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Peter Thiel, die Freiheit und die Demokratie

Bild: Gemini nach Prompts von A.P.

Kaum ein Satz des Investors Peter Thiel hat in linken Kreisen so viel Zorn erregt wie dieser: „Ich glaube nicht mehr, dass Freiheit und Demokratie miteinander kompatibel sind.“ Der Satz stammt aus einem Aufsatz, den Thiel 2009 im Debattenjournal „Cato Unbound“ veröffentlichte.

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Juden und Jüdinnen für die Linkspartei

Bild: Creative Commons: https://www.montecruzfoto.org/Montecruz Foto 

150 Jüdinnen und Juden haben am Tag nach der Wahl in Berlin, bei der die Linkspartei mit fast 26 Prozent der Stimmen zur stärksten politischen Kraft wurde, was eher etwas über die Zersplitterung der Wählerschaft aussagt als einen klaren Regierungsauftrag darstellt, einen Offenen Brief veröffentlicht, den ich unten anhänge. Sie widersprechen darin der Behauptung, „Die Linke sei gefährlich für Juden, eine Koalition unter ihrer Beteiligung ein Sicherheitsrisiko für unsere Gemeinden.“ Sie rufen zur Bildung einer Regierungskoalition unter Führung von Elif Eralp, der Spitzenkandidatin der Linken, auf: „Die klar bessere Wahl für diese Stadt, auch für uns Juden, ist eine Koalition, die das sozialökonomische Programm ernst nimmt, das jetzt so dringend gebraucht wird.“ Ich halte die Argumente der Unterzeichner:innen nicht für einleuchtend.

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Eine Handreichung gegen die AfD?

Bild: Verlag

Kaum ein Buch hat mich in letzter Zeit so aufgewühlt wie Justus Benders „Deutschland 2033“. Bender weist überzeugend nach, dass und warum die AfD keine normale Partei ist, warum also die Strategien „inhaltlich stellen“, „entzaubern“ und „liefern“ nicht funktionieren. Und wie eine AfD-Regierung in Deutschland innerhalb eines Jahres das Land in eine illiberale Demokratie verwandeln könnte. Wer die Gefährlichkeit dieser Partei leugnet, macht sich etwas vor; und dass diese Warnung von jemandem kommt, dem man nicht vorwerfen kann, für ein linksgrün-versifftes Medium zu arbeiten, verleiht ihr eine besondere Eindringlichkeit. Jeder sollte das Buch lesen.

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Rotschöpfe und Muslime

Bild: Gemini nach Prompts von A.P.

Ich lese mit großem Gewinn Justus Benders Buch „Deutschland 2033“. Der Vizechef der Politikredaktion der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ schildert darin, wie 100 Jahre nach Hitlers Machtantritt eine rechtsextreme Partei die Regierung in Deutschland übernimmt, wie es dazu kommen konnte, und was dann passiert.

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Was heißt Patriotismus?

Fritz Cremer: Bleiche Mutter. Foto: Manfred Brückels, Wikimedia commons

Eva Quistorp hat gemeint, man soll den Patriotismus nicht den Rechtsextremen überlassen, und da hat sie Recht.

Es folgen nach dieser Feststellung fünfzehn Definitionen dessen, was es heißt, deutsch zu sein. Und im Wesentlichen stimme ich diesen Definitionen zu, zumindest als Wunschvorstellung, obwohl ich persönlich Oper nicht mag und das deutsche Kabarett mit wenigen Ausnahmen für eine Katastrophe halte. (Punkt 8: „Wenn deutsch sein heißt, die deutsche und europäische Musik, Literatur, Malerei, Theater, Opern, Kabarett zu lieben in ihrer Bandbreite und Vielfalt …“)  Aber sie reichen nicht.

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Volker Beck sollte Beauftragter der Bundesregierung für den Kampf gegen den Antisemitismus werden

Foto: Alan Posener

Dass ausgerechnet jetzt das Amt des Beauftragten der Bundesregierung für Jüdisches Leben und den Kampf gegen den Antisemitismus unbesetzt bleibt, spricht Bände über die Prioritäten von Innenminister Alexander Dobrindt.

