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Der Sommer des Beinahe

„An kleinen Anzeichen, die er allerdings für gewaltige hielt, bemerkte er, daß sich rings um ihn die Welt veränderte, und er dachte an ihren Untergang“, schreibt Joseph Roth im Jahre 1932 in seinem Roman „Radetzkymarsch“. Daran gemessen sind die Anzeichen des Wandels in diesem Sommer 2026 sogar große. 

Schon heute ist sicher,  dass er sich in die Erinnerung  eingraben wird. Eine vertraute Welt, eine vertraute Art zu leben beginnt zu verschwinden. Viele Gespräche, abends unter Bäumen oder wegen der Hitze in der kühleren Wohnung, zeichnen sich durch Ratlosigkeit aus, Unsicherheit über die nächste Zukunft. Es fehlt an der gewohnten Gewissheit, die früher manchen heftigen, aber eben auch produktiven Streit auslösen konnte. Und doch ist es noch ein Sommer des Beinahe. Was geschieht, ist erschreckend genug – und bleibt doch hinter dem zurück, was noch geschehen kann. Weiterlesen

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Wie die Energiewende die Zeitenwende frisst

Erstellt mit Grok-KI

Der nationale Alleingang Deutschlands bei den Alternativenergien, mit geradezu religiöser Inbrunst zelerbiert, gefährdet Europas Sicherheit und Freiheit. Einen Ausweg bietet eine gemeinsame pan-europäische nukleare Grundsicherung.

Seit dem russischen Überfall auf die Ukraine im Februar 2022 ist die geopolitische Realität unerbittlich nach Europa zurückgekehrt. Energiepolitik lässt sich nicht länger in der Komfortzone rein ökonomischer Binnenmarktlogik oder Wohlfühlrhetorik isolieren. Sie ist im Kern harte Sicherheitspolitik. Sie entscheidet über gesellschaftliche Resilienz, industrielle Wettbewerbsfähigkeit und geopolitische Handlungsfähigkeit [1]. Weiterlesen

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Viel Rauch um nichts

Just las ich den soundsovielten Artikel über den dräuenden resp. sich in vollem Gange befindenden Untergang unserer Kinder/Jugend. Die Bildung ist tot, mausetot. Immer mehr Schüler können kaum mehr lesen, schreiben oder rechnen – einerlei, ob autoch- oder allochthoner Her- oder Hinkunft. Dennoch: gemach!

Als kurrent arbeitender Studienrat kann ich das alles bestätigten. Quasseln können viele gut. Auch spontan und sogar kreativ sein. Nur all dies in Worte zu fassen, es nieder zu schreiben: da scheitert’s an mannigfachen Ecken und Kanten. Weiterlesen

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Molotov-Cocktails gegen die DDR: Wie mutige Metal-Fans den „antifaschistischen Schutzwall“ angriffen

Am 13. August vor 65 Jahren wurde die Berliner Mauer gebaut. Als Privilegierter, der sein ganzes Leben in einem Land der Freiheit und Sicherheit und in geradezu brüllendem Wohlstand gelebt hat, frage ich mich immer wieder: Wie hätte ich in einer Diktatur wie der DDR gelebt?

Gerade in diesen Zeiten, da wieder bis zu 50 Prozent der Bevölkerung im Osten die Rückkehr zur Diktatur wählen. Hätte ich mich in einer „Nische“ eingerichtet? Hätte ich gegen das Regime aufbegehrt oder wäre ich ein Mitläufer gewesen? Weiterlesen

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Die Linke als Partnerin der CDU?

Die Linke ist eine schreckliche, rückwärtsgewandte, teils antisemitische Partei. Mit Blick auf die Wahl in Sachsen-Anhalt und darüber hinaus muss die CDU dennoch wohl oder übel eine Kooperation mit ihr ins Auge fassen, um Schlimmeres zu verhindern: eine AfD-Regierung.

Sachsen-Anhalt war vor mehr als 30 Jahren schon einmal Experimentierfeld für den Umgang mit der Linkspartei, die damals noch PDS hieß. Weil es nach der Landtagswahl 1994 keine klare Mehrheit gab, bildete der SPD-Politiker Reinhard Höppner eine rot-grüne Minderheitsregierung mit Tolerierung durch die PDS ­– gegen den Willen der eigenen Bundespartei. Er hielt an dem „Magdeburger Modell“ fest, auch als 1998 die Grünen aus dem Landtag flogen und die rechtsextreme DVU einzog. Die Entwicklung seither gibt ihm recht. Weiterlesen

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So wird das nichts mit der Deutschen Bahn

Plakat der Deutschen Bundesbahn, 1960er Jahre. Public Domain.

Wie der Herr, so’s Gescherr. Das gilt immer. Kein Unternehmen ist besser als sein Chef, keine Schule besser als ihre Rektorin, und in der Politik hängt alles von der Führung ab. Hinzu kommt: in der Demokratie handelt eine Regierung aus eigenem Antrieb eigentlich nur in den ersten anderthalb Jahren ihrer Amtszeit; da bestimmt sie, wenn sie gut ist, die Agenda. Danach reagiert sie im Wesentlichen auf Verhältnisse, die außerhalb ihrer Kontrolle sind.

