Foto von Thomas Steffan – Own work, CC BY-SA 3.0 (Wikimedia Commons)
Wolfgang Schäfers schönes Stück über „Bohemian Rhapsody“ ließ mich aufhorchen, weil es kein Wort über den Text verliert. Das ist natürlich legitim. Der Song hat Anklänge an die italienische Oper, und bei der Oper ist es das Libretto oft, wenn nicht immer, im Verhältnis zur Musik untergeordnet, ist selten verständlich und häufig peinlich.
Die Popband Queen in den 1970er Jahren. Foto: Christopher Hopper / Elektra Records, via Wikimedia Commons
Gibt es den perfekten Popsong? Nein, möchte man antworten – was ist schon perfekt. Selbst der brillanteste Song bedingt immer die Zeit, in der er entsteht und angenommen wird. Stücken, die aus der Zeit fallen, gelingt die musikalische Superlative eher selten. Wenn es dennoch so etwas gibt, dann „Bohemian Rhapsody“ von Queen. Sein Schöpfer: Freddie Mercury, einet der begabtesten Sänger der Popmusik des 20. Jahrhunderts.
Ende Februar und Anfang März habe ich in diesem Blog mein dreiteiliges Panorama der Sechziger Jahre veröffentlicht. Darin wurden historische Geschehnisse und Anekdoten in kurzen Absätzen aneinandergereiht. Derzeit schreibe ich an einer Fortsetzung über die Siebziger Jahre.
Daraus vorab ein Blick auf den 31. Oktober 1975. Weltweit erscheint an diesem Tag ein Song, der alle bisherigen Maßstäbe sprengt – „Bohemian Rhapsody“.
Dass es ganz oben einsam wird, ist ein Gemeinplatz. Es verwundert also nicht, dass es mehrere Songs mit dem Titel „Lonely At the Top“ gibt. Aber warum ist es oben einsam? Alle lieben dich, alle wollen dein Freund sein. Doch für den Rapper Chamillionaire ist das gerade das Problem: „Du hast viel Zeit zum Nachdenken / Für dich allein / Weil du keine Lust hast / Dich abzugeben mit Leuten, die dir ein Messer in den Rücken jagen / Dich abzugeben mit Leuten, die niedrige Beweggründe haben / Die du gar nicht bemerkst / Die immer die Hand aufhalten und dich um Geld anbetteln, / als würdest du ihnen die Welt schulden, verstehst du, was ich meine?“