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Wann erkennen die Linken-Wähler endlich ihren Irrtum?

Frontalkollision mit der Realtität: Elif Eralp 
Foto: Roy Zuo/CC BY-SA 4.0 

Elif Eralp fürchtet sich ausgerechnet vor einem extremistischen Milieu, zu dem Teile ihrer eigenen Partei beste Kontakte pflegen. Es wäre an der Zeit gewesen, die eigenen Versäumnisse und Fehler bei der Wahlentscheidung in Berlin aufzuarbeiten. Aber die Anhänger der Linken tun es nicht. Was muss noch passieren, damit sie wenigstens ein bisschen ins Grübeln kommen?

Umdeutung. Abschwächung. Ablenkung. Die Linken-Fans versuchen verzweifelt alles, um vom eigentlichen Problem abzulenken. Nach dem Spiegel-Artikel über die Möchtegern-Bürgermeisterin Elif Eralp müsste eigentlich dem Letzten klar geworden sein, dass ihre Partei keinerlei Regierungsverantwortung übernehmen darf. Frontalkollision mit der Realität. Aber selbst in dieser glasklaren Lage, wird alles diskutiert – nur nicht das wirkliche Problem.

Der Sound von links geht jetzt ungefähr so: Frau Eralp wird jetzt auseinandergenommen, weil sie eine Frau ist. Klar. Weil man Angst vor Sozialismus hat. Weil Elif Eralp einen Migrationshintergrund hat. Weil der Spiegel journalistische Regeln gebrochen hat. Rassismus! Sexismus! Faschismus! Rechte Verschwörung! Irgendwas mit Springerpresse! Die bewährten und durchaus erfolgreichen Nicht-Argumente werden in die Schlacht geworfen. Nur der wirkliche Kern nicht.

Wie viele Tassen haben Grüne und SPD noch im Schrank?

Mit Elif Eralp hätte ein verlängerter Arm der Hamas im Berliner Rathaus regiert. Frau Eralp hätte auch nach dem Willen der Islamisten in Neukölln gehandelt. Aus Angst. Vielleicht sogar aus Überzeugung. Wenn SPD und Grüne noch einigermaßen viele Tassen im Schrank haben, sollte diese Gefahr gebannt sein. Oder? Viele haben schon vor der Wahl genau davor gewarnt. Es wurde nicht auf sie gehört.

Wie soll eine Regierende Bürgermeisterin, die von Leuten aus der militanten Islamisten-Ecke unter Druck gesetzt wird, eine Weltstadt regieren? Wie soll sie die jüdischen Menschen in Berlin schützen, wenn Teile ihrer