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Geschichte Sachsen-Anhalts (2) Oder fangen wir mit Magdeburg an?

Bild oben (aus Wikipedia): Wappen Magdeburgs, der Stadt (Burg) der „reinen Magd“. Sie trägt einen Jungfernkranz in der Hand. 

Oder fangen wir eine Geschichte Sachsen-Anhalts doch nicht mit Germanen und Slawen an, sondern mit den großen Städten, mit Magdeburg und Halle?

Doch, fangen wir mit Magdeburg an. Magdeburg lag auch im Frühmittelalter NICHT im „Slawenland“. Weiterlesen

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Was ist eigentlich Sozialismus?

„Worte“, so schrieb Vaclav Havel für seine Dankesrede zur Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels am 15. Oktober 1989 in der Frankfurter Paulskirche (Er selbst durfte dort nicht anwesend sein.) …

„Worte haben auch ihre Geschichte: Es gab zum Beispiel Zeiten, in denen das Wort SOZIALISMUS für ganze Generationen Erniedrigter und Unterdrückter ein magnetisches Synonym für eine gerechtere Welt war. Ich weiß nicht, wie es sich in Ihrem Land verhält, doch in meiner Heimat ist aus demselben Wort – also aus dem Wort Sozialismus – schon längst ein ganz gewöhnlicher Gummiknüppel geworden.  Weiterlesen

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Geschichte Sachsen-Anhalts (1) Womit fangen wir an? Mit Germanen und Slawen?

Bild oben: Sachsen-Anhalt, das Landeswappen (aus Wikipedia)

Wenn wir eine Siedlungsgeschichte schreiben wollen, dann können wir Suggestionen zu „Ureinwohnern“ und „Zugezogenen“ schon mit dem Zeitpunkt des „Beginns“ erwirken.

Wer der „Eingeborene“ und wer der „Kolonist“ ist, das erscheint ja manchen als ausschlaggebend dafür, wem das Land nun heute gehöre und was es sei.

Aber mit irgendeinem Zeitpunkt müssen wir ja beginnen. Wir beginnen nicht 335 n. Chr., als die Germanen zwischen Weichsel und Rhein zur „Völkerwanderung“ aufbrachen, wir beginnen 700 n.Chr. . Weiterlesen

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Kennen Sie James Hawes: „Die kürzeste Geschichte Deutschlands“?

Das habe ich jetzt an der Universität Leipzig sechs Dozenten, auch auf Interesse eines Autors dieses Blogs hin, gefragt. Die Befragten sind alle Magister Artis der Historienwissenschaft. Drei davon promoviert, zwei pinseln gerade an ihrer Doktorarbeit. Also: Weiterlesen

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Lanzenreiter und andere Elemente der militärischen Abschreckung

Bild oben: Lanzenreiter aus der Reichswehr der Weimarer Republik, erst 1927 abgeschafft (Bild aus Wikipedia/Bundesarchiv)

Als wir 1998 einen Bauernhof in einem Ortsteil von Weißenfels kauften, fanden wir darin ein altertümliches Poster. Eine Fotografie, etwa DIN A 2. Eine Schar von Soldaten war darauf abgebildet, ein Gruppenfoto. Darunter stand:

„Und wo ich bin auf Erden, vergessen werd‘ ich’s nie.

Ich war ein Lanzenreiter in der sächsischen Kavallerie.

Zur Erinnerung an meine Dienstzeit, Grimma 1911 bis 1914“ Weiterlesen

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Was waren, was taten „die mächtigen Vertriebenenverbände“?

Eine Erwiderung auf Alan Posener

Wie wird man mächtig in der Demokratie? Durch markige Sprüche und und öffentlich aufgeführte schlesische Volkstänze?

Mitnichten. Macht erlangt „man“ in der Demokratie durch das Aufstellen einer Interessenvertretung und deren Einzug in die Parlamente. Der 1950 in Schleswig-Holstein gegründete Block der Heimatvertriebenen und Entrechteten (BHE) zog noch im selben Jahr mit 23,4 % der Wählerstimmen in den dortigen Landtag ein. Das war noch wenig, angesichts der Tatsache, dass in jenem Jahr jeder zweite Einwohner Schleswig-Holsteins ein Vertriebener war.

