
In Frankreich brennt es wieder. Die Erklärungen sind vertraut: Armut, Ausgrenzung, Perspektivlosigkeit. Doch wie viel Verantwortung bleibt dem Einzelnen, wenn seine Lebensverhältnisse alles erklären und entschuldigen sollen?
In Limoges brannte das Rathaus. In Paris wurden Geschäfte geplündert und Autos angezündet, mehr als 2.000 Menschen festgenommen. Begonnen hatte es mit Forderungen, die kaum jemand für abwegig hält: bessere Schulen, mehr Lehrer, Preise und Mieten, die man bezahlen kann. Hunderttausende demonstrierten friedlich. Ein kleinerer Teil nutzte die Lage, um zu plündern und sich mit der Polizei zu schlagen. Aber warum?