Obschon tragischerweise im guten, alten Deutschlandfunk eindeutig zu häufig gegendert und gewoket (gewoked, was weiß ich, egal) wird, bleibe ich ihm treu. Nüchterne Nostalgie: Mein Vater öffnet, es sind die End-1970er, im Bad, morgens, das Klappradio und jene fünf berühmten Pieptöne schallwellen den Fokus auf die erste Nachricht: 7 Uhr. Bonn. Der Kanzler…
Seitdem ist alle möglichen Flüsse jede Menge Wasser runtergeflossen. Der DLF-Programmablauf blieb. Somit lauschte ich am Samstag Vormittag just einem Zeitzeugen, der sich offenbar seit Jahrzehnten wohltätig betätigt: Ulrich Schneider, der Paritätische inklusive Linkenvorstandsmitglied*schaft. Der rote Faden des DLF-Dialogs war die Teilhabe. Über diese denke ich schon längere Zeit nach.
Kunst darf alles: übertreiben, sich über Normen hinwegsetzen, auch auswählen, also Inhalte, Figuren, Schauplätze bei einer Literaturverfilmung weglassen. Das ist dem Regisseur Christopher Nolen nicht vorzuwerfen, darauf haben wir als Zuschauer ein Recht. Ein Film darf brutal und unerhört, nur eben niemals eins sein: langweilig! Eine Filmbesprechung von Marion Klink.