Und wo in späteren Jahren der Flensburger Klempnermeister Röhrich seinen Gesellen „Eckat“ losschickt, ob bereits „die Russen im Keller“ seien (Bild oben). Weiterlesen

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Von den vier Feinden des Sozialismus. Heute: der Sommer

Sozialismus ist ein Versprechen.

Das Versprechen, dass der Staat sich um Ihr Wohlergehen kümmern wird. Um Ihren gesunden Leib und Ihre gesunde Seele.

Stellen Sie sich mal vor: Sie sind ein Oberstudienrat, haben sich in der Leipziger Innenstadt eine Eigentumswohnung gekauft, direkt über dieser Straßenbahnkreuzung, und nun quietscht es da.

Die Straßenbahn quietscht sogar noch nachts um 4. Gleich um 5 gehts wieder los. Weiterlesen

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„The Spies Among Us“ – ein großartiger US-amerikanischer Stasi-Film

Bild: Bodo Walther

Ein beeindruckender Film. Gemacht von Jamie Coughlin Silverman und Gabriel Silverman.

„Zum ersten Mal stehen ein Stasi-Opfer und ein Stasi-Täter gemeinsam vor der Kamera!“ So preist die unvermeidliche sächsische Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (im Bild oben) das 94 Minuten lange Werk an.

Richtig daran ist: Den vormaligen Generalmajor des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR, den Heinz Engelhardt so vor die Kamera zu bringen, das könnte kein deutscher Aufarbeiter. Schon auf das Narrativ vom „Stasi-Opfer und Stasi-Täter“ würde sich ein vormaliger Stasi-General nicht einlassen.

Das Ministerium für Staatssicherheit der DDR, sollte man wissen, hat außerhalb Deutschlands keineswegs nur den Ruf des verruchten, weil perfekten Unterdrückungsapparates. Es hat auch den Ruf, perfekt gewesen zu sein. Und perfekte Geheimdienste haben durchaus ihre Fans. In den USA, in Großbritannien und in Israel. Das wissen schließlich auch MfS-ler. Weiterlesen

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Als ich vor Gericht das letzte Wort nicht hatte …

… oder: Das große Thalia-Theater

Wollen Sie einem üblen Demagogen oder einem, den Sie dafür halten, den Prozess machen? Ihm aber mit einer öffentlichen Gerichtsverhandlung nicht auch noch eine Bühne bieten? Sie haben zwei Möglichkeiten: Sie können den Angeklagten vor Gericht reden lassen, schließen aber die Öffentlichkeit aus. Oder Sie lassen die Öffentlichkeit zu, schließen aber den Angeklagten aus.

Justitia in einem der vier Gerichtsbarkeits-Kapitelle an den Hauptportalen des Obergerichts Göttingen (Bild: Wikipedia)

Im Sozialismus habe ich beides erlebt. Die Berufungsverhandlung am Obersten Gericht der DDR gegen mich am 14. September 1984 war tatsächlich öffentlich. Ja gut, sie war nicht ein Schauspiel wie das am Wochenende im Thalia-Theater in Hamburg und stand auch nicht in der Zeitung.  Aber meine Mutter und mein Bruder durften dabei anwesend sein. Sie wurden nicht des Gerichtssaals verwiesen. Ich hingegen blieb draußen.

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Von der immerwährenden Überwindung des Nationalsozialismus …

Was würden Sie vermuten, was war der wichtigste Unterschied zwischen

Äußerlich unterscheidet sich die Verfassung der DDR vom 7. Oktober 1949 doch gar nicht von einer bürgerlichen Verfassung, oder?

Die DDR kannte sogar ein Grundrecht, das im Grundgesetz gar nicht ausdrücklich genannt ist. Weiterlesen

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