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Sichtbar unsichtbar – Was es heute heißt, Jude in Deutschland zu sein. Eine Erwiderung.

Die Politikerin und Publizistin Marina Weisband veröffentlichte nach der Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin ein Statement.

(https://bsky.app/profile/afelia.bsky.social/post/3mwba6obvvk2z?fbclid=IwY2xjawUjHplleHRuA2FlbQIxMABwZG9mBWJyaWQRMEowTEhGdXk4YlRwdHZ3ZTNzcnRjBmFwcF9pZBAyMjIwMzkxNzg4MjAwODkyAAEeHa-hktV9V1d3yzT4tDRS00Rmk0Jwd2DkDYcMTgEwcWfOE2KOv-AnvkvCsFU_aem_g_WrpdnJnfa9DrRveKnCC)

Frau Weisband wehrt sich als Jüdin dagegen, instrumentalisiert zu werden, um „progressive Politik“ zu verhindern. Sie zeigt auf den Vorwurf an die Partei Die Linke, sie, die Partei, sei eine Partei, in der der Antisemitismus deutlich zum ideologischen Kerngeschäft gehört. Und das ist nicht die halbe, sondern die ganze Wahrheit. Weiterlesen

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Mit Merz gegen die Extremisten

Sieger im Machtkampf: Friedrich Merz. Foto: Wikipedia, CC BY 2.0

Der Kanzler gibt die einzig mögliche Antwort auf den Wahlsieg der Retro-Linkspartei in Berlin und den Erfolg der AfD auch in Mecklenburg-Vorpommern: Er bleibt standhaft und will die Reformen durchsetzen. Mit der Schwesig-SPD wird das jedoch schwer.

Die Hauptstadt, die Stadt von Ernst Reuter, Willy Brandt und Richard von Weizsäcker in der Hand der juden- und wirtschaftsfeindlichen SED-Nachfolgepartei, 37 Jahre nach dem Fall der Mauer: eine Horrorvorstellung. Seit Sonntagabend scheint sie Realität. Die Linke hat die Wahl gewonnen, Elif Eralp kann wahrscheinlich Regierende Bürgermeisterin werden, da die Grünen und die gerupfte SPD sie unterstützen wollen. Im Vergleich dazu fällt das Wahlergebnis im Nordosten ab. Weiterlesen

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Was kann Israel von britischem Antisemitismus lernen?

Ein Außenminister kann manchmal so außen und realitätsfern sein – und dann stellt sich die Frage, ob er im Namen seiner Regierung spricht, von Innen oder vom Außen. Ich denke, Ed Milliband ist ein typisches Beispiel dafür: ein Jude, der glaubt, dass Nichtjuden ihn lieben werden, wenn er andere Juden kritisiert. Ein sich selbst hassender, selbst verachtender Jude.

Für mich war es nicht nur interessant, wie er Israel und die israelische Regierung im britischen Parlament am Mittwoch kritisierte, sondern auch, wie er dies „als selbst Jude“ tat und dann, als er dazu befragt wurde, sagte: „Ich gehe nicht in die Synagoge.“ Weiterlesen

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Das antisemitische Glück der Irländer

Foto: Rebubble

Die Einwohner von Londonderry können sich in fast nichts einigen. Nicht einmal darauf, die Stadt „Londonderry“ zu nennen. Die eine Hälfte nennt sie „Derry“. Sie besteht aus Katholiken, was bedeutet, dass sie an Gott, Jesus, das Neue Testament, christliche Werte, die Kirche und daran glauben, alles zu tun, um in den Himmel zu kommen, während sie gleichzeitig dafür sorgen, dass diejenigen, die es verdienen (alle anderen), in die Hölle kommen.

Die andere Gruppe besteht aus Protestanten, was bedeutet, dass sie an Gott, Jesus, das Neue Testament, christliche Werte, die andere Kirche glauben und alles tun, um in den Himmel zu kommen, während sie dafür sorgen, dass diejenigen, die es verdienen (alle anderen), in die Hölle kommen. Das sind die Leute, die Israel jetzt vorschreiben wollen, wie es friedlich mit anderen Minderheiten innerhalb seiner Grenzen umgehen soll. Weiterlesen

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Volker Beck sollte Beauftragter der Bundesregierung für den Kampf gegen den Antisemitismus werden

Foto: Alan Posener

Dass ausgerechnet jetzt das Amt des Beauftragten der Bundesregierung für Jüdisches Leben und den Kampf gegen den Antisemitismus unbesetzt bleibt, spricht Bände über die Prioritäten von Innenminister Alexander Dobrindt.

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Antisemitismus: Wenn die Fuckparade mehr Haltung zeigt als der Rest der Berliner Kulturszene

Fuckparade 2006. Bild: Wikimedia

Die seit 1997 stattfindende „Fuck“-Technoparade“ ist eine Demonstration gegen Gentrifizierung, Mietsteigerungen, den Verdrängungsprozess von Subkulturen sowie für die Rechte von Free-Party-Veranstaltern. Schon 2024 hatte DJ Trauma XP/Martin Kliehm in einer Rede den Opfern und den von der Hamas festgehaltenen Geiseln des Nova-Festivals gedacht.

