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Deutsche Mitverantwortung für den 7. Oktober

Gedenkstätte für die Opfer des 7. Oktober 2023 auf dem Nova-Festival. Bild: Wikimedia

Seit Jahrzehnten finanziert Deutschland Hass und Terrorwahn in den Palästinensergebieten. Und lässt linke und arabische Propaganda gegen Israel zu.

Vesna Medić-Sorak, eine Bosnierin, die vor 30 Jahren wegen des Krieges in Bosnien nach Israel auswanderte, erzählte mir von ihrem Einleben in dem vollkommen unbekannten Land. Sie verließ ihre durch die serbische Bombardierung verwüstete Stadt Sarajevo. 1994 kaum in Israel gelandet, erlebte sie zwei Bombenattacken an einem Tag: die erste aus dem Libanon und die zweite aus einem der palästinensischen Gebiete.

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Der 7. Oktober und das Gift des Antisemitismus

Das Massaker der Hamas und der Gazakrieg haben das gesellschaftliche Klima gefährlich verändert. In Berlin müssen Grüne und SPD zeigen, ob jüdisches Leben noch geschützt wird.

Viele Bewohner der Kibbuzim im Süden Israels schliefen noch oder saßen beim Frühstück wie die Jugendlichen beim Nova-Festival, als das Grauen und über sie kam und Tausende Terroristen vor drei Jahren in ihre Siedlungen und das Festivalgelände eindrangen und 1200 Frauen, Kinder, Männer, Greise, selbst Babys und ganz Familien abschlachteten, vergewaltigten und 251 Menschen nach Gaza verschleppten. Das barbarischte Massaker an Jüdinnen und Juden seit der Shoa – von Muslime und Linken weltweit bis heute gefeiert, von vielen anderen vergessen oder verdrängt.

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Antisemitismus: Wenn die Fuckparade mehr Haltung zeigt als der Rest der Berliner Kulturszene

Fuckparade 2006. Bild: Wikimedia

Die seit 1997 stattfindende „Fuck“-Technoparade“ ist eine Demonstration gegen Gentrifizierung, Mietsteigerungen, den Verdrängungsprozess von Subkulturen sowie für die Rechte von Free-Party-Veranstaltern. Schon 2024 hatte DJ Trauma XP/Martin Kliehm in einer Rede den Opfern und den von der Hamas festgehaltenen Geiseln des Nova-Festivals gedacht.

Auch in diesem Jahr hat die „Fuckparade“ bezüglich des immer stärker werdenden Antisemitismus in der Rave-Szene klar Stellung bezogen. Sie verurteilte auf ihrer Facebook-Seite den Juden- und Israelhass in der Szene und in Deutschland. Es wäre zu wünschen, dass sich mehr Leute aus der Kunst- und Kulturszene Berlins ebenso klare Worte finden.

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Wenn „Progressive“ den Hass nicht mehr erkennen

KI-Bild von Grok
Analyse zu Mamdani, den linken US-Demokraten, BDS, der Piratenpartei und dem antisemitischen Zeitgeist – inklusive Orte, Festivals und Organisationen.

Zohran Mamdani ist seit dem 1. Januar 2026 Bürgermeister von New York. Als erster Muslim an der Spitze der Stadt ist der selbsterklärte Sozialist Prototyp einer Generation, die das Fühlen und Empören für die vermeintlichen „Entrechten und Verdammten der Erde“ über die politische Realität und die Komplexität wahrer demokratischer Debatten stellt. Mamdani gehört  zu den Demokratischen Sozialisten Amerikas, neben Alexandria Ocasio-Cortez und Rashida Tlaib  – den Wortführerinnen dieses Parteiflügels im US-Kongress.

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Über Unter-Haltung, Übergriff und Unterscheidung

Wörterwahl, Wortwahl, Sprache – eine exklusiv menschliche Konstruktionsoption: »Farben und Klänge gibt es in der Natur, Worte nicht« (Benn). Mit ihr kann Mensch dem allsinnlichen Zufall einen Strich durch die nie zu begleichende Rechnung machen.

Sprache ermöglicht, dass Menschen kommunizieren – stets eingedenk des Missverstandenwerdens. Unmissverständlich ist hingegen ein Wort, ein Begriff, der jedem Deutschsprachigen bekannt ist.

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Ein arabisch-muslimischer Israeli – ermordet am 7. Oktober 2023

Awad Darawshe behandelte beim Nova-Festival von den Terroristen Verletzte, bis er selbst ermordet wurde

Das ist Awad Darawshe. Bis vor wenigen Tagen wusste ich nicht, wer er war. Ich setze mich seit Jahren mit Israel, Antisemitismus und dem 7. Oktober auseinander. Ich habe unzählige Berichte dazu gelesen. Trotzdem war mir dieser junge Mann völlig unbekannt. Warum eigentlich? – Ein Gastbeitrag von Stefan Hensel

Awad war 23 Jahre alt. Er kam aus Iksal bei Nazareth. Er war israelischer Araber, Muslim und arbeitete als Sanitäter. Eigentlich wollte er Arzt werden. Seine Mutter erzählte später, dass sie ihn immer ihren „Sohn der Umarmungen“ nannte, weil er sie ständig in den Arm nahm. Ich weiß nicht warum, aber genau dieser Satz ist bei mir hängen geblieben. Vielleicht weil aus einem Namen plötzlich ein Mensch wird.

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Verizid

Die Dashcam eines Autos zeigt den Angriff von Hamas-Terroristen am 7. Oktober 2023 auf einen Schutzraum des Kibbuz Re’im. Quelle: Wikimedia

Ich weiß nicht, ob ich der Erste bin, der dieses Wort verwendet, es erfunden hat. Aber ob nun ja oder nein, es ist ein Wort, das ich auf so vieles anwenden möchte, was man heute in den Medien sieht und liest. Ich definiere es als „die absichtliche Ermordung der Wahrheit“.

Das ist nicht dasselbe wie ein Fehler, der auf schlechte Kommunikation oder unzureichende Fakten, eine Fehlübersetzung oder eine unzuverlässige Quelle zurückzuführen ist. All das kann passieren; ein professioneller Journalist wird sein Bestes tun, um sicherzustellen, dass das, was geschrieben und veröffentlicht wird, so wahr wie möglich ist. Aber nun ja, es wird immer ein gewisses Maß an Selektivität geben, eine Entscheidung darüber, welcher Kontext relevant ist, redaktionelle Entscheidungen hinsichtlich des Einbeziehens oder Weglassens bestimmter Absätze. Das ist bedauerlich, aber normal. Man kann „die Wahrheit“ haben, ohne „die ganze Wahrheit“ zu kennen.

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Nicht nur Juden tun das

Hinrichtung durch den Strang. Bild von ArtWithTammy auf Pixabay

Als liberaler Rabbiner bin ich eigentlich kein Befürworter der Todesstrafe. Aber ich kann dennoch Fälle erkennen, in denen sie relevant sein könnte. Trotz aller moralischen Argumente. Denn es gibt und gab schon immer Gründe dafür und dagegen.

In Israel – einem auf Beschluss der UN nach der Ermordung von sechs Millionen Juden durch Deutsche gegründeten demokratischen Staat, dessen Existenz seit der Gründung 1948 von seinen Nachbarn bedroht wird und der seitdem von den UN weder geschützt noch unterstützt wurde – ist es einer Gruppe rechter Politiker gelungen, im Parlament ein Gesetz durchzusetzen, um die Todesstrafe auf den Mord an Israelis auszuweiten. So formuliert klingt es sehr einfach. Aber natürlich ist es das nicht.

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Was skandalisieren wir heute?

 

Einhellige Kritik an der Entscheidung des israelischen Parlaments, die Todesstrafe auf palästinensische Terroristen auszuweiten

Israelkritik ist ein beliebtes Hobby, besonders in Deutschland. Vielleicht, weil den Deutschen der Holocaust und damit die Basis für die Gründung des jüdischen Staates schwer auf dem Gewissen lastet. Denn: Ohne Israel Weltfrieden, soviel ist sicher. Oder?

Aber mal im Ernst: Seitdem die Hamas am 7. Oktober 2023 Israel überfallen und 1200 Bewohner – ganz überwiegend Zivilisten übrigens – hinterhältig massakriert hat, hat der Propagandakampf, in dem es darum geht, den Staat Israel zu delegitimieren, verstärkt an Fahrt aufgenommen.

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Die wahre Weihnachtsgeschichte

Jesus als Palästinenser. Quelle: r/Israel, Reddit

Maryam und Youssef bekommen in einem Flüchtlingslager in Gaza unter israelischem Kriegsrecht ein Baby namens Yeshua. Die Geburt wird live gestreamt und millionenfach geliked. Palästinensische Hirten eilen herbei und verteilen in Neukölln voller Freude Xmas-Baklava…

… ihre Freunde veranstalten weltweit Solidaritätsdemos mit dem Neugeborenen aus Protest gegen den jüdischen Kaiser Bibi und dessen Besatzung und rufen zum Boykott israelischer Produkte wie Krippen und Weihnachtspalmen auf. Weise Postkolonialismusforscher bringen weihevoll was zum rauchen für die Wasserpfeife, Gold von der UNRWA und Myrrhe von Greta T. Engel verkünden die frohe Botschaft: Euch ist durch die Hamas der Retter geboren. So schön könnte es sein…

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Ausgezeichneter Antisemitismus

Die Verleihung des Hanns Joachim Friedrich-Preises an die ARD-Nahostkorrespondentin Sophie von der Tann wirft ein Schlaglicht auf die gesamte Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen und anderer Medien über Israel und den Gazakrieg, die von Einseitigkeit und kaum verhülltem israelbezogenem Antisemitismus gekennzeichnet ist. Die Debatte, die sich an der Preisvergabe entzündete, ist überfällig. Dazu einige grundsätzliche Anmerkungen.

Die Hamas und Israel sind nicht irgendwelche Konfliktparteien, deren militärische Auseinandersetzung man kommentieren sollte wie irgendeinen fernen Krieg zwischen zwei merkwürdigen Stämmen oder ein Fußballmatch, bei dem man sich entweder heraus hält oder auf die Seite des vermeintlich Schwächeren schlägt. Die Hamas ist die Speerspitze einer weltweiten dschihadistischen Bewegung, die nicht nur Israel und alle Juden vernichten will, sondern global unsere Freiheit, Demokratie, Menschen- und Frauenrechte bedroht. Sie hat mit Tausenden „zivilen“ Helfern aus Gaza das entsetzlichste Progrom seit der Shoa verübt.


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