
Bild: Bodo Walther
Ein beeindruckender Film. Gemacht von Jamie Coughlin Silverman und Gabriel Silverman.
„Zum ersten Mal stehen ein Stasi-Opfer und ein Stasi-Täter gemeinsam vor der Kamera!“ So preist die unvermeidliche sächsische Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (im Bild oben) das 94 Minuten lange Werk an.
Richtig daran ist: Den vormaligen Generalmajor des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR, den Heinz Engelhardt so vor die Kamera zu bringen, das könnte kein deutscher Aufarbeiter. Schon auf das Narrativ vom „Stasi-Opfer und Stasi-Täter“ würde sich ein vormaliger Stasi-General nicht einlassen.
Das Ministerium für Staatssicherheit der DDR, sollte man wissen, hat außerhalb Deutschlands keineswegs nur den Ruf des verruchten, weil perfekten Unterdrückungsapparates. Es hat auch den Ruf, perfekt gewesen zu sein. Und perfekte Geheimdienste haben durchaus ihre Fans. In den USA, in Großbritannien und in Israel. Das wissen schließlich auch MfS-ler. Weiterlesen





