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Von Kisten zu Bytes: Die Globalisierung wird digital

Büroarbeit irgendwo auf der Welt. Bild von beasternchen auf Pixabay

Die Fabrik erlahmt, das Büro wandert: Der Ökonom Richard Baldwin beschreibt, wie sich die Weltwirtschaft von den Containern zu den Datenleitungen verlagert, und warum ausgerechnet Zeitzonen wichtiger werden als Kilometer.

Die Bilder, mit denen wir uns die Globalisierung vorstellen, sind von bemerkenswerter Schwere. Containerschiffe, die sich durch den Suezkanal schieben, Kräne in Rotterdam und Shanghai, Gabelstapler in endlosen Lagerhallen, Montagebänder in Shenzhen. Es sind Bilder aus Stahl und Diesel, und sie haben in den vergangenen Jahren eine zweite, düstere Ikonographie hervorgebracht: das quergestellte Schiff im Kanal, die leeren Regale der Pandemie, die Zollmauern einer neuen Handelspolitik.

Wer diesen Bildern folgt, gelangt rasch zu der Diagnose, die seit der Finanzkrise in Leitartikeln, Talkshows, aber auch in den Sozialwissenschaften gepflegt wird: Die Globalisierung sei an ihr Ende gekommen, der Rückzug ins Nationale, Regionale habe begonnen.

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Keine Auskunft unter dieser Nummer

Die analoge Ära geht unwiederbringlich zu Ende. Nun hat die Telekom die Telefonauskunft eingestellt. Für uns Ältere eine wehmütige Nachricht. Was aber machen die Menschen, die nicht vernetzt und digital fit sind?

In meinen sehr jungen Jahren war es ein beliebter Zeitvertreib, vom elterlichen Telefon (für Jüngere: ein schwarzes Ungetüm mit Wählscheibe, in das man einen Finger stecken musste, um sie zu drehen, was oft schief ging) die 110 oder 112 anzurufen und einen vermeintlichen Notfall durchzugeben. Was einen wohligen Nervenkitzel hervorrief und risikolos war, weil damals Anruf ja noch nicht zurückverfolgt werden konnten. Oder die 116 für die Zeitansage. Oder die 118 für die Telefonauskunft, um mit einer mehr oder weniger freundlichen „Dame vom Amt“ eine sinnlose Konversation zu betreiben. Was man so machte, wenn man nichts besseres zu tun hatte. Manchmal riefen wir auch Nachbarn an, um sie mit irgendwas zu erschrecken, und hofften, dass sie unsere Stimme nicht erkennen würden.

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Martin Schulz und der technologische Totalitarismus

Das Feuilleton der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ hat sich unter der Leitung Frank Schirrmachers zu einem monothematisch bestimmten Propaganda-Organ gegen einen angeblich drohenden „Technologischen Totalitarismus“ entwickelt. Was darunter zu verstehen ist, hat neulich Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlament und Kandidat für das Amt des Präsidenten der Europäischen Kommission, in einem Gastbeitrag dargelegt

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