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Viel Rauch um nichts

Just las ich den soundsovielten Artikel über den dräuenden resp. sich in vollem Gange befindenden Untergang unserer Kinder/Jugend. Die Bildung ist tot, mausetot. Immer mehr Schüler können kaum mehr lesen, schreiben oder rechnen – einerlei, ob autoch- oder allochthoner Her- oder Hinkunft. Dennoch: gemach!

Als kurrent arbeitender Studienrat kann ich das alles bestätigten. Quasseln können viele gut. Auch spontan und sogar kreativ sein. Nur all dies in Worte zu fassen, es nieder zu schreiben: da scheitert’s an mannigfachen Ecken und Kanten.

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Die Linke als Partnerin der CDU?

Die Linke ist eine schreckliche, rückwärtsgewandte, teils antisemitische Partei. Mit Blick auf die Wahl in Sachsen-Anhalt und darüber hinaus muss die CDU dennoch wohl oder übel eine Kooperation mit ihr ins Auge fassen, um Schlimmeres zu verhindern: eine AfD-Regierung.

Sachsen-Anhalt war vor mehr als 30 Jahren schon einmal Experimentierfeld für den Umgang mit der Linkspartei, die damals noch PDS hieß. Weil es nach der Landtagswahl 1994 keine klare Mehrheit gab, bildete der SPD-Politiker Reinhard Höppner eine rot-grüne Minderheitsregierung mit Tolerierung durch die PDS ­– gegen den Willen der eigenen Bundespartei. Er hielt an dem „Magdeburger Modell“ fest, auch als 1998 die Grünen aus dem Landtag flogen und die rechtsextreme DVU einzog. Die Entwicklung seither gibt ihm recht.

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So wird das nichts mit der Deutschen Bahn

Plakat der Deutschen Bundesbahn, 1960er Jahre. Public Domain.

Wie der Herr, so’s Gescherr. Das gilt immer. Kein Unternehmen ist besser als sein Chef, keine Schule besser als ihre Rektorin, und in der Politik hängt alles von der Führung ab. Hinzu kommt: in der Demokratie handelt eine Regierung aus eigenem Antrieb eigentlich nur in den ersten anderthalb Jahren ihrer Amtszeit; da bestimmt sie, wenn sie gut ist, die Agenda. Danach reagiert sie im Wesentlichen auf Verhältnisse, die außerhalb ihrer Kontrolle sind.

Deshalb ist es wichtig, welche Ziele sich eine neue Regierung setzt. Oder – und darum geht es hier – ein neuer Minister. Im Interview mit BILD hat der neue Verkehrsminister Wiehießerdochgleich – ach ja: Steffen Bilger – unter anderem sein wichtigstes Ziel für die Bahn festgelegt: bis 2029 sollen 70 Prozent der Fernzüge pünktlich fahren. Heute sind es beschämende knapp 60 Prozent.

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Klimawandel – hautnah

Das Weltklima liegt am Boden. Wir müssen unbedingt CO2 einsparen. Solar (aus China, der lupenreinsten Demokratie des Planeten, Exportschlager), E-Technik (inklusive seltener Erden, die vollends motivierte Arbeiter*innen in einer 30-Stunden-Woche mit Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und Krankmeldung per Wahlscheibentelefon bewerkstelligen, dank einer deutschen Gewerkschaft) und sowieso Strom sparen, was ein Kinderspiel sein wird, angesichts des globalen KI-Tsunamis, der kaum Energie benötigt, wie jeder Gebildete – dafür genügt auch ein Fern-Uni-Abschluss – weiß.

Vorne wie hinten

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Wenn „Progressive“ den Hass nicht mehr erkennen

KI-Bild von Grok
Analyse zu Mamdani, den linken US-Demokraten, BDS, der Piratenpartei und dem antisemitischen Zeitgeist – inklusive Orte, Festivals und Organisationen.

Zohran Mamdani ist seit dem 1. Januar 2026 Bürgermeister von New York. Als erster Muslim an der Spitze der Stadt ist der selbsterklärte Sozialist Prototyp einer Generation, die das Fühlen und Empören für die vermeintlichen „Entrechten und Verdammten der Erde“ über die politische Realität und die Komplexität wahrer demokratischer Debatten stellt. Mamdani gehört  zu den Demokratischen Sozialisten Amerikas, neben Alexandria Ocasio-Cortez und Rashida Tlaib  – den Wortführerinnen dieses Parteiflügels im US-Kongress.

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Warum führt die Welt nicht Krieg gegen das iranische Regime?

Hingerichtete Iraner nach den Protesten im Januar. Bilder: Amnesty International

Müsste die Staatengemeinschaft nicht eingreifen, um die Iraner vor dem islamischen Regime zu schützen, statt die USA und Israel zu verdammen? Wieso tut sie es nicht im Sudan, Kongo, Jemen? Warum das Geschrei um Gaza? Wozu verpflichtet „Nie wieder Völkermord“?

Mit dieser immer wieder aktuellen Frage beschäftigt sich der sehenswerte Dokumentarfilm „Kulissen der Macht„, zu sehen in der Arte Mediathek. Der Film des Regisseus Dror Moreh beginnt mit Luftaufnahmen von Auschwitz vom August 1944. Die Allierten wussten früh von der Juden-Vernichtung, aber sie bombardierten weder die KZs noch die Gleise dorthin. Weshalb ist bis heute ungeklärt. Nach 1945 führte es zum Grundsatz der neuen UN, dass die Weltgemeinschaft nie wieder tatenlos einem Genozid, ethnischen Vertreibungen und schweren Menschenrechtsverletzungen zusehen dürfe.

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KAIROS – SETSUNA. Edith Hultzsch (1908-2006) & René Böll

Die in jüngster Zeit wiederentdeckte Künstlerin Edith Hultzsch (1908–2006) widmete sich der Darstellung des Augenblicks in Sport, Tanz und Stierkampf. Sie studierte bei Emil Orlik und Hans Meid in Berlin und arbeitete nach dem Zweiten Weltkrieg in Düsseldorf als Künstlerin und Dozentin. Internationale Anerkennung erhielt sie vor allem für ihre expressiven Stierkampfdarstellungen. 1981 gewann sie als erste nichtspanische Künstlerin den Plakatwettbewerb der Fiesta Sanfermin in Pamplona.

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Wie das Völkerrecht zum Instrument geopolitischer Einflussnahme wird

Der ukrainische Politikwissenschaftler Jewhen Mahda ist Professor für internationale Beziehungen am Nationalen Luftfahrtinstitut
Kyjiw sowie Direktor des Instituts für Weltpolitik Foto: privat

Der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) befindet sich seit Jahren in einer tiefen Vertrauenskrise. Spätestens seit dem Haftbefehl gegen Israels Ministerpräsidenten Netanjahu wird die politische Neutralität des Gerichts in Frage gestellt. Nun gerät eine weitere Schlüsselfigur des Gerichtshofs in den Mittelpunkt eines Skandals. Gastbeitrag von Jewhen Mahda, Direktor des Instituts für Weltpolitik in Kyjiw.

Neue Audio- und Videoaufnahmen des ehemaligen Chefanklägers des IStGH, Luis Moreno Ocampo, werfen schwerwiegende Fragen nach der politischen Instrumentalisierung des internationalen Strafrechts auf. Die Mitschnitte legen nahe, dass juristische Bewertungen, Menschenrechtsrhetorik und sogar der Vorwurf des Völkermordes Teil einer politischen Einflusskampagne geworden sein könnten. Nach den vorliegenden Informationen soll diese Kampagne mit russischen Interessen verknüpft gewesen sein und sich gegen die prowestliche Regierung Armeniens gerichtet haben.

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Eine mediterrane Moderne: Bettina Heinen-Ayech

Die Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Nationale Meistererzählungen werden zunehmend durch transnationale und transkulturelle Perspektiven ergänzt. Im Mittelpunkt dieses Paradigmenwechsels stehen Künstlerpersönlichkeiten, deren Werk nicht innerhalb einer einzigen kulturellen Tradition verortet werden kann, sondern an den Schnittstellen unterschiedlicher kultureller Räume entstanden ist.

Zu diesen Künstlerinnen gehört auch Bettina Heinen-Ayech. Ihr Werk eröffnet einen außergewöhnlichen Dialog zwischen Deutschland, Frankreich und Algerien, zwischen europäischer Moderne und mediterraner, nordafrikanischer Kultur. In dieser Perspektive erscheint sie als eine bedeutende Vermittlerfigur.

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Über Unter-Haltung, Übergriff und Unterscheidung

Wörterwahl, Wortwahl, Sprache – eine exklusiv menschliche Konstruktionsoption: »Farben und Klänge gibt es in der Natur, Worte nicht« (Benn). Mit ihr kann Mensch dem allsinnlichen Zufall einen Strich durch die nie zu begleichende Rechnung machen.

Sprache ermöglicht, dass Menschen kommunizieren – stets eingedenk des Missverstandenwerdens. Unmissverständlich ist hingegen ein Wort, ein Begriff, der jedem Deutschsprachigen bekannt ist.

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Rentenpopulismus

Bau- und sonstige Arbeiter sollten angeblich von der vorzeitgen Rente profitieren. Bild von Tung Lam auf Pixabay

Drei CDU-Ost-Ministerpräsidenten machen Front gegen das Vorhaben der eigenen Partei, die unsinnige, Milliarden teure SPD-Rente mit 63 abzuschaffen, und torpedieren damit ein Kernstück der schwarz-roten Sozialreformen. SPD-Politiker schließen sich freudig an. Ein Musterbeispiel für politische Blindheit.

Sorgen um die eigene Altersversorgung müssen sich Sven Schulze, Michael Kretschmer und Mario Voigt nicht machen. Wenn Schulze im September als Kurzzeit-Regierungschef in Sachsen-Anhalt abgewählt werden sollte, kann der CDU-Politiker Landtagsabgeordneter bleiben oder sich einen lukrativen Job in der Privatwirtschaft suchen. Mit 47 Jahren ist er wie seine Kollegen in Sachsen und Thüringen relativ jung. Später werden die drei wie andere Ex-Politiker einen üppigen Alterssold bekommen, ohne je einen Cent dafür bisher als Beitrag gezahlt zu haben.

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