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Heul doch. Dolly Partons „Coat of Many Colors“

Bild: Gemini, nach Prompts von Dolly Parton

Es gibt Songs, da weiß ich, dass sie kitschig sind, aber heulen muss ich doch jedes Mal, wenn ich sie höre. „Green, Green Grass of Home“ von Tom Jones etwa, oder „Halleluja“ von Leonard Cohen. In dieses Genre, sentimental, aber irgendwie doch gut, passen viele Songs von Dolly Parton, zum Beispiel „Eagle When She Flies“, „Deportees“, or „If You Hadn’t Been There“, und es ist natürlich auch diese Stimme, die zwischen schluchzen und jauchzen changiert, zwischen flüstern und verkünden, die immer total kontrolliert ist und dennoch zuweilen den Eindruck vermittelt, als würde sie selbst vom Text überwältigt, die selbst kitschige Songs in etwas verwandeln kann, das den Kitsch mit offenen Armen annimmt und damit transzendiert.

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Das dritte Auge. Eine KI-Kurzgeschichte

Illustration: Gemini

Für einen Text über KI suchte ich nach einer Geschichte, an die ich mich nur vage erinnerte, in der ein Mann verfügt, dass sein Gehirn und seine Augen nach seinem Tod in einem Glas am Leben erhalten werden, so dass er seine Frau stets überwachen kann. Es handelt sich, wie ich jetzt weiß, um die Kurzgeschichte „William and Mary“ von Roald Dahl. Da ich bei der Google-Suche jedoch weder Titel noch Autor, sondern nur Stichwörter angab, hat Gemini für mich in 30 Sekunden diese Kurzgeschichte geschrieben:

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So wird das nichts mit der Deutschen Bahn

Plakat der Deutschen Bundesbahn, 1960er Jahre. Public Domain.

Wie der Herr, so’s Gescherr. Das gilt immer. Kein Unternehmen ist besser als sein Chef, keine Schule besser als ihre Rektorin, und in der Politik hängt alles von der Führung ab. Hinzu kommt: in der Demokratie handelt eine Regierung aus eigenem Antrieb eigentlich nur in den ersten anderthalb Jahren ihrer Amtszeit; da bestimmt sie, wenn sie gut ist, die Agenda. Danach reagiert sie im Wesentlichen auf Verhältnisse, die außerhalb ihrer Kontrolle sind.

Deshalb ist es wichtig, welche Ziele sich eine neue Regierung setzt. Oder – und darum geht es hier – ein neuer Minister. Im Interview mit BILD hat der neue Verkehrsminister Wiehießerdochgleich – ach ja: Steffen Bilger – unter anderem sein wichtigstes Ziel für die Bahn festgelegt: bis 2029 sollen 70 Prozent der Fernzüge pünktlich fahren. Heute sind es beschämende knapp 60 Prozent.

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Wie geht es weiter mit dem Abraham-Geiger-Kolleg?

Noch residiert hier das Abraham-Geiger-Kolleg. Foto: Rigorius, Wikimedia Commons

Vor einer Woche wurden die Studierenden des Abraham-Geiger-Kollegs in Potsdam durch folgende Nachricht überrascht: „Heute beim Frühstück gab R(abbi Andreas) Nachama bekannt, dass die Universität Potsdam den Mietvertrag mit dem Kolleg gekündigt hat. Zwar nicht mit sofortiger Wirkung: Wir bleiben hier mindestens noch ein Semester, wenn nicht länger. Jedoch wird das Kolleg irgendwann in der Zukunft permanent umziehen, und zwar ins Jüdische Krankenhaus Berlin.“

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Warum die Rolling Stones an Amy Winehouse scheitern

Illustration: Gemini nach Prompts von Amy Winehouse

Ich liebe Cover-Versionen. Daran erkennt man erst, wie gut ein Sänger, eine Sängerin oder eine Band ist. Manche Cover-Versionen sind besser als das Original: man denke etwa an Ray Charles‘ Version von Eddy Arnolds Song „You Don’t Know Me“, die einfach Maßstäbe gesetzt hat. Maßstäbe, an denen man so herzzerbrechend schön (und gewollt) scheitern kann wie Meryl Streep in „Postcards from the Edge“, dass man den Film immer wieder sehen will, nur um ihre Version zu hören.

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