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Klima im Wandel – Wie wir resilienter werden

©Hereon/ Bianca Seth_KI generated

 

 

 

 

 

 

Die allsommerlichen Hitzewellen und die zunehmende Trockenheit machen uns klar: Das Klima verändert sich. Was wir nicht verinnerlicht haben: Wir müssen uns mit ihm verändern. Al Gore, ehemaliger US-amerikanischer Präsidentschaftskandidat, prägte bereits 2007 den Satz: „Die Erde hat Fieber – und das Fieber steigt.“ Wir fiebern längst mit.

Forscher weisen seit Langem darauf hin: Zur „Mitigation“, also der Begrenzung und Abmilderung des Klimawandels – vor allem durch weniger CO₂-Emissionen – muss die „Adaption“ hinzukommen: die Anpassung an jene Folgen, die schon spürbar sind.

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Die Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen

Verschwimmende Zeit. Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Unser Zeitalter der künstlichen Intelligenz oder sogar der „Superintelligenz“ macht uns unmissverständlich klar, dass wir in einer Zeit des „Dazwischens“ leben.

Zu jedem Zeitpunkt ihrer Geschichte besteht eine Gesellschaft aus Schichtungen. Ihre Merkmale stammen aus verschiedenen Epochen und gehen auf unterschiedliche Generationen zurück. Diese Schichten lösen einander nicht ab. Sie bestehen nebeneinander, mischen sich und wirken aufeinander ein. Unterschiede zwischen ihnen schließen gemeinsame politische Ziele oder ein geteiltes Bewusstsein für soziale Probleme nicht aus.

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Die Family–App (FApp)

Optimierung ist das Maß aller Dinge. Effizienz über alles. Jeden Zufall ausschließen, falls möglich (obschon Zufall die andere Seite der »Nothwendigkeit« ist, laut Hegel).

Das wahrnehme ich als Vater. Ist das Kind da – oder die Kinder, wie in unserem Falle (zweieinhalb und in Bälde fünf Jahre alt) –, steigt man in eine neue Welt ein, die eigentlich eine alte ist: Kinderwelt und die Eltern. Nur ist es jetzt anders herum: Elternwelt.

Und die gegenwärtigen Miteltern scheinen es kollektiv mit dem Zufallsexklusionswunsch zu übertreiben: Entweder bin ich als recht mittelalter Mann (*1973) punktuell bereits abgestumpft, oder man nenne es abgebrüht, vielleicht auch gelassen. Denn das Verhalten, was kosmologisch-metakonstant Elternliebe lautet, und das ich tagtäglich auf dem Spielplatz oder im Einzugsbereich der KITA, der Schule und auch teils in den eigenen sieben Wänden wahrnehme, scheint nicht Liebe, sondern Wahn zu sein.

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Die Kultur als Geisel der Diversitätsideologie

Werbung für Diversität. Bild: Arienne Thuringer auf Pixabay

Lange Zeit hatte ich den Kontakt zu meinen Bekannten in jenen Institutionen verlorenn, in denen man die Kulturpolitik dieses Landes ideologisch kreiert und verbreitet. Ich dachte ich, es wäre sinnvoll, diese Menschen wieder anzusprechen – vielleicht brauchen sie mehr Informationen darüber, wie sich ihre Kulturpolitik an der Basis auswirkt. Ich forschte im Internet auf den Seiten von Akademien, Stiftungen, Kultureinrichtungen und Vereinen, wo meine Mitstreiter von damals angestellt oder freiberuflich engagiert waren.

Schnell konnte ich feststellen, dass sie sich gut angepasst haben – vielleicht aus Überzeugung, vielleicht, um ihre sicheren, gut bezahlten Jobs nicht zu verlieren. Als ein Beispiel nehme ich die Bundesakademie für Kulturelle Bildung, wo eine Bekannte von mir jetzt als Trainerin, Beraterin und Coach für Diversity und Antidiskriminierung fungiert. Vor einigen Jahren teilten wir noch dieselbe Meinung bezüglich der Lage von Mädchen und Frauen, sowohl in der islamischen Tradition als auch zwischen den Kulturen.

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Uf d’r Schwäb’sche Eisenbah‘

Dampflok auf der Schwäbischen Alp auf dem Weg nach Stuttgart. Bild: Staatsarchiv

Vor vielen Jahren habe ich ein Lied für meine Kabarettshow geschrieben, in Anlehnung an das bekannte Volkslied über die Langsamkeit der Züge in Schwaben (ähnliche Lieder gibt es auch in anderen Ländern). Ich ging davon aus, dass ich es nach der Eröffnung des brandneuen unterirdischen Hauptbahnhofs „Stuttgart 21“ aus dem Programm nehmen müsste. Was soll ich aber sagen? Er ist nach wie vor im Repertoire. Noch immer hochaktuell.

Der Text hat ein Mitglied der jüdischen Gemeinde Stuttgart für mich ins „echte Württembergische“ umgeschrieben vor, oh, so vielen Jahren…

„D’r Mehdorn sagt: ‚Ich brauche ein Loch,
wo die Milliarden hinne kroch –
bau einen Bahnhof tief und teuer,
mit Zustimmung von Herrn Ramsauer!‘“
Tunnel, Tunnel, Tunnel hier,
Tunnel, Tunnel, Tunnel da,
Baue ihn tief, das ist der Wahn,
Auf der schwäbischen Eisenbahn……“

und so weiter über viele Strophen hinweg.

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Blue Marble 2.0: Warum das nächste ikonische Bild der Erde mehr sein muss als eine Fotografie

Bild: Hereon

Als die Astronauten von Apollo 17 im Dezember 1972 die Erde fotografierten, entstand weit mehr als ein spektakuläres Bild. Das als Blue Marble bekannte Foto veränderte den Blick der Erdbevölkerung auf ihren Planeten. Zum ersten Mal sahen Milliarden Menschen die Erde, als das, was sie ist: ein kleiner, fragiler, begrenzter Lebensraum im weiten Dunkel des Alls.

Der Mensch selbst? Musste erkennen, wie winzig er war, frei nach dem Astronomen Carl Sagan: „Wir sind aus Sternenstaub gemacht.“

Besagtes Bild fiel in eine Zeit, in welcher auch der Club of Rome mit seinem Bericht „Die Grenzen des Wachstums“ die Frage nach der Zukunft unseres Planeten neu stellte.

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Welche Arbeit erledigt KI?

KI im Arbeitsleben. Bild: BMLEH

Wenn sich eine neue Technologie entwickelt, lassen sich in der Diskussion oft zwei Stränge beobachten: Protagonisten und Skeptiker greifen den anfänglichen Medienhype auf und verstärken den Kontrast zwischen Chancen und Risiken. Die Welle ebbt allmählich ab, wenn sich neuere Versionen des betreffenden Produkts in den Alltag der Nutzer integriert haben. 

Der Verlauf der Diskussion um ChatGPT fällt aus dem skizzierten Muster heraus: Zwar gab es bereits seit den 1970er Jahren eine permanente Diskussion über Gefahren und Risiken Künstlicher Intelligenz und über den Wegfall von Arbeitsplätzen und die schöpferische Zerstörung durch die Digitalisierung. Der Start von ChatGPT im November 2022 war jedoch neu und medial überraschend. Überraschend war dies vor allem aufgrund der unglaublich großen Trainingsmenge dieses lernenden Systems, die eine nicht abschätzbare Leistungsfähigkeit erzeugte.

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Der islamische Schock

Die muslimischen Terroristen hatten die Anschläge in Deutschland vorbereitet. Damaliges Fahndungsplakat des BKA

Bis zu den Anschlägen vom 11. September 2001 ignorierten die demokratischen Strukturen in Deutschland nicht nur die Probleme der Integration der Zugewanderten, sondern auch die Gefahr des islamistischen Terrorismus. Daran hat sich bis heute wenig geändert.

Durch die Anschläge wurde Deutschland mit der Tatsache konfrontiert, dass die Täter, alles junge Männer aus islamischen Ländern, ihre mörderischen Aktionen auf dem deutschen Boden geplant und vorbereitet hatten. Augenblicklich wurde die deutsche Gesellschaft wach, die Medien stürzten sich auf das Thema. An der Basis aber, dort, wo ich mich bewegte, sowohl seitens der Deutschen als auch der Zugewanderten, nicht selten auch in den akademischen Kreisen, konnte man sogar Schadenfreude spüren: »Die Amis haben es verdient!«.

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Aus dem Wörterbuch des Alltagsmenschen: »Norm/normal«

KI-generiert

»Farben und Klänge gibt es in der Natur, Worte nicht« (Benn). Dazu hier in unregelmäßigen Abständen Gedanken zu deutschen Begriffen und Wörtern, gelegentlich auch Sprichwörtern. Streng unwissenschaftlich, um »auf ernsthafte Weise unernst zu sein« (Mohler).

Nach dem Begriff »Rechte« möchte ich die Reihe fortsetzen mit »Norm/normal« – sind ja artverwandt.

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Warum eine Klarnamenspflicht mehr schadet als nutzt

Immer wieder wird behauptet, eine Klarnamenspflicht im Internet würde „Hass und Hetze“ beheben oder wenigstens eindämmen. Alan Posener hat diese Forderung schon vor Jahren in die Formel vom digitalen Vermummungsverbot gegossen: Wer sein Gesicht im Netz verdeckt, führe etwas Übles im Schilde; Pseudonyme seien eine Burka der Feigheit. [1]

Der Gedanke ist rhetorisch wirksam. Er ist trotzdem ein Trugschluss. Eine Klarnamenspflicht würde am Ende genau jene Menschen gefährden, die sich Tyrannen entgegenstellen – und sie würde den Diskurs in offenen Gesellschaften nicht zivilisieren, sondern verengen.

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Über Stehtreppen, Auf- und Abzüge der Bahn

Im Berliner Hauptbahnhof sind häufig mehr als die Hälfte der Rolltreppen außer Betrieb

Laut den neuesten F.E.*.Statistiken gibt es in Deutschland 2.376 Bahnhöfe mit einem oder mehreren Aufzügen – insgesamt 4.221 –, von denen derzeit 2.082 betriebsbereit sind, also weniger als die Hälfte, sowie 5.256 Bahnhöfe und Haltestellen mit insgesamt 9.334 Rolltreppen (sowohl Auf- als auch Abwärtsrolltreppen), einschließlich der S-Bahn; davon sind 4.207 betriebsbereit, ebf. weniger als die Hälfte. Die anderen sind Stehtreppen.

Das bedeutet, dass für alle potenziellen Fahrgäste mit körperlichen Behinderungen, für Personen, die Gehhilfen, Rollstühle, Kinderwagen und Buggys nutzen, sowie für Personen mit schwerem Gepäck etwa die Hälfte der Bahnsteige im deutschen Eisenbahnnetz unzugänglich oder kaum zugänglich ist. Es nützt nichts, wenn die Züge (doch) pünktlich fahren und die Bahnsteighöhe sogar zu den Türen passt, wenn man den Bahnsteig nicht erreichen kann.

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