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Jesus und der Zöllner Trump

Der MAWA-megaverrückte US-Präsident belegt Waren aus aller Welt mit hohen Zöllen. Da er supereinfache Sprüche liebt, für ihn und seine Fans die Geschichte von Zachäus in leichter Sprache nach Lukas 19,1-10. Die ging für Zachäus gut aus, weil er umkehrte, seine Sünden einsah und das geraubte Geld zurückgab. Für Trump und die USA wird es böse enden.

In der Bibel findet man viele Geschichten. Eine Geschichte erzählt von einem kleinen Mann.
Dieser Mann heißt Zachäus. Zachäus lebte in Jericho. Vor vielen Jahren war Jericho eine wichtige Handels-Stadt. Zachäus war von Beruf Zöllner. Menschen brachten Waren nach Jericho. Für diese Waren mussten sie Steuern an Zachäus bezahlen. Zachäus verlangte aber viel zu viel Geld von diesen Menschen. Darum war er sehr reich und die Leute mochten ihn nicht.
Das machte Zachäus traurig.
Er fühlte sich einsam und allein.

Eines Tages kommt Jesus nach Jericho. Zachäus hat schon von ihm gehört. Die Menschen sagen: Jesus kann Wunder tun. Sie sagen auch: Er ist Gottes Sohn. Zachäus weiß: Jesus ist ein besonderer Mann. Deshalb will er ihn sehen. Er läuft Jesus entgegen. Viele andere Menschen wollen Jesus aber auch sehen. Zachäus kommt zu spät. Vor ihm sind zu viele Menschen und sie sind zu groß. Deshalb steigt er auf einen Maulbeer-Feigen-Baum.

Jesus kommt die Straße entlang. Plötzlich geht er auf den Baum von Zachäus zu. Zachäus erschrickt sehr. Was will Jesus nur von ihm? Jesus bleibt direkt unter dem Baum stehen. Er spricht Zachäus an: Zachäus ich möchte zu dir in dein Weißes Haus gehen. Ich möchte dein Gast sein.
Schnell klettert Zachäus vom Baum. Er führt Jesus zu seinem Haus. Dort redet Zachäus viel mit Jesus.

Jesus sagt: Es ist besser, sich an die Regeln von Gott zu halten. Diese Regeln sind die 10 Gebote.
Eine der Regeln heißt: Du sollst nicht stehlen. Zachäus hört zu und versteht: Jesus ist wirklich ein besonderer Mensch. Ihm gefällt es, wenn ich mein Leben ändere. Die Regeln von Gott helfen mir dabei. Ich nehme den Menschen nicht mehr zu viel Geld weg. Dann werde ich meinen Mitmenschen nicht mehr wehtun. Ich kann froh mit ihnen zusammen leben. Dann bin ich nicht mehr allein. Jesus möchte, dass es mir gut geht. Es lohnt sich, auf ihn zu hören.

Zachäus möchte ab jetzt nach den Regeln von Gott leben. Deshalb überlegt er sich etwas.
Zachäus geht aus dem Haus zu den Menschen. Er verspricht Jesus und den Menschen:
Ich will in Zukunft niemandem zu viel Geld wegnehmen. Ich will ehrlich leben. Deshalb gebe ich einen großen Teil von meinem Reichtum an arme Menschen. Wenn ich Menschen betrogen habe, gebe ich mehr Geld zurück als ich ihnen weggenommen habe. Zachäus ist froh über diesen Entschluss. Er freut sich darauf, ab jetzt mit anderen gut zusammen zu leben.

Jesus spricht mit den Menschen vor dem Haus. Die murren, weil er nur Zachäus besucht. Er erklärt, warum er zu Zachäus gegangen ist. Jesus sagt: Ihr wisst selbst: Gott gefällt, wie ihr lebt. Ihr habt immer schon so gelebt. Ihr benötigt keine Hilfe. Aber seht Zachäus an: Er hat Hilfe gebraucht, weil er Schlechtes getan hat. Zachäus soll anders leben.

Das hat Zachäus verstanden. Er möchte sich ab jetzt ändern. Gott hat ihm geholfen und vergeben.
Zachäus ist jetzt wie ein neuer Mensch geworden. Er ist sehr froh darüber.

