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Sarajevo und seine Juden

Isak Samokovlija (1889-1955), jüdischer Arzt der Armen und Schriftsteller

Ein literarischer Nachruf auf die vernichtete Welt der sephardischen Juden in Bosnien, wo heute der Antisemitismus wieder wie überall grassiert.

Mit tiefer Empörung blicke ich auf diejenigen, die heute in der bosnischen Hauptstadt den Monstergeist des Holocausts erneut kursieren lassen. Sephardische Juden ließen sich nach ihrer Vertreibung aus Spanien, an der Wende zum 16. Jahrhundert, auf dem Balkan nieder, als und weil dort damals in weiten Teilen die Osmanen regierten. Der Sultan erlaubte ihnen eine Niederlassung, weil die spanischen Juden für ihre Handfertigkeit und Bildung bekannt waren. Weiterlesen

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Kinder als Opfer gegen die Juden

Die Kleinen werden schon im Kindergarten zu Terrorkriegern erzogen
Tut es Dir nicht leid um die palästinensischen Kinder? Doch, genauso wie denjenigen, die mich das fragen. Aber ich bedauere alle dort geborenen Kinder. Schon seit über 50 Jahren. Es wäre längst an der Zeit, dass auch ihre Eltern anfangen, Mitleid mit ihnen zu haben.
In den Tagen meiner Jugend, in den Siebziger Jahren, lebte ich in Pale, einem kleineren, aber nicht so rückständigen Ort in der Nähe von Sarajevo. In unsere Nachbarschaft zog eine ungewöhnliche Familie: ein junger Arzt, Palästinenser, der sein Medizinstudium in Sarajevo abgeschlossen und eine Stelle im örtlichen Gesundheitszentrum bekommen hatte, seine bosnische Frau und ihre drei kleinen Kinderr. Sie erregten viel Aufmerksamkeit, nicht nur wegen dieser Mischung, sondern weil er ein sehr düsterer Typ war, der nie lächelte oder grüßte.

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Demografie als Waffe

Frauen im Gazastreifen. Foto: Hosny Salah auf Pixabay

Das Bevölkerungswachstum in der islamischen Welt bedroht zusammen mit der Empathie im Westen die europäische Zivilisation.

Kürzlich schrieb ich in einem Kommentar: Als Israel Gaza 2005 räumte und den Menschen dort die Möglichkeit gab, ihr Gebiet nach Belieben zu gestalten, lebten dort 900.000 Araber. 18 Jahre später, kurz bevor Gaza-Terroristen am 7. Oktober 2023 israelische Zivilisten massakrierten, verkündeten ihre Statistiken eine Bevölkerungszahl von 2,2 Millionen. Niemand konnte erklären, wie sich die Bevölkerung dort so schnell derart vermehren konnte. Nach meiner Veröffentlichung meldeten sich sofort einige Bosnier zu Wort, die mich des Faschismus bezichtigten. Ihrer Meinung nach ist schon die Frage, wie viele Kinder wo geboren werden, ein Verbrechen. Weiterlesen

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Maike marschiert gegen rechts – ihr Deutschland ist bunt

Prideflag. Bild Sasel13 von Pixabay

In meiner Geschichte geht es um eine Migranten-Fanatikerin, die ich Maike nenne. So eine Erzählung hätte ich als Autorin selbst nicht erfinden können. Es ist eine wahre Begebenheit und bildet die tagtägliche Unterwanderung unserer Werte und Kultur ab.

Maike hat in ihrem jungen Leben bereits viel erreicht. Seit Kurzem leitet sie eine bedeutende Kultureinrichtung der Stadt. Ihr Beruf ist gleichzeitig ihre Berufung. Er bietet ihr ein starkes Netzwerk, um ihr ehrenamtliches Engagement auszubauen. Sie organisierte mehrere Veranstaltungen gegen Rassismus und Islamophobie; zudem nahm sie zweimal an Demonstrationen gegen rechts teil. Ihre Schulkameradin Katja leitet eine große Autowerkstatt, die sie von einem Onkel mütterlicherseits geerbt hat. Weiterlesen

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Warum Viktoria, eine Palästinenserin aus Tel Aviv, nicht in Israel leben kann

Arabische Studentin auf einem Unicampus in Jerusalem. Fotos: Biljana Vojinović

Es liegt nicht an den Juden, so viel sei vorab verraten. Eine reale Kurzgeschichte

Der jungen Frau begegnete ich bei einer privaten Angelegenheit. Gleich nach den ersten ausgetauschten Sätzen lächelten wir uns neugierig an: „Deinen Akzent kann ich nicht einordnen.“ „Ich deinen auch nicht. Meiner ist slawisch, und deiner?“ „Meine erste Sprache ist Hebräisch.“ Sie sah meinen perplexen Gesichtsausdruck und fügte hinzu: „Ich komme aus Tel Aviv.“

Ich war überrascht, aber gleichzeitig erfreut. „Das erste Mal in meinem Leben treffe ich eine Jüdin aus Israel“, sagte ich. Sie lächelte mich an: „Wenn ich sage, woher ich komme, denken alle, ich sei eine Jüdin. Aber nein, ich bin eine Palästinenserin. Ich heiße Viktoria, für meine Freunde Viki.“ Weiterlesen

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Tanz auf Pulverfässern

Die aus Bosnien stammende Autorin Safeta Objodjas lebt seit 1992 in Deutschland

Ich kann nicht begreifen, warum so viele Deutsche so fahrlässig mit der Zukunft ihres Landes umgehen. Europa balkanisiert sich – und Deutschland steckt mittendrin!

Die Osmanen machten sich 1878 auf dem Balkan aus dem Staub; zurück blieb diese Halbinsel, besonders Ex-Jugoslawien, als Pulverfass Europas. Mehrere Nationalitäten mit unterschiedlichen Religionen – katholisch, orthodox, islamisch – prallten aufeinander. Es ist schwer zu zählen, in wie vielen Kriegen sie sich gegenseitig massakrierten. Der Zweite Weltkrieg war der schlimmste, zumal so viele mit den Faschisten aus Europa kollaborierten und Juden vernichteten. Weiterlesen

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