Auch in diesem Jahr hat die „Fuckparade“ bezüglich des immer stärker werdenden Antisemitismus in der Rave-Szene klar Stellung bezogen. Sie verurteilte auf ihrer Facebook-Seite den Juden- und Israelhass in der Szene und in Deutschland. Es wäre zu wünschen, dass sich mehr Leute aus der Kunst- und Kulturszene Berlins ebenso klare Worte finden. Weiterlesen

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Das ewige Israel und wir

Davin Ben Gurion proklamiert am 14. Mai 1948 den modernen Staat Israel

Deutsche haben keinerlei Grund, mit Verachtung auf den jüdischen Staat und Juden zu schauen. Nicht nur wegen der NS-Vergangenheit. – Ein im Dezember 2023 nach dem Terrorüberfall der Hamas und dem Beginn des Gazakriegs geschriebener Text, der weiter gilt.

Was ist ein großer Unterschied zwischen Deutschland und Israel? Vor rund 3000 Jahren, als Juden in das Gebiet einwanderten, das sie Judäa und Samaria nannten und das Volk und das Königreich Israel bildeten, gab es kein Land der Deutschen. In dem Gebiet, das Cäsar Germania benannte, lebten germanische Stämme mit verschiedenen Sprachen und niedrigen Kulturen, die andere Volksstämme überfielen. Erst 1871 wurde das deutsche Kaiserreich gegründet, 1933 das Dritte Reich. Beide entfachten Weltkriege. Israel hat noch keinen Krieg von sich aus begonnen. Weiterlesen

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Sarajevo und seine Juden

Isak Samokovlija (1889-1955), jüdischer Arzt der Armen und Schriftsteller

Ein literarischer Nachruf auf die vernichtete Welt der sephardischen Juden in Bosnien, wo heute der Antisemitismus wieder wie überall grassiert.

Mit tiefer Empörung blicke ich auf diejenigen, die heute in der bosnischen Hauptstadt den Monstergeist des Holocausts erneut kursieren lassen. Sephardische Juden ließen sich nach ihrer Vertreibung aus Spanien, an der Wende zum 16. Jahrhundert, auf dem Balkan nieder, als und weil dort damals in weiten Teilen die Osmanen regierten. Der Sultan erlaubte ihnen eine Niederlassung, weil die spanischen Juden für ihre Handfertigkeit und Bildung bekannt waren. Weiterlesen

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Wenn „Progressive“ den Hass nicht mehr erkennen

KI-Bild von Grok
Analyse zu Mamdani, den linken US-Demokraten, BDS, der Piratenpartei und dem antisemitischen Zeitgeist – inklusive Orte, Festivals und Organisationen.

Zohran Mamdani ist seit dem 1. Januar 2026 Bürgermeister von New York. Als erster Muslim an der Spitze der Stadt ist der selbsterklärte Sozialist Prototyp einer Generation, die das Fühlen und Empören für die vermeintlichen „Entrechten und Verdammten der Erde“ über die politische Realität und die Komplexität wahrer demokratischer Debatten stellt. Mamdani gehört  zu den Demokratischen Sozialisten Amerikas, neben Alexandria Ocasio-Cortez und Rashida Tlaib  – den Wortführerinnen dieses Parteiflügels im US-Kongress. Weiterlesen

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Gegen die antisemitische Church of England

Logo der Church of England

Das Leitungsorgan der anglikanischen Kirche hat dafür gestimmt, Kirchen in ganz England zu ermutigen, sich mit einem von palästinensischen Christen verfassten Dokument auseinanderzusetzen, das Israel des Völkermords bezichtigt, obwohl jüdische Organisationen und der britische Oberrabbiner darum gebeten hatten, es abzulehnen. Ein Ausbund an Heuchelei.

Das Dokument trägt den Titel „Moment of Truth: Faith in a Time of Genocide“ und ist auch als ‚Kairos II‘ bekannt, benannt nach der palästinensisch-christlichen Bewegung „Kairos Palestine“, die es verfasst hat. Es beschreibt Israels Militäroperation im Gazastreifen als „Völkermord“, bezeichnet Israel als „auf Rassismus aufgebautes Kolonialunternehmen“ und führt aus, dass jahrzehntelange „Besatzung“, „Apartheid“ und „Siedlerkolonialismus“ den Kern des israelisch-palästinensischen Konflikts bildeten. Weiterlesen

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Antiantiantisemitismusbeauftragung

Wer kennt jemanden, der die Frage, ob er ein Antisemit sei, mit einem lässigen Ja beantwortet? Oder der es einfach so artikuliert – wie als sei er eben Fan von z. B. der Borussia (es gibt nur eine)? Ich niemanden. Dennoch widerfährt mir regelmäßig, dass zu obskursten Gelegenheiten über Juden gesprochen wird – über wen denn sonst. Und mit denen spricht man doch einfach nicht, also bitte! (Immerhin wird zu 99,9 % der Plural benützt. DER Jude ist quasi nie mehr Thema, wenn dann gleich alle, obschon der Jude gemein(t) ist.)

O, eine Eilmeldung: Der Antisemitismus steigt an – so ein Mist! Meiner Treu, wie groß ist die Empörung. Ich denke dann ad hoc: Er steigt nicht an, er bricht einfach aus, weil er immer da ist – und immer da sein wird. Weiterlesen

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