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Die Gewalt und ihre Erklärer

Das Rathaus von Limoges während der Ausschreitungen am 17. Oktober 2026. Foto: Lucas Destrem, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

In Frankreich brennt es wieder. Die Erklärungen sind vertraut: Armut, Ausgrenzung, Perspektivlosigkeit. Doch wie viel Verantwortung bleibt dem Einzelnen, wenn seine Lebensverhältnisse alles erklären und entschuldigen sollen?

In Limoges brannte das Rathaus. In Paris wurden Geschäfte geplündert und Autos angezündet, mehr als 2.000 Menschen festgenommen. Begonnen hatte es mit Forderungen, die kaum jemand für abwegig hält: bessere Schulen, mehr Lehrer, Preise und Mieten, die man bezahlen kann. Hunderttausende demonstrierten friedlich. Ein kleinerer Teil nutzte die Lage, um zu plündern und sich mit der Polizei zu schlagen. Aber warum?

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Randale im Namen von irgendwas

Marianne – Symbol der französischen Revolution und Republik. In Rathaus von Marseille wurde ihr Büste von Radalierern zerstört. Bild: Wikimedia

Jetzt wissen wir also, was „Free Palestine“ heißt. Es bedeutet, Geschäfte, kleine Läden und Kioske von ihrem Warenbestand zu „befreien“ und eine Stadt von ihrem historischen Rathaus; es beinhaltet, Polizisten, Sanitäter und Feuerwehrleute von ihrem Dienst zu „befreien“, indem man sie krankenhausreif prügelt.

Eine globale Intifada bedeutet, dass die ganze Welt davon erfasst wird; dass Paris, Mailand, Brüssel, London und andere Städte von Horden frommer Anhänger von irgendetwas (man darf es aufgrund der „Phobiephobie“, die viele Medien erfasst hat, nicht beim Namen nennen) überrollt werden. Das einzige Stadtzentrum, in dem es keine Horden maskierter Randalierer gibt, die kommunale, private und gewerbliche Infrastruktur zerstören, scheint Tel Aviv zu sein. Komisch das.

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Während Linke Schaum schlagen, werden Kinderehen vor ihren Augen gefeiert

Foto: World Vision

Kinderehen! Eigentlich hat Deutschland eine Verfassung, die solch einen Missbrauch von Mädchen verbietet.

Viele Menschen, die aus der weiten, meist islamischen Welt nach Deutschland kommen, bringen ihre Muttersprache mit, in der Begriffe wie Menschenwürde, Menschenrechte und Frauenrechte nicht einmal existieren. Sie haben keine Ahnung, dass das Grundgesetz ihres Zufluchtslandes solche Rechte schützt. Ihre Gebräuche der Unterdrückung wollen sie nicht aufgeben.

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Im Namen des Unrechts

Wenn die NS-Justiz auf ein bis heute bestrittenes Urteil trifft. Zwei Bücher über Verantwortung, Schuld und das eisige Schweigen danach.

Manche Bücher nimmt man nicht wegen ihres Umfangs ernst, sondern wegen der Frage, die sie stellen. Die beiden Erzählungen von Claus Copenhagen gehören dazu. „Das Postfach“ und „Florentin Hermann oder Die Klassenlesung“ sind schmale Bände, die man an einem Abend gelesen hat. Beide führen zu einer Frage, die in Deutschland nie ganz beantwortet worden ist: Wer trägt Verantwortung, wenn ein Urteil zu Unrecht wird? Und was geschieht mit denen, die danach damit leben müssen?

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Getrennt – vereint / vereint – getrennt

Die Loreley am Rhein, von Heinrich Heine besungen. Foto: Wikimedia

Von Heinrich Heine, der die deutsche Seele bis auf den Grund verstanden und auch durchschaut hatte, gibt es das 1844 geschriebene und gern zitierte Gedicht: “Denk ich an Deutschland in der Nacht / dann bin ich um den Schlaf gebracht / ich kann die Augen nicht mehr schließen / und meine heißen Tränen fließen…“

Das kommt mir zunehmend öfter in den Sinn, wenn ich das an allen politischen Fronten ideologieverblendete, planlose und bürgerfeindliche Gewurschtel dieses Parteienklüngels jetzt zur Kenntnis nehmen und ertragen muss. Dieses weltfremde und von daher sinnlose Gemache und Gerede weckt viele Erinnerungen…

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„Wer ´ne Mauer bauen kann, kann auch Handys verbieten!“ – Ein Plädoyer

Selbstgemalt – Öl, auf Leinwand, Selbstdruck

Mensch, was wir nicht alles können. Denken. Schreiben. Lesen. Malen. Musik. Kochen. Bauen. Lieben. Töten. Maschinen bauen. Mauern bauen. Leben retten. Kinder kriegen. Kriege führen. Ein wundersam-entzückendes Lebewesen Schmetterling nennen.

Wie geisteskrank muss eigentlich eine Gesellschaft gewesen sein bzw. deren Elite, eine Mauer um die Gesellschaft zu errichten, auf dass sich niemand aus der Freiluftirrenanstalt verpieseln kann – sonst Oberkörper- oder Kopfschuss. Je nach Trainingsstand des Mauerschützen.