Deshalb ist es wichtig, welche Ziele sich eine neue Regierung setzt. Oder – und darum geht es hier – ein neuer Minister. Im Interview mit BILD hat der neue Verkehrsminister Wiehießerdochgleich – ach ja: Steffen Bilger – unter anderem sein wichtigstes Ziel für die Bahn festgelegt: bis 2029 sollen 70 Prozent der Fernzüge pünktlich fahren. Heute sind es beschämende knapp 60 Prozent.

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Hugo Egon Balder erklärt Ringo Starr

Um den Kollegen Alan Posener zu zitieren: Reden wir von den wichtigen Dingen. Das wichtigste Ding überhaupt ist das Schlagzeug und was man damit macht. Es gibt intelligentes und strunzblödes Schlagzeugspiel. Was nicht heissen soll, dass die jeweiligen Trommler intelligent oder dumm sein müssen. Es geht allein um ihre Kunst und den verfehlten Einsatz vorhandenen Talents.

Beginnen wir mit einem Beispiel aus dem so genannten Progressive Rock, dorts ist das Phänomen am häufigsten zu beobachten. Was hat das nun aber mit Hugo Egon Balder und Ringo Starr zu tun, und was um Himmels willen die beiden miteinander? Gemach, ich komme gleich zum Thema. Weiterlesen

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Klimawandel – hautnah

Das Weltklima liegt am Boden. Wir müssen unbedingt CO2 einsparen. Solar (aus China, der lupenreinsten Demokratie des Planeten, Exportschlager), E-Technik (inklusive seltener Erden, die vollends motivierte Arbeiter*innen in einer 30-Stunden-Woche mit Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und Krankmeldung per Wahlscheibentelefon bewerkstelligen, dank einer deutschen Gewerkschaft) und sowieso Strom sparen, was ein Kinderspiel sein wird, angesichts des globalen KI-Tsunamis, der kaum Energie benötigt, wie jeder Gebildete – dafür genügt auch ein Fern-Uni-Abschluss – weiß.

Vorne wie hinten Weiterlesen

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Wenn „Progressive“ den Hass nicht mehr erkennen

KI-Bild von Grok
Analyse zu Mamdani, den linken US-Demokraten, BDS, der Piratenpartei und dem antisemitischen Zeitgeist – inklusive Orte, Festivals und Organisationen.

Zohran Mamdani ist seit dem 1. Januar 2026 Bürgermeister von New York. Als erster Muslim an der Spitze der Stadt ist der selbsterklärte Sozialist Prototyp einer Generation, die das Fühlen und Empören für die vermeintlichen „Entrechten und Verdammten der Erde“ über die politische Realität und die Komplexität wahrer demokratischer Debatten stellt. Mamdani gehört  zu den Demokratischen Sozialisten Amerikas, neben Alexandria Ocasio-Cortez und Rashida Tlaib  – den Wortführerinnen dieses Parteiflügels im US-Kongress. Weiterlesen

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Warum führt die Welt nicht Krieg gegen das iranische Regime?

Hingerichtete Iraner nach den Protesten im Januar. Bilder: Amnesty International

Müsste die Staatengemeinschaft nicht eingreifen, um die Iraner vor dem islamischen Regime zu schützen, statt die USA und Israel zu verdammen? Wieso tut sie es nicht im Sudan, Kongo, Jemen? Warum das Geschrei um Gaza? Wozu verpflichtet „Nie wieder Völkermord“?

Mit dieser immer wieder aktuellen Frage beschäftigt sich der sehenswerte Dokumentarfilm „Kulissen der Macht„, zu sehen in der Arte Mediathek. Der Film des Regisseus Dror Moreh beginnt mit Luftaufnahmen von Auschwitz vom August 1944. Die Allierten wussten früh von der Juden-Vernichtung, aber sie bombardierten weder die KZs noch die Gleise dorthin. Weshalb ist bis heute ungeklärt. Nach 1945 führte es zum Grundsatz der neuen UN, dass die Weltgemeinschaft nie wieder tatenlos einem Genozid, ethnischen Vertreibungen und schweren Menschenrechtsverletzungen zusehen dürfe. Weiterlesen

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KAIROS – SETSUNA. Edith Hultzsch (1908-2006) & René Böll

Die in jüngster Zeit wiederentdeckte Künstlerin Edith Hultzsch (1908–2006) widmete sich der Darstellung des Augenblicks in Sport, Tanz und Stierkampf. Sie studierte bei Emil Orlik und Hans Meid in Berlin und arbeitete nach dem Zweiten Weltkrieg in Düsseldorf als Künstlerin und Dozentin. Internationale Anerkennung erhielt sie vor allem für ihre expressiven Stierkampfdarstellungen. 1981 gewann sie als erste nichtspanische Künstlerin den Plakatwettbewerb der Fiesta Sanfermin in Pamplona.

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