 Jahren. So stark wie in den letzten 10 Tagen sind die FinanzmÀrkte seitdem nicht eingebrochen. Als Ursache gilt die Schuldenkrise in den westlichen IndustrielÀndern, allen voran in den USA. Weiterlesen

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It takes two to tango

Von Stefanie Wahl, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin des Denkwerks Zukunft:

Die frĂŒh industrialisierten LĂ€nder scheinen keinen Ausweg mehr aus ihrer Krise zu finden. Verwunderlich ist dies nicht. Denn sie haben jahrzehntelang ein berauschendes Fest gefeiert, fĂŒr dessen Kosten sie jetzt zur Kasse gebeten werden. Oder anders gewendet: Um Wachstums- und Wohlstandsillusionen zu nĂ€hren, haben sie Schuldenberge aufgetĂŒrmt, die sie jetzt zu erdrĂŒcken drohen.

Die Schuldigen hierfĂŒr werden fast ausschließlich bei der Politik gesucht. Auch in Deutschland ist es in erster Linie die Regierung, die fĂŒr Schuldenanstieg, Euro-Krise und Börsencrash verantwortlich gemacht wird. Gewiss, der Staat hat sich auf unverantwortliche Weise ĂŒbernommen. Aber dies ist nur die halbe Wahrheit. Weiterlesen

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Wer handelt noch an den Börsen?

Und wieder starren alle auf die Börsen. Und wieder treiben die MÀrkte die Politiker weltweit vor sich her. Und wieder wird es billiges Geld von den Zentralbanken geben, um die Privatbanken im GeschÀft zu halten.

Nachdem die Börsen in Asien sich von den Beteuerungen der G7-Staatenlenker nicht haben beruhigen lassen, sieht alles nach einer Neuauflage des Herbstes 2008 aus. Dieses Mal mit der globalen Schuldenkrise als Auslöser.

SpĂ€testens jetzt aber wĂ€re eine Analyse dringend notwendig, wer das ĂŒberhaupt ist, “die FinanzmĂ€rkte”? Weiterlesen

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Nach der Krise ist vor der Krise: Wir sind Griechenland

Die Krise wird zum Normalzustand. Kaum beginnen wir uns der Krise der FinanzmĂ€rkte zu erholen, folgt die griechische „Tragödie“. Im Kern hat die drohende Staatspleite in Athen beinah identische Ursachen und eine Geisteshaltung: „Leben auf Pump“.

Auch Deutschland marschiert in Richtung Staatspleite, wenn alles so bleibt wie es ist. Hierin liegt das eigentliche kommunikative Desaster: viele, allen voran die Deutschen, tun so, als hÀtte das griechische Problem nichts mit ihnen gemein. Statt die historische Stunde zu nutzen, laviert Merkel und spielte zu lange auf Zeit. Weiterlesen

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