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Von Kisten zu Bytes: Die Globalisierung wird digital

Büroarbeit irgendwo auf der Welt. Bild von beasternchen auf Pixabay

Die Fabrik erlahmt, das Büro wandert: Der Ökonom Richard Baldwin beschreibt, wie sich die Weltwirtschaft von den Containern zu den Datenleitungen verlagert, und warum ausgerechnet Zeitzonen wichtiger werden als Kilometer.

Die Bilder, mit denen wir uns die Globalisierung vorstellen, sind von bemerkenswerter Schwere. Containerschiffe, die sich durch den Suezkanal schieben, Kräne in Rotterdam und Shanghai, Gabelstapler in endlosen Lagerhallen, Montagebänder in Shenzhen. Es sind Bilder aus Stahl und Diesel, und sie haben in den vergangenen Jahren eine zweite, düstere Ikonographie hervorgebracht: das quergestellte Schiff im Kanal, die leeren Regale der Pandemie, die Zollmauern einer neuen Handelspolitik.

Wer diesen Bildern folgt, gelangt rasch zu der Diagnose, die seit der Finanzkrise in Leitartikeln, Talkshows, aber auch in den Sozialwissenschaften gepflegt wird: Die Globalisierung sei an ihr Ende gekommen, der Rückzug ins Nationale, Regionale habe begonnen.

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