Die Kunstbiennale Manifesta 16 füllt profanierte Gotteshäuser im Pott mit neuem Leben, Soundscapes und radikalen Installationen. Eine Spurensuche zwischen verblasstem Glanz und der Chance auf ein neues gesellschaftliches Miteinander.
Der Ückendorfer Hof hat schon lange zu. Müde erinnert seine Fassade an den Ehrgeiz vergangener Zeiten. Der Stuck zitiert Ornamente der Gotik. Doch ist der Stuck vor Staub dunkelgrau, die heruntergelassene Rolljalousie zur Eingangstür demoliert. Das Schicksal der Gelsenkirchener Kultgaststätte war geknüpft an die Arbeit in den Zechen, an die „Kathedralen der Arbeit“, wie der Kunsthistoriker Karl Scheffler die Monumentalbauten der Schwerindustrie nannte. Mit dem Ende des Bergbaus ging auch im Ückendorfer Hof das Licht aus. Das Gebäude verfällt.




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