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Die letzten Punk-Patrone der Demokratie: Die Toten Hosen treten ab

Ich habe den Toten Hosen den Punk nie so ganz geglaubt. Was daran liegen mag, dass ich sie erst im Jahr 2000 zum ersten Mal live erlebt habe. Okay, ich gebe zu: Jahre zuvor war das noch anders. Ich besaß ein Tour-T-Shirt der Band mit der poetischen Aufschrift „Ficken Bumsen Blasen“. Das ich aber nicht tragen konnte, weil mir ein anderes mit der Aufschrift „Bier formte diesen wunderschönen Körper“ viel besser passte.

2000 also hatte ich sie als eine routinierte Stadionrock-Band empfunden und sie in meiner Rezension schnöde abgekanzelt: „Und so rumpelt es in einem fort, in schnöder Bierseligkeit bis zur bitteren Unsterblichkeit. Kein Punk. Vielleicht Volksrock. Früher hätte man mit der daraus destillierten Energie Häuser besetzen lassen. Ach was, ganze Straßenzüge. Aber heute?“

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Keine Macht der AfD

Reden wir nicht über die Brandmauer – reden wir über das Feuer. Eine Replik

Franz Sommerfeld hat hier in diesem Blog gegen die „ach so bequeme Brandmauer“ geschrieben. Er meint, sie stehe einer politischen Auseinandersetzung mit der AfD entgegen. Deshalb, so muss man wohl folgern, solle darauf verzichtet werden. Diese Auffassung teile ich nicht.

Die Brandmauer, also das Verbot einer politischen Zusammenarbeit mit der AfD, soll sie von der Macht fernhalten. Einer politischen Auseinandersetzung mit der AfD steht sie nicht im Weg. Im Gegenteil. Wer weiß, wie lange eine politische Bekämpfung der AfD noch möglich wäre, sollte sie in Deutschland an die Macht kommen. Weiterlesen

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Die ach so bequeme Brandmauer

Echte Brandmauer. Foto: pixabay

Kein Tag vergeht ohne Meldungen zur AfD und ihren Erfolgen. Die Brandmauer bröckelt. Umso entschlossener ahnden selbsternannte Wächter jede tatsächliche oder vermeintliche Verletzung der einst von der Union ausgerufenen Abgrenzung von der teils rechtsextremen Partei und wähnen sich dabei auf der richtigen Seite der Geschichte.

Vielen gilt schon eine Diskussion mit der AfD als Verletzung des Tabus Ein Streitgespräch wie das zwischen Albrecht von Lucke und Beatrix von Storch bei „Maischberger“ über das Wahlprogramm der AFD für Sachsen-Anhalt ist in deutschen Medien eine absolute Ausnahme. So schützt die Brandmauer eher die AfD vor fundierter Kritik als die Gesellschaft vor Extremisten. In ihrem Windschatten erreicht die Partei in Wahlen und Meinungsumfragen bislang nicht gekannte Höhen. Weiterlesen

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Biedere Argumente gegen die Brandstifter

Dukle Schatten: Parteilogo der AfD

Die AfD ist eine Gefahr, ohne Zweifel. Aber wo bleibt die Selbstkritik der selbsternannten „guten Demokraten“? Die Haltung, man selbst stehe auf der richtigen Seite, während die anderen als die Schlechten oder Nazis abgestempelt werden, wirkt allzu einfach und bequem.

Der Autor Christian Nürnberger argumentiert wie andere Linke, die Migration sei stark gesunken, trotzdem stehe die AfD im Osten bei 40 Prozent. Das widerlege die Behauptung, man müsse nur eine ausländerfeindlichere Politik machen, dann würden die Wähler in die demokratische Mitte zurückkehren. Allein mit dem Hinweis, dass die Nettozuwanderung gesunken sei, lässt sich die Debatte jedoch nicht angemessen beantworten. Was ist mit den zahlreichen Problemfällen, die bereits im Land sind? Warum fällt es uns so schwer, über ausländischen Extremismus und Kriminalität offen zu sprechen? Warum wird die Zuwanderung in die Sozialsysteme häufig ausgeblendet? Wo bleiben die überzeugenden Antworten der etablierten Parteien?

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Tanz auf Pulverfässern

Die aus Bosnien stammende Autorin Safeta Objodjas lebt seit 1992 in Deutschland

Ich kann nicht begreifen, warum so viele Deutsche so fahrlässig mit der Zukunft ihres Landes umgehen. Europa balkanisiert sich – und Deutschland steckt mittendrin!

Die Osmanen machten sich 1878 auf dem Balkan aus dem Staub; zurück blieb diese Halbinsel, besonders Ex-Jugoslawien, als Pulverfass Europas. Mehrere Nationalitäten mit unterschiedlichen Religionen – katholisch, orthodox, islamisch – prallten aufeinander. Es ist schwer zu zählen, in wie vielen Kriegen sie sich gegenseitig massakrierten. Der Zweite Weltkrieg war der schlimmste, zumal so viele mit den Faschisten aus Europa kollaborierten und Juden vernichteten. Weiterlesen

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Die Lust des Lehrers: Sting und „Don’t Stand So Close to Me“

Bild generiert von ChatGTP nach Prompts von A.P.

Der Musiker Gordon Sumner hat ein gewisses Händchen für Texte, die doppeldeutig sind, ohne hintersinnig zu sein. Schon sein Pseudonym “Sting” bedeutet einerseits Stachel, Stich, aber auch Betrug, Falle. Was dann doch widerwillig hintersinnig sein könnte.

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Demokratiefeinde im TV? Das muss nicht sein

Ich bekenne mich schuldig. Ich habe den Meinungskorridor massiv verengt. Schon lange bevor dieser Kampfbegriff überhaupt die Runde machte. Was war geschehen? Es war in den 90er Jahren, die rechtsextremen Republikaner hatten gerade einen erschreckenden Höhenflug in Baden-Württemberg. Ich war verantwortlich für die Wahlsendung eines regionalen Privatsenders.

Nun also ein hohes Ergebnis für die braune Partei in Pforzheim. Aus dem dortigen Studio meldet sich die Marketing-Abteilung: Der örtliche Republikaner-Chef müsse unbedingt mit einem wichtigen Statement auf Sendung. Und noch wichtiger: Er sei auch ein wichtiger Werbekunde.

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Das Liberale wird zerquetscht

Weg der Mitte? Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Die FDP versucht ihre Wiederauferstehung. Mit Kubicki wird das aber kaum gelingen. Seine Wahl ist Ausweis der Verzweiflung und belegt, dass Populismus und Oberflächlichkeit auch die Mitte erfasst hat. Eine bürgerliche Antwort auf den zunehmenden Extremismus fehlt.

Die Delegierten des FDP-Parteitags hatten überraschend doch eine Wahl. Kurz vor der Abstimmung erklärte die Europa- und Verteidigungspolitikerin Strack-Zimmermann sich zur Gegenkandidatur bereit. Gewählt wurde Kubicki – mit nur knapp 60 Prozent:  Beleg der Unzufriedenheit vieler in der Partei mit seinem weitgehend inhaltsleeren Kurs, der sich im Wesentlichen darauf beschränkt, dass er eine medienbekannte alte Knallcharge ist. Um die Partei wieder zur politischen Bedeutung, ins Parlament, gar irgendwann wieder in eine Regierung zu führen, wird das nicht reichen. Weiterlesen

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