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Die Philosophie der Songs von Bob Dylan (9): The Times, They Are A-Changin‘

Gut, irgendwann muss es ja doch sein. Schieben wir es also nicht länger vor uns her: DER Song. „The Times, They Are A-Changin‘‘“.

Es dauerte, bis Dylan in Deutschland einschlug. Das gleichnamige Album, sein drittes, schaffte es nach der Veröffentlichung 1964 nicht einmal in die deutschen Charts, während es in Großbritannien auf Platz 4, in den USA auf Platz 20 schaffte. Übrigens blieben die Alben die ganzen 1960er Jahre hindurch, als Dylan angeblich die „Stimme seiner Generation“ war, hierzulande eher unbeachtet; jedenfalls hatte er meiner Generation erheblich weniger zu sagen als die Beatles, Stones usw.; und das lag paradoxerweise daran, dass er erheblich mehr zu sagen hatte: Sprachlich lagen die Songs weit jenseits der rudimentären Englischkenntnisse, über die damals selbst Gymnasiasten in Deutschland verfügten.

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Wohlwollend entmündigt: vom Recht, Verbraucher vor sich selbst zu beschützen

Eine Schere geht auf zwischen den politischen Bürgerrechten und der fürsorglichen Entmündigung von Verbrauchern. Als Bürger dürfen die Bürger wählen, wen sie wollen, aber nicht essen, was sie mögen. Geraucht wird ja ohnehin schon auf der Straße.

Ich rauche nicht, aber schon das stinkt mir. Auf den Lebensmitteln tauchen die ersten Ampeln auf, die mir sagen, ob und wieviel ich davon verzehren sollte. Ich starre im Schnellrestaurant am Autobahnrand auf die Belehrung und stelle entsetzt fest, Thilo Bode war schon da: food watch is watching me. Weiterlesen

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