Foto: Offizielles Foto zum Demoaufruf von Frauenheldinnen e.V.
Ein offener Brief von Eva Quistorp, MdEP a.D.,Theologin, Germanistin, Politologin, Beraterin des Weltzukunftsrates, Preisträgerin des Blauen Bären von Berlin, an Kai Wegner, den Regierenden Bürgermeister von Berlin.
Vorab:
Der unten stehende offene Brief erscheint angesichts der Aufstände gegen das Mullahregime im Iran und die Exildebatten hier dazu und nun auch insbesondere angesichts des Militärschlaga Israels und der USA gegen das islamofaschistische Mullahregime. Auch ergeht er angesichts der Überdosis BDS und Gazadebatten und offenen Briefe der Kultur- und Berlinale-Szene, die kein Wort zu den Massakern, zum Hunger von MiIlionen und zu den Steinigungen im Sudan sagt.
Ich habe diesen Brief bereits am 18. Dezember verfasst, als ich an den islamistischen Terroranschlag gegen den Weihnachtsmarkt und die Gedächtniskirche mit 120 Opfern und deren Angehörige erinnern wollte. Und weil ich mich deshalb besonders über den geplanten „Aktionstag in Berlin“ Gegen islamfeindlichkeit geärgert habe.
Dieser wird auf der Google-KI wie folgt beschrieben:
„Der Berliner Senat plant für den 15. März 2026 erstmals einen offiziellen Aktionstag gegen Islamfeindlichkeit, um auf Übergriffe gegen Muslime aufmerksam zu machen. Der Tag erinnert an das Attentat in Christchurch 2019. Dies ist umstritten, da Kritiker eine Täter-Opfer-Umkehr angesichts anderer Sicherheitslagen befürchten.“
Ja, das ist zu Recht umstritten, ganz besonders in einer Zeit, in der der islamistische Terror im Iran und Afghanistan und auch in Frankreich, Algerien und im Sudan weiterhin tobt.
Zu viel wohlgemeinte religiöse Toleranz gegenüber dem Islamismus durch die Politik und NGOs
Schon fünf Millionen Euro hat die Kulturministerin Gruetters wohlmeinend für religiöse Toleranz in das „House of one“ in Berlin gesteckt, in dem meine Mitstreiterinnen Seyran Ates ,Ralph Ghadbhan, Necla Kelek oder Ahmad Mansour aus dem Dialog ausgeschlossen sind. Allesamt sind sie liberale Muslime und propagieren keinerlei Art von Scharia und zeigen sich ablehnend gegenüber dem Kopftuch für Lehrerinnen und Polizistinnen – anders als leider die Berliner Grünen und die SPD
Das weltweite Klima und die Gefahr islamistischen Terrors ebenso wie die Gefahr der Unterwanderung von NGOs durch die Muslmbrüeder, MIlli Görus und die Grauen Wölfe sollte dem Berliner Abgeordnetenhaus als politische Gefahren fürr die Demokratie bekannt sein. Auch, dass man der AfD die Antworten darauf nicht überlassen sollte.
Auch den Anschlag auf Charlie Hebdo habe ich nicht vergessen und die islamistischen Anschläge in Hamburg, Kandel, Halle gleichsam nicht,
Kiel, Solingen, Mannheim, Wiebaden, München, Aschaffenburg…
Wie kann man im Lichte der gegenwäritgen Sicherheitslage und bei den offensichtlichen Problemen mit der Integration gewaltbereiter und psychisch auffälliger junger Männer, oftmals ohne Ausbildung aus israelfeindlichen extremen Patriarchaten , das Hauptproblem nicht im Antisemitismus, der Frauen- und auch Christenfeindlichkeit sehen?
Welche Verachtung der europäischen Aufklärung und der Reformationsgesichte und des Grundgestzes seit 1949 und der EU-Frauenpolitik liegt darin, den Propagandabegriff „Islamophob“ der Islamisten unwissend zu übernehmen die weltweit und auch in Brüssel propagierte angebliche Gefahr der „Islamfeindlichkeit“?
Der offene Brief
In diesem Kontext habe ich wie erwähnt bereits am 18. Dezember den folgenden offenen Brief geschrieben und freue mich, dass inzwischen einige hellwache Feministinnen ,“die Frauenheldinnen“ eine Demo gegen den Aktionstag zur sogenannten Islamfeindlichkeit am Brandenburger Tor angemeldet haben nachmittags.
Also eine gegen diese Geldverschwendung und Diskursverdrehung mit diesem Aktionstag gegen die sogennante Islamfeinlichkeit.
Die Iranerinnen im Exil hier ,die geschlagenen Frauen in Afghanistan und die für die Freiheit von den Mullahs kämpfenden Jugendlichen im Iran werden darüber auch nicht amüsiert sein. Es dürfen alle Männer, die uns verstehen und unterstützen wollen, gerne kommen!!
