
Kinder als Opfer gegen die Juden



Müsste die Staatengemeinschaft nicht eingreifen, um die Iraner vor dem islamischen Regime zu schützen, statt die USA und Israel zu verdammen? Wieso tut sie es nicht im Sudan, Kongo, Jemen? Warum das Geschrei um Gaza? Wozu verpflichtet „Nie wieder Völkermord“?
Mit dieser immer wieder aktuellen Frage beschäftigt sich der sehenswerte Dokumentarfilm „Kulissen der Macht„, zu sehen in der Arte Mediathek. Der Film des Regisseus Dror Moreh beginnt mit Luftaufnahmen von Auschwitz vom August 1944. Die Allierten wussten früh von der Juden-Vernichtung, aber sie bombardierten weder die KZs noch die Gleise dorthin. Weshalb ist bis heute ungeklärt. Nach 1945 führte es zum Grundsatz der neuen UN, dass die Weltgemeinschaft nie wieder tatenlos einem Genozid, ethnischen Vertreibungen und schweren Menschenrechtsverletzungen zusehen dürfe. Weiterlesen

Das Bevölkerungswachstum in der islamischen Welt bedroht zusammen mit der Empathie im Westen die europäische Zivilisation.
Kürzlich schrieb ich in einem Kommentar: Als Israel Gaza 2005 räumte und den Menschen dort die Möglichkeit gab, ihr Gebiet nach Belieben zu gestalten, lebten dort 900.000 Araber. 18 Jahre später, kurz bevor Gaza-Terroristen am 7. Oktober 2023 israelische Zivilisten massakrierten, verkündeten ihre Statistiken eine Bevölkerungszahl von 2,2 Millionen. Niemand konnte erklären, wie sich die Bevölkerung dort so schnell derart vermehren konnte. Nach meiner Veröffentlichung meldeten sich sofort einige Bosnier zu Wort, die mich des Faschismus bezichtigten. Ihrer Meinung nach ist schon die Frage, wie viele Kinder wo geboren werden, ein Verbrechen. Weiterlesen

Das Leitungsorgan der anglikanischen Kirche hat dafür gestimmt, Kirchen in ganz England zu ermutigen, sich mit einem von palästinensischen Christen verfassten Dokument auseinanderzusetzen, das Israel des Völkermords bezichtigt, obwohl jüdische Organisationen und der britische Oberrabbiner darum gebeten hatten, es abzulehnen. Ein Ausbund an Heuchelei.
Das Dokument trägt den Titel „Moment of Truth: Faith in a Time of Genocide“ und ist auch als ‚Kairos II‘ bekannt, benannt nach der palästinensisch-christlichen Bewegung „Kairos Palestine“, die es verfasst hat. Es beschreibt Israels Militäroperation im Gazastreifen als „Völkermord“, bezeichnet Israel als „auf Rassismus aufgebautes Kolonialunternehmen“ und führt aus, dass jahrzehntelange „Besatzung“, „Apartheid“ und „Siedlerkolonialismus“ den Kern des israelisch-palästinensischen Konflikts bildeten. Weiterlesen

Während ich dies schrieb, versuchte die niederländische Polizei, Demonstranten einer Aktivisten-Gruppe namens „Geef Tegengas“ – was so viel bedeutet wie „Gas in die andere Richtung geben“ – von Gleisen zum Rotterdamer Hafen zu entfernen, auf die sich gelegt hatten. Der Hafen schlägt jährlich mehr als 400 Millionen Tonnen Fracht um, darunter Kohle, Eisenerz, Getreide, Öl, Chemikalien, flauschige Teddybären aus China und – offenbar – Waffen für Israel.
Die Gruppe verkündete bereits nach drei Tagen stolz, sie habe dem Hafen 30 Millionen Euro an entgangenen Einnahmen gekostet. Die Güterzüge werden sich wahrscheinlich bis nach Basel, wenn nicht bis nach Chiasso zurück stauen. Das ist das europäische Landäquivalent zur Blockade der Straße von Hormus. Weiterlesen

Ich weiß nicht, ob ich der Erste bin, der dieses Wort verwendet, es erfunden hat. Aber ob nun ja oder nein, es ist ein Wort, das ich auf so vieles anwenden möchte, was man heute in den Medien sieht und liest. Ich definiere es als „die absichtliche Ermordung der Wahrheit“.
Das ist nicht dasselbe wie ein Fehler, der auf schlechte Kommunikation oder unzureichende Fakten, eine Fehlübersetzung oder eine unzuverlässige Quelle zurückzuführen ist. All das kann passieren; ein professioneller Journalist wird sein Bestes tun, um sicherzustellen, dass das, was geschrieben und veröffentlicht wird, so wahr wie möglich ist. Aber nun ja, es wird immer ein gewisses Maß an Selektivität geben, eine Entscheidung darüber, welcher Kontext relevant ist, redaktionelle Entscheidungen hinsichtlich des Einbeziehens oder Weglassens bestimmter Absätze. Das ist bedauerlich, aber normal. Man kann „die Wahrheit“ haben, ohne „die ganze Wahrheit“ zu kennen. Weiterlesen

