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„….und ich bin auf See…“ – Die letzten Tage von Jacques Brel 

Foto: Jacques Brel by Universal

Polynesien 1977: Als Jacques Brel in seinem selbst gewählten Exil, der Marquesas-Insel Hiva Oa, den Entschluss fasst, sein letztes Album „Les Marquises“ aufzunehmen, ist er längst vom nahenden Tode gezeichnet. Bösartige Krebsgeschwüre wüten seit mehr als drei Jahren in seinem ausgezehrten Körper. Der ehemals stimmgewaltige König des Chansons besitzt nur noch einen Lungenflügel, und das letzte echte Studioalbum mit eigenen Liedern liegt bereits eine volle Dekade zurück („J’arrive“, 1968).

Im milden Südseeklima geben die Ärzte Brel bei Schonung mit Glück noch wenige Jahre.

Doch welkendes Siechtum ist nicht Sache dieses stets umtriebigen Charakters. Keine Sekunde.

„Lieber noch eine letzte Platte und dann ist mit einem Knall Schluss, als hier zu sitzen und auf den Tod zu warten!“

Von Paris aus ein letzter Paukenschlag statt welkendes Siechtum in der Südsee Weiterlesen

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There are places I’ll remember … Ort und Zeit in der Popmusik (1)

Popsongs handeln von Emotionen und sind daher meistens raum- und zeitlos. Hinweise auf eine besondere Zeit oder einen bestimmten Ort könnten die Identifikation des Hörers oder der Hörerin mit diesen Emotionen – in der Regel die Liebe in allen ihren Variationen – nur stören. Wenn in Schlagern und Musicalnummern der Zeit vor dem Rock’n’Roll – und vor dem Massentourismus – von bestimmten Orten die Rede war, dann waren das Strände irgendwo im tropischen oder subtropischen Süden oder Städte, die als exklusiv und romantisch galten, etwa Paris.So schrieb Cole Porter 1953 für das Musical „Can Can“:

I love Paris in the spring time
I love Paris in the fall
I love Paris in the winter when it drizzles
I love Paris in the summer when it sizzles

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