Sehr geehrter Herr Regierender Bürgermeister Kai Wegner, sehr geehrte Mandatsträger im Berliner Senat und Abgeordnetenhaus
Bei vielen guten Anlässen sind wir uns begegnet, wie oft järhlich zum 17. Juni, zum Gedenken an den Überfall auf Polen, zu Ausstellungseröffnungen im Roten Rathaus
Sehr gerne würde ich auch die Olympiakampagne jetzt unterstützen als Mitgründerin der Grünen, denn Olympia kann heutzutage nachhaltig organisiert werden,was München ja zeigen will.
Doch mit der Debatte und der schnellen Entscheidung für einen „Tag gegen Islamfeindlichkeit“ bin ich als Theologin, Pädagogin, Flüchtlingshelferin, Feministin und Europapolitikerin überhaupt nicht einverstanden.
Mir ist bekannt, dass ausgerechnet eine EU-Entscheidung unter Druck vielleicht antisemitischer Kreise im EP und der EU zu dem Beschluss des Abgeordnetenhauses geführt haben, in Berlin am 15. März einen Aktionstag gegen sogenannte Islamophobie durchzuführen.
Mit welchen Organisationen, welchen Geldern, weiss ich noch nicht.
Ich finde das fatal, besonders angesichts des zunehmenden Antisemitismus gerade in Berlin nach den Progromen der Hamas vom 7. Oktober 2023 wie auch angesichts des Leidens der Opfer vom islamistischen Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz 2016.
Bereits damals, am Abend des islamistischen Terrors gegen das Fest der Christenheit und die alte europäische Tradition habe ich mich fuer die Opfer eingesetzt.Ich weiß nicht, wie lange diese Opfer durch Bürokratie und Entwürdigung hindurch mussten und wie spät ihnen erst geholfen wurde.Auch wäre das Verbrechen vermeidbar gewesen, ebenso wie das ganze EU-Geld fürden Untersuchungsausschuss später. Wieso gibt es seit 2001 schon islamischte Terroranschläge auf Weihnachtsmaerkte in Europa, wieso müssen Weihnachtsmärkte, also uralte europäische Traditionen geschützt werden mit viel Geld? Und gegen wen eigentlich?
Dazu kommen die schrecklichen Erfahrungen fürJuden und Demokratinnen in aller Welt vom 7. Oktober 2023, die folgenden Hamas- und Gaza-Propaganda-Aktionen in vielen Städten und auf globalen Plattformen, die daran verdienen. Israelhass und Antizionimus und uralte Vorurteilen gegen Juden werden über Tiktok und Instragram und teils auch in unseren Medien und Kulturbetrieb verbreitet.
Wie kann man denn so tun, als sei in Berlin ach dem Beschmieren von Wänden von jüdischen Einrichtungen durch Hamassymbole und monatelangem Gebrüll“ from the river to the sea“ und falschen, demagogischen Genozid-Vergleichen aus dem muslimischen und linksradikalen MIlieu, nach dem islamistischen Terror gegen Juden in Sydney, nach den Gewaltattacken auf Uniräume an FU und TU durch sogenannte Islam- und PalästinafreundInnen und Angriffe auf Juden persönlich so ein merkwürdiger Tag mit so einem merkwürdigen Begriff nötig?
Wie kann man angesichts der Hass-Demos gegen Israel seit dem 7. Oktober 2023 auf Berlins Straßen, seit den antisemitischen Schmierereien, wo auch Ex Kultursenator Chialo gebrandmarkt wurde und angesichts vom Kneipen, die für die Verständigung zwischen Juden und Palästinensern arbeiten, in ihrer Mehrheit ja Muslime, so einen dubiosen Tag einführen als angeblichen Beitrag zur Toleranz in Berlin?
Welcher Tag existiert in Berlin gegen Judenfeindlichkeit?
Welcher gegen Christenfeindlichkeit. die es auch längst auf Berliner Schulhöfen gibt und im sogenannten Netz?
Welcher gegen Deutschlandfeindlichkeit,
Europafeindlichkeit,
so wie gegen Altenfeindlichkeit,
Fußgängerfeindlichkeit,
Obdachlosenfeindlichkeit etc???
Wer in Brüssel hat den Pseudobegriff „Islamfeindlichkeit“ als Narrativ zur Verschleierung des Islamismus erfunden ?
Wer hat dazu in wessen Interesse geforscht, als Vertreter welcher islamischer Milieus,wo es ja sehr problematische radikale und rechtsextreme Milieus unter Muslimen in Berlin und vor allem Westeuropa wie in der arabischen Welt und dem Iran gibt?
Wird an dem Tag der angeblichen „Islamfeindlichkeit“ über das Wirken, das Geld und die Netzwerke der Muslimbruderschaft seit 100 Jahren informiert?