Israelkritik ist ein beliebtes Hobby, besonders in Deutschland. Vielleicht, weil den Deutschen der Holocaust und damit die Basis für die Gründung des jüdischen Staates schwer auf dem Gewissen lastet. Denn: Ohne Israel Weltfrieden, soviel ist sicher. Oder?
Aber mal im Ernst: Seitdem die Hamas am 7. Oktober 2023 Israel überfallen und 1200 Bewohner – ganz überwiegend Zivilisten übrigens – hinterhältig massakriert hat, hat der Propagandakampf, in dem es darum geht, den Staat Israel zu delegitimieren, verstärkt an Fahrt aufgenommen.
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Die Reaktionen auf den Krieg in Gaza zeigen: Noch immer müssen sich die Deutschen an ihrer Vergangenheit abarbeiten. Ein Fall für den Psychoanalytiker.
Es ist ziemlich einfach, zum Antisemiten zu werden. In der Grundschule war einer meiner Klassenkameraden Jude. Als ich ihn zuhause besuchte, biss mich der Hund der Familie in die Wade. Seitdem hege ich eine tiefe Abneigung gegen … Cockerspaniels.
Nein, so funktioniert das nicht! Ein derart ernstes Thema lässt sich nicht flapsig angehen. Eher so: Wenige Jahre später, Ende der 70er, zogen wir in die Niederlande. Im Fernsehen lief eine neue vierteilige Serie namens „Holocaust“, über die jeder redete. Im Fußballtraining wurde ich mit „Heil Hitler!“ begrüßt. So lernte ich als Zwölfjähriger auf die harte Tour, dass Deutsche nicht überall wohlgelitten waren und dass es dafür gute Gründe gab.
Die Sportreporter der 70er und 80er hatten diese Lektion verinnerlicht. Kommentatoren wie Ernst Huberty, Rudi Michels, Rolf Cramer oder Eberhard Figgemeier (der Letzte der alten Schule, danach kamen die Beckmanns und Kerners) bewahrten selbst dann die Contenance, wenn die Bundesrepublik bei einer Fußball-WM gerade ein glorreiches Match gewonnen hatte. Als Deutscher ziemte es sich nicht, Hurrapatriotismus zu zeigen.
Die falsche „Lea“ Weiterlesen

Maryam und Youssef bekommen in einem Flüchtlingslager in Gaza unter israelischem Kriegsrecht ein Baby namens Yeshua. Die Geburt wird live gestreamt und millionenfach geliked. Palästinensische Hirten eilen herbei und verteilen in Neukölln voller Freude Xmas-Baklava…
… ihre Freunde veranstalten weltweit Solidaritätsdemos mit dem Neugeborenen aus Protest gegen den jüdischen Kaiser Bibi und dessen Besatzung und rufen zum Boykott israelischer Produkte wie Krippen und Weihnachtspalmen auf. Weise Postkolonialismusforscher bringen weihevoll was zum rauchen für die Wasserpfeife, Gold von der UNRWA und Myrrhe von Greta T. Engel verkünden die frohe Botschaft: Euch ist durch die Hamas der Retter geboren. So schön könnte es sein… Weiterlesen
Gibt man bei Wikipedia als Suchbegriff „Nemo“ ein, findet man in der Rubrik: „Nemo ist der Name folgender Personen,“ hinter dem französischen Graffitikünstler, auf Platz 2 einen Eintrag, der mit „Nemo (*1999), Schweizer musizierende Person“ benannt ist. Man erfährt in diesem Artikel zunächst Fakten über die sexuelle Identität der Person und erst danach etwas über ihre musikalische Karriere. Weiterlesen
Die Verleihung des Hanns-Joachim-Friedrich-Preises an die ARD-Israel-Korrespondentin Sophie von der Tann war, sagen wir es vorsichtig, umstritten. Und das darf in einer Demokratie auch mal sein, ohne dass gleich den Kritikern der Verleihung unterstellt wird, sie seien Teil einer „Kampagne“ und wollten Frau von der Tann persönlich schädigen.