What are the hallmarks of a conspiracy theory? A shadowy group of anonymous people who are said to wield enormous influence behind the scenes. By this token, the left-wing Israeli academic Ofri Ilany has just added a new conspiracy theory to the list. According to a piece Ilany wrote for “Haaretz”, a group calling themselves “Antideutsche” has hijacked German public opinion on Israel. Listen:
Alan Posener
Axel Meyer, die Barsche und die Gender-Debatte
Ich traf Axel Meyer im Juli 2008 am Wissenschaftskolleg Berlin. Der nicht unumstrittene Evolutionsbiologe hatte mir ein Exemplar seines Buchs „Evolution ist überall“ geschickt mit dem Hinweis, er habe „mein Interesse an der Evolutionsbiologie bemerkt“ und „meine Kolumnen in der WELT mit Gewinn“ gelesen. Wir unterhielten uns über allerlei, so über Meyers Spezialgebiet, die Evolution der Barsche in Afrika. Kurzum: Er war und ist mir sympathisch. Umso irritierender ist es, wenn er von Dingen redet, die er nicht ausreichend versteht, und dabei apodiktische Feststellungen von fragwürdiger Gültigkeit trifft.
Micha Brumliks Mäßigung
Micha Brumlik plädiert im Umgang mit dem Jüdischen Museum für „Mäßigung“. Er sollte das zuallererst selbst beherzigen.
Fritz Vahrenholt flunkert
Als sich die Deutsche Wildtier Stiftung beschloss, sich von ihrem langjährigen und verdienstvollen Vorsitzenden Fritz Vahrenholt zu trennen, war die Aufregung in bestimmten Kreisen groß. „Klimarealist kann Jobverlust bringen!“ hieß es etwa auf der Website von EIKE, der wichtigsten Organisation derjenigen, die einen menschengemachtem Klimawandel – oder dessen Ausmaße – bestreiten.
Bruce Gilley und die AfD
Jeder kennt die Szene aus „Leben des Brian“, wo die „Volksfront von Judäa“ (VVJ – nicht zu verwechseln mit der „Judäischen Volksfront“ oder der „Volksfront zur Befreiung Judäas“) einen Anschlag auf die römischen Imperialisten plant:
„Sie haben uns weiß geblutet, die Schweine“, sagt ihr Anführer. „Was haben sie je als Gegenleistung erbracht, frage ich?“ Da hagelt es aus den Reihen der Revolutionäre Antworten: Wasserversorgung, sanitäre Einrichtungen, Straßen, medizinische Versorgung, öffentliche Bäder, Schulen, Sicherheit und Ordnung, Frieden.
Kritik der reinen Toleranz
Ich freue mich über jeden und jede, die für die offene Gesellschaft und die Meinungsfreiheit eintritt. Sie ist bei uns in keinem guten Zustand. Deshalb hat Harald Stollmeier Recht, wenn er dafür eintritt, Karl Poppers offene Gesellschaft zu bewahren und festhält: „Wir müssen bloß begreifen, dass wir sie für die Anderen zu bewahren haben. Für uns selbst bewahren wir sie automatisch mit.“ Und doch hat Popper selbst einen entscheidenden Vorbehalt gegen die Freiheit für die Andersdenkenden formuliert, auf den Stollmeier nicht eingeht. Der ist aber wichtig.
Dem Volke dienen
Die intellektuellen Anführer der Rechtspopulisten halten sich für Individualisten, die sich tapfer dem Mainstream widersetzen. Wie 68, nur eben rechts. In Wirklichkeit ist der Wunsch, endlich ihren Individualismus und Intellektualismus loszuwerden und im breiten Strom der Masse mit zu schwimmen, ein viel stärkerer Antrieb. Wie das ja auch bei den Nachfolgern der 68er, den K-Gruppen der Fall war. Und nicht nur bei ihnen.
Der Reformator spricht
Der Arzt Klaus Eikemeier ist ausweislich seiner Webseite ein besonderer Mensch. Er ist auch ausweislich derselben Webseite ein Antisemit, ich korrigiere mich: Jemand, der hin und wieder Antisemitisches postet. Wie das Bild, das diesen Artikel schmückt. Und nicht nur das: An Familie, Freunde und Vertraute hat der Mann, der für die „Herstellung einer neuen Weltordnung“ streitet, ein antisemitisches Machwerk verschickt, dessen wesentliche Aussagen ich hier dokumentiere.
Die Gotik, das Deutsche und der Opportunismus
Gelegentlich blättere ich gern in alten Büchern. Man lernt fast immer mehr als beim Surfen im Internet. So zum Beispiel über die Gotik, das Identitäre und die wundersame Wandlung eines Nazi-Akademikers.
Etwas ist faul
Das Feuer im Londoner Wohnblock Grenfell Tower kostete 72 Menschen das Leben. Der Turm, in dem viele arme Menschen lebten, ist im Besitz des Bezirks Kensington und Chelsea, der es unterließ, die längst als feuergefährlich erkannte Außenverkleidung des Wohnblocks zu ersetzen. Als die Feuerwehr eintraf, gab sie in Unkenntnis dieser Gefahr den Bewohnern der oberen Stockwerke den falschen Rat, in ihren Wohnungen zu bleiben, wo viele Opfer der Flammen wurden.
Republik der Missgunst
30 Jahre nach dem Mauerfall glaubt weniger als die Hälfte der Deutschen, dass die Wiedervereinigung Vorteile für das Land gebracht habe. Das ist eines der vielen deprimierenden Ergebnisse einer Umfrage von YouGov und des Sinus-Instituts. Umfragen sind zwar mit Vorsicht zu genießen, aber es wäre andererseits erstaunlich, wenn die deutsche Neigung zu Nörgelei und Selbstmitleid nicht auch das unverhoffte Glück von 1989 irgendwann eingeholt hätte.