Über die von Ditib und Milli Görus, über die grauen Wölfe und über die Predigten in Moscheen?
Über die Morde an Juden und Christen in Pakistan, Irak, Iran,Sudan und Vertreibungen in den islamischen Ländern seit mehr als 100 Jahren?
Wer hat Sie, Herr Regierender Bürgermeister, zum Thema beraten?
Ahmad Mansour oder Peter Neumann oder Seyran Ates – auch sie ist eine wichtige Mitbürgerin Berlins – anscheinend nicht.
Haben sie das alles mit der iranischen Community in Berlin abgesprochen, mit den liberalen Muslimen, mit dem Zentralrat der Juden? Hat es dazu eine Bürgerinnenbefragung gegeben?
Ich hoffe, ass diese Entscheidung noch rückgängig gemacht werden kann, denn sie dient weder dem demokratischen Klima in der Stadt, noch der Demokratie, die auf Bildung und Kritikfähigkeit auch gegenüber der eigenen Religion und gegenüber dem eigenen Herkunfstland beruht.
Dieser sogenannte Aktionstag wird die Integration schlechter und schwerer statt besser machen und ist blinder Opportunismus gegenüber rechten und linksradikalen Muslim-Milieus.
Ich engagiere mich seit Jahren zusammen mit Muslimas gegen das Kopftuch für Lehrerinnen und für Polizistinnen. Und gegen das Kinderkopftuch. Viele Frauen in der Stadt und europaweit stimmen nämlich auch nicht mit der Mehrheit der bündnisgruenen Partei oder Teilen der SPD überein, auchund gerade weil wir mit Frauen aus Algerien und dem Iran und Pakistan und Afghanistan,die hier leben, zusammenarbeiten und mit Türkinnen, die nicht Erdogan wählen und bewundern.
Ich muss befürchten, dass die Entscheidung für einen so merkwürdigen Aktionstag mit merkwürdigen Partnern ein Deal ist, damit Grüneund SPD in anderen Fragen zustimmen und ich bin über diesen Deal weder von Ihrer Seite noch von der der Grünen und der SPD glücklich , im Gegenteil.
Denn es ist zu befürchten, dass durch solche Deals die Af Dund die Linkspartei am Ende nur gestärkt werden bzw Unklarheit über das geschaffen wird, was die demokratische Mitte ist und was die Stadt füreine gute demokratische Integrationspolitik bei all den Überforderungen und dem Mangel an Kita -und Schul- und Pflegepersonal braucht. Dazuaber darf das Neutralitätsgesetz nicht abgeschafft und unterminiert werden!
Da Berlin ja auch Partnerschaften hat mit europäischen Städten, wäre es zudemsinnvoll gewesen zu recherchieren, wo es für einen solchen „Aktionstag“ überhaupt Vorbilder gibt oder will Berlin etwa mit so einem merkwürdigen, vollkommen unklaren Tag – denn welcher Islam ist gemeint und gilt Islamkritik schon als feindlich- alleine dastehen?
Wer definiert igentlich die sogenannte Islamfeindlichkeit?-
Will Berlin so etwas wie ein Vorbild sein fürParis und Warschau oder London?
Oder für Amsterdam oder Dublin oder Bologna, wo furchtbare antisemitische Demos in den letzten Monaten stattfanden, die sich alle als pro-palässtinensisch und islamfreundlich gaben,aber faktisch Lügen über einen Genozid Israels verbreiteten und zum Boykott und Hass auf Israel aufriefen nebst anderen Gewalttaten?
Welches Beratungsgremium hat die SPD und welches hat die CDU zum Thema gehabt?
Und wer hat den Pseudobegrifff Islamfeindlichkeit eigentlich erfunden und propagiert ihn ideologisch?
Dass ich Ihnen das zur Advents und Weihnachtszeit senden muss, tut mir leid,
Vielleicht führt ja auch der Mangel an Wissen zur eigenen christlichen Geschichte zu solchen
Fehlentscheidungen, die ich fatal fürdie Integration von Muslimen halte, sollten korrigiert werden. Uns es sollte mehr Kritik an Leutn geben, die ständig von Diskriminierung und Opferstatus reden und nicht zur konkreten Integrationn in eine demokratische, europäische, christlich und jüdisch und atheistisch bestimme Kulturtradition beitragen, in der die Aufklärung wichtig war und die Weltoffenheit auch in den Religionen. Ebenso wie die Gleichbereichtigung der Geschlechter, für die ich jahrelang gekämpft habe sowohl in der Theologie wie in der Politik und Stadtgesellschaft.
Jetzt aber bin ich von der CDU, wie der SPD und den Bündnisgrünensehr enttäuscht.
Mit den Wünschen fuer einen gesegneten Advent und eine gesegnete Weihnachtszeit und fuer friedlich fröhliche Chanukka
Ihre Eva Quistorp, MdEP a.D.,
Berlin