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Die ach so bequeme Brandmauer

Echte Brandmauer. Foto: pixabay

Kein Tag vergeht ohne Meldungen zur AfD und ihren Erfolgen. Die Brandmauer bröckelt. Umso entschlossener ahnden selbsternannte Wächter jede tatsächliche oder vermeintliche Verletzung der einst von der Union ausgerufenen Abgrenzung von der teils rechtsextremen Partei und wähnen sich dabei auf der richtigen Seite der Geschichte.

Vielen gilt schon eine Diskussion mit der AfD als Verletzung des Tabus Ein Streitgespräch wie das zwischen Albrecht von Lucke und Beatrix von Storch bei „Maischberger“ über das Wahlprogramm der AFD für Sachsen-Anhalt ist in deutschen Medien eine absolute Ausnahme. So schützt die Brandmauer eher die AfD vor fundierter Kritik als die Gesellschaft vor Extremisten. In ihrem Windschatten erreicht die Partei in Wahlen und Meinungsumfragen bislang nicht gekannte Höhen. Weiterlesen

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Blindheit, die nicht vergeht

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Nachdem die „Zeit“ ihre digitale Reichweite durch einen Zugang zur Mitgliederkartei der NSDAP massiv steigern konnte, hat nun der „Spiegel“ mit mehrmonatiger Verspätung nachgezogen. Nun kann jeder selbst prüfen, ob Opi oder Uroma Nazi war.

Vor 45 Jahren drang mit der US-Serie „Holocaust“ die über Jahrzehnte verdrängte industrielle Vernichtung der Juden in die deutschen Wohnzimmer hinein. Es wird sich zeigen, ob der Zugang zu den Karteikarten einen ähnlichen Erkenntnisschub wie die Hollywood-Serie Anfang der 1980er-Jahre in Deutschland auslöst oder doch nur ein familiäres Hütchenspiel bleibt.

Denn selbst wer wie Historiker einzelne Buchstaben im Register erklären kann, erhält nur einen begrenzten Blick auf den einzelnen Menschen. Zur Jahreswende sind zwei Bücher erschienen, die eindringlich die Geschichten hinter den Karteikarten aufblättern. Weiterlesen

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