Die Moral aus der biblischen Geschichte

Das ist wie ein kleines Wunder. Leider geschehen Wunder nur selten.

In noch viel einfacherer Sprache muss man sagen: Das Vorhaben von Trump ist völlig bekloppt. Er wird nicht nur dem Welthandel, von dem die USA immer gut gelebt haben, schwer schaden. Sondern auch den Amerikanern und den US-amerikanischen Firmen einschließlicher seiner Oligarchen-Freunde. Musk will sich aus seinem Verwealtungs-Verschrotter-Amt bereits zurückziehen, weil er dabei ist, seinen eigenen Tesla-Konzern durch seine hyperaggressive Politik und der seines Herrn & Meisters zu zerschrotten. Auch Trump-Supporter murren, weil die Preise steigen und nun noch mehr steigen werden.

Viele von ihnen hatten Trump gewählt, weil er versprach, die Inflation zu bekämpfen. Nun macht er das exakte Gegenteil. Viele werden außerdem ihre Arbeitsplätze verlieren.

Die USA haben in ihrer Geschichte schon häufig versucht, mit hohen Zöllen ihre selbst verschuldeten Probleme zu lösern. Was natürlich jedes Mal schwer in die Hose ging. Einer der republikanischen Präsidenten, der das betrieb, verlor dadurch sein Amt. Auch der jetzige Oberzöllner könnte darüber (hoffentlich bald) von seinem hohen Baum fallen und aus seinem Weißen Haus ausziehen müssen. Jesus vertrieb die Wucherer auch aus dem Tempel.

Oder wié wir Rheinländer sagen: Dat kütt von dat.

Quelle: https://www.uni-erfurt.de/fileadmin/fakultaet/erziehungswissenschaftliche/Martin-Luther-Institut/Die_Geschichte_von_Zachaeus_Grosse_Worte.pdf. leicht berarbeitet.

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13 Gedanken zu “Jesus und der Zöllner Trump;”

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    Nur so eine Idee: In Reaktion auf Trumps Zollpolitik streicht die EU sämtliche Zölle auf US – Waren. Gorbatschow reloaded. Trump würde triumphieren. Aber es wäre für ihn ein Pyrrhus – Sieg.

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      In der Tat plädieren manche Fach- und Wirtschaftsleute dafür, dass die EU nicht mit Gegenzöllen antwortet. Weil sie sich damit wiederum auch selbst schaden würde. Aber es läuft wohl eher auf einen eskalierenden Handelskrieg hinaus. Vergleichbar mit der ständigen Eskalation Putins im militärischen Krieg gegen die Ukraine + Europa.

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    … was erlauben Trump. Exportüberschuss anderer Länder zum Nachteil der US abbauen. ‚Reziproke Zölle‘. Länder, die hohe Zölle auf US-Produkte erheben, müssen mit Gegenzöllen rechnen. Jabba-dabba-du. Mir gefällt Donald Trump immer besser. Er stellt die Welt wieder vom Kopf auf die Füße … ähm, so versteh‘ ich Lukas 19,1-10. 😀

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      Die USA erzielen vor allem dank Amazon, Google & Co hohe Dienstleistungsbilanz-Überschüsse ggü. den USA. Ja, auch die EU verlangt für Importe aus den USA nicht geringe Zölle. Die Strafmaßnahmen Trumps, die in Wahrheit ein weiterer Teil seine MAGA-mäßigen globalen Erpressungsmanövers sind, werden auch hierzulande negative Folgen haben. Aber vor allem den amerikanischen Unternehmern und seinen Wählern schaden. Und ihm. Seine Zustimmungswerte rauschen schon jetzt in den Keller. – Und im Ernst: Sie haben Lukas 19,1-10 überhaupt nicht verstanden. Lesen Sie mal in Ruhe die Originalstelle im NT.

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        Hr. Ludwig,

        Donalds Trumps Wirtschaftspolitik läuft auf Freihandel hinaus. Handelspolitik, bei der keine Beschränkungen von Import und Export stattfinden. Dies beinhaltet Abwesenheit von Zöllen und nichttarifären Handelshemmnissen und das Ausbleiben von Subventionen für die heimische Exportindustrie. Also wahrhaft antisozialistische (Wirtschafts)Politik.

        Dann sind wir bei Lukas 19,1-10. 😀

        So soll es sein.

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        Freihandel, indem er Importe stark behindert und als Folge US-Exporte verhindert: Wie soll das gehen? Trump ist, entgegen langer Tradition der Republikaner, strikter und erklärter Gegner des Freihandels. Er ist nicht einmal Kapitalist, bloß Spekulant. Aber mit dieser völlig verrückten Spekulation schießt er sich und den USA, auch seinen Wählern nur in beide Knie. Sei’s drum. – Ich bin gläubiger Christ, ich habe u.a. Theologie studiert. Gott ist mit denen, die guten Willens sind. Nicht mit denen, die seine Gebote und die vernünftigen Wirtschaftens + Regierens missachten. Und ihren Amtseid (den er auf die Bibel von George Washington abgelegt hat) verletzten: Er behauptet, den Wohlstand der USA zu mehren, natürlich wie immer in nie gekannter Weise. Er macht das strikte Gegenteil, wie geschrieben. – Müsse Sie nicht verstehen. Ist aber so. Schönen Tag. Ich feier jetzt meinen Geburtstag. Anders als der Debile im Weißen Haus bin ich mit 69 noch sehr munter + klar im Kopf.

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      Die USA erzielen vor allem dank Amazon, Google & Co hohe Dienstleistungsbilanz-Überschüsse ggü. der EU. Ja, auch die EU verlangt für Importe aus den USA nicht geringe Zölle. Die Strafmaßnahmen Trumps, die in Wahrheit ein weiterer Teil seine MAGA-mäßigen globalen Erpressungsmanövers sind, werden auch hierzulande negative Folgen haben. Aber vor allem den amerikanischen Unternehmen und seinen Wählern schaden. Und ihm. Seine Zustimmungswerte rauschen schon jetzt in den Keller. – Und im Ernst: Sie haben Lukas 19,1-10 überhaupt nicht verstanden. Lesen Sie mal in Ruhe die Originalstelle im NT.

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      Der „Zoll“, lieber Ludwig Greven, ist eine Form der Steuer. Wird beim Überqueren einer Grenze fällig.

      Ein Hauptzollamt in Deutschland beschäftigt sich generell mit Steuern und Steuerhinterziehungen.

      Was sind „gerechte Steuern“ in einem Deutschland mit dem (fast) höchsten Einkommensteuersatz der Welt. Das aber glaubt, die Welt in Steuersachen belehren zu müssen.

      Wussten Sie, dass es in den US-Bundesstaaten minimalste Umsatzsteuersätze gibt, in manchen Staaten gar keine Umsatzsteuer?

      19 % Steuer (also „Zoll“), werden beim Verkauf jeder amerikanischen Ware in Deutschland erhoben.

      Das erscheint deutschen Freihandelspredigern als völlig normal.

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        Das ist mir alles bekannt. Ich habe Volkswirtschaft studiert (und in dem Zuge auch ein wenig Juristerei übrigens, Handels- und öffentliches Recht; auch Finanzwissenschaft incl. Steuern, Zöller, Handelshemnissen usw.). Die USA haben nach dem Krieg das GATT-Abkommen abgeschlossen. Im ureigenen Interesse. Ja, auch die USA, besonders China, u.a. Länder verstoßen dagegen. Die USA auch schon immer. Aber was Trump jetzt macht, sprengt den freien Handel in die Luft. Es wird am meisten den USA schaden

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        Das ist mir alles bekannt. Ich habe Volkswirtschaft studiert (und in dem Zuge auch ein wenig Juristerei übrigens, Handels- und öffentliches Recht; auch Finanzwissenschaft incl. Steuern, Zöller, Handelshemnissen usw.). Die USA haben nach dem Krieg das GATT-Abkommen abgeschlossen. Im ureigenen Interesse. Ja, auch die EU, besonders China, u.a. Länder verstoßen dagegen. Die USA auch schon immer. Aber was Trump jetzt macht, sprengt den freien Handel in die Luft. Es wird am meisten den USA schaden

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