Wir können also einiges. Alles im Sinne des Schönen, Guten und Wahren. Waren und sind wir nicht auch Exportweltmeister? Ja, die der Irrtümer, denn »Deutschland ist, als Heimat von Karl Marx, die grösste Exportnation für Irrtümer, die die Welt bewegten« (Sloterdijk).

Ein weiterer Irrtum ist, zu glauben, dass Kinder in »Selbstwirksamkeit« (ich ertrage dieses elende Pädagogengewäsch noch kaum) es lernten, sorgsam jene sogenannte Neue Welt des Digitalen zu entdecken.

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Das Produktions-Paradox der KI

Bild von Tung Nguyen auf Pixabay

Trotz des rasanten Einsatzes von Künstlicher Intelligenz vielen Unternehmen und obwohl deren Hersteller immense Zeitersparnisse versprechen, steigt die Arbeitsproduktivität kaum. Woran liegt das?

Seit Mitte der 1970er Jahre haben Unternehmen weltweit massiv in EDV und später in digitale Technologien investiert. Wirtschaftswissenschaftler in den USA wunderten sich jedoch über den offensichtlichen Mangel an messbaren Produktivitätszuwächsen im Industrie- und Dienstleistungssektor der OECD-Länder. Was sich nun offenbar wiederholt.

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Digitalität und Mündigkeit: Wenn selektive Empörung das Sagbare unsagbar macht

Bild von DeltaWorks auf Pixabay

Wenn man heute über digitale Freiheit spricht, geht es längst nicht mehr nur um Technik. Vor einigen Jahren hätte man dabei wahrscheinlich zuerst an Datenschutz, Verschlüsselung oder Überwachung gedacht, vielleicht auch an die großen Plattformen und die Macht der Konzerne. Heute geht es um etwas Grundsätzlicheres: Wie freie Gesellschaften unter Bedingungen permanenter Unsicherheit überhaupt noch offen bleiben können. Von Schoresch Davoodi und Babak Tubis, alternative Boardmembers bei Pirate Parties International.

Wir erleben eine historische, einmalige Kombination unterschiedlichster Krisen. Künstliche Intelligenz verändert die Struktur von Öffentlichkeit, Informationskriege destabilisieren Vertrauen und hybride Konflikte greifen Demokratien längst unterhalb der klassischen Kriegsschwelle an.  Gleichzeitig verändern geopolitische Spannungen unsere Energie-, Sicherheits- und Kommunikationsräume, während die digitale Beschleunigung all diese Entwicklungen zusätzlich verdichtet.

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Gesellschafts(ge)schichten

Screenshot WDR

Nun ist’s passiert. Die AfD stellt im Osten den ersten Landtagspräsidenten. Es gibt hunderte Berichte darüber. Es ist müßig, näher darauf einzugehen. Nun ist mir eine anschauenswerte Doku auf meinen Bildschirm gespült worden. Produziert vom WDR. Sie trägt den Titel »Tanz ums Tabu – Wem gehört das Stadtbild?«. (Link). (Die ersten Minuten spielen übrigens in der Stadt, in der ich lebe: Mönchengladbach.)

Spulen Sie bitte vor bis Minute 19:40, zu einer m. E. bemerkenswerten Aussage einer selbsterklärten Ausländerin. Sie lebt und arbeitet in Essen-Altenessen. Ihre Familie sei seit 50 Jahren hier, stamme aus der Türkei, allesamt klassische Arbeiterschicht. `Ne Nachtschicht stünde ihr bevor, welche bis 1 Uhr nachts gehe. Und der andere, der pennt bis 1 Uhr mittachs! Die deutsche Politik mache da keinen »Cut«. Sie sei eindeutig pro AfD.

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Deutsche Mitverantwortung für den 7. Oktober

Gedenkstätte für die Opfer des 7. Oktober 2023 auf dem Nova-Festival. Bild: Wikimedia

Seit Jahrzehnten finanziert Deutschland Hass und Terrorwahn in den Palästinensergebieten. Und lässt linke und arabische Propaganda gegen Israel zu.

Vesna Medić-Sorak, eine Bosnierin, die vor 30 Jahren wegen des Krieges in Bosnien nach Israel auswanderte, erzählte mir von ihrem Einleben in dem vollkommen unbekannten Land. Sie verließ ihre durch die serbische Bombardierung verwüstete Stadt Sarajevo. 1994 kaum in Israel gelandet, erlebte sie zwei Bombenattacken an einem Tag: die erste aus dem Libanon und die zweite aus einem der palästinensischen Gebiete.

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Der 7. Oktober und das Gift des Antisemitismus

Das Massaker der Hamas und der Gazakrieg haben das gesellschaftliche Klima gefährlich verändert. In Berlin müssen Grüne und SPD zeigen, ob jüdisches Leben noch geschützt wird.

Viele Bewohner der Kibbuzim im Süden Israels schliefen noch oder saßen beim Frühstück wie die Jugendlichen beim Nova-Festival, als das Grauen und über sie kam und Tausende Terroristen vor drei Jahren in ihre Siedlungen und das Festivalgelände eindrangen und 1200 Frauen, Kinder, Männer, Greise, selbst Babys und ganz Familien abschlachteten, vergewaltigten und 251 Menschen nach Gaza verschleppten. Das barbarischte Massaker an Jüdinnen und Juden seit der Shoa – von Muslime und Linken weltweit bis heute gefeiert, von vielen anderen vergessen oder verdrängt.

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