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„Wer ´ne Mauer bauen kann, kann auch Handys verbieten!“ – Ein Plädoyer

Selbstgemalt – Öl, auf Leinwand, Selbstdruck

Mensch, was wir nicht alles können. Denken. Schreiben. Lesen. Malen. Musik. Kochen. Bauen. Lieben. Töten. Maschinen bauen. Mauern bauen. Leben retten. Kinder kriegen. Kriege führen. Ein wundersam-entzückendes Lebewesen Schmetterling nennen.

Wie geisteskrank muss eigentlich eine Gesellschaft gewesen sein bzw. deren Elite, eine Mauer um die Gesellschaft zu errichten, auf dass sich niemand aus der Freiluftirrenanstalt verpieseln kann – sonst Oberkörper- oder Kopfschuss. Je nach Trainingsstand des Mauerschützen.

Wir können also einiges. Alles im Sinne des Schönen, Guten und Wahren. Waren und sind wir nicht auch Exportweltmeister? Ja, die der Irrtümer, denn »Deutschland ist, als Heimat von Karl Marx, die grösste Exportnation für Irrtümer, die die Welt bewegten« (Sloterdijk).

Ein weiterer Irrtum ist, zu glauben, dass Kinder in »Selbstwirksamkeit« (ich ertrage dieses elende Pädagogengewäsch noch kaum) es lernten, sorgsam jene sogenannte Neue Welt des Digitalen zu entdecken.

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Mit dem Wischen wächst der Zerfall

Auf dem Touchscreen swipen. Die apolitischste Bewegung der Gegenwart. Man berührt als Homo tapiens einen Bildschirm mit einem Finger – oder mehreren, je nach Erfordernis, Geschick oder Unbeholfenheit oder in einem Mix aus allem. Sofort passiert dann was. Egal was. Wichtig: sofort. Jetzt. Kein Zögern. Satisfaktionstsunami(s). Verwirklichte Utopie. Alles. Für mich. Auf mich zugeschnitten. 24/7 – jederzeit b(e)reit.

Maschinen erleichtern das Leben. Immens. Großartig. Die Industrielle R/Evolution kompensierte die schwächliche Menschen-Physis eingedenk vorangegangener bärenstarker Menschen-Geistesarbeit, überhaupt Maschine X zu konstruieren.

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