
Die seit 1997 stattfindende „Fuck“-Technoparade“ ist eine Demonstration gegen Gentrifizierung, Mietsteigerungen, den Verdrängungsprozess von Subkulturen sowie für die Rechte von Free-Party-Veranstaltern. Schon 2024 hatte DJ Trauma XP/Martin Kliehm in einer Rede den Opfern und den von der Hamas festgehaltenen Geiseln des Nova-Festivals gedacht.
Auch in diesem Jahr hat die „Fuckparade“ bezüglich des immer stärker werdenden Antisemitismus in der Rave-Szene klar Stellung bezogen. Sie verurteilte auf ihrer Facebook-Seite den Juden- und Israelhass in der Szene und in Deutschland. Es wäre zu wünschen, dass sich mehr Leute aus der Kunst- und Kulturszene Berlins ebenso klare Worte finden.
All die leeren Phrasen von „Diversität“ und postkolonialem Denken, welche den Antisemitismus unsichtbar machen sollen, lassen ein Klima aufkommen, in welchem Juden nicht mehr sicher sind. In Deutschland gibt es in manchen Kreisen seit dem Überfall der Hamas keinen Safe Space für jüdische Menschen mehr.
Daher ist es ein wichtiges und starkes Zeichen für die Demokratie und Freiheit, dass die „Fuckparade“ mehr Haltung zeigt und hat – im Gegensatz zu jenen, welche mit ihrer „Haltung“, die sie wie eine Monstranz vor sich hertragen, nur um sich selbst zur Schau zu stellen. Während sie gegenüber den Mordtaten der Hamas und anderer Islamisten schweigen oder gar diese Taten verteidigen, um mit den Tätern zumindest ideologisch gemeinsame Sache machen zu können. Ein jeder Demokrat sollte eigentlich wissen, auf welcher Seite er steht.