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Gesellschafts(ge)schichten

Screenshot WDR

Nun ist’s passiert. Die AfD stellt im Osten den ersten Landtagspräsidenten. Es gibt hunderte Berichte darüber. Es ist müßig, näher darauf einzugehen. Nun ist mir eine anschauenswerte Doku auf meinen Bildschirm gespült worden. Produziert vom WDR. Sie trägt den Titel »Tanz ums Tabu – Wem gehört das Stadtbild?«. (Link). (Die ersten Minuten spielen übrigens in der Stadt, in der ich lebe: Mönchengladbach.)

Spulen Sie bitte vor bis Minute 19:40, zu einer m. E. bemerkenswerten Aussage einer selbsterklärten Ausländerin. Sie lebt und arbeitet in Essen-Altenessen. Ihre Familie sei seit 50 Jahren hier, stamme aus der Türkei, allesamt klassische Arbeiterschicht. `Ne Nachtschicht stünde ihr bevor, welche bis 1 Uhr nachts gehe. Und der andere, der pennt bis 1 Uhr mittachs! Die deutsche Politik mache da keinen »Cut«. Sie sei eindeutig pro AfD.

Na, wat is da denn da los?

Bevor die Dame ihr Herz ausschüttet, blendet das Erste (Min. 18:53) – eigentlich ein kleines Wunder, dass die die Frau nicht zensiert haben – folgende Statistiken ein, siehe Bilder.

Screenshot WDR
Screenshot WDR

 

Aus den Zahlen möge jeder seine eigenen Schlüsse ziehen. Sind halt Fakten, die Folgen haben.

Tja. Das ist Deutschland in 2026. Immigrierte Ausländer wählen eine Partei, die  – ich möchte es nicht anders sagen – in Teilen rechtsextrem ist und demnach gegen Ausländer ist oder sein sollte. Und eine Ausländerin, wahrscheinlich nicht die einzige, ist für sie.

Nebenbei: Ist man eigentlich, wenn man rechtsextrem ist, automatisch gegen Ausländer? Können Linke axiomatisch nicht gegen Ausländer sein? Was heißt das eigentlich: gegen Ausländer sein? Sind Linke, oder besser Linksextreme, folglich für Ausländer?

Wie dem auch sei: Diese Dame der klassischen Eingewanderten-Arbeiterklasse, die hat offenbar eine starke Meinung.

Welche haben Sie dazu, werte Leserschaft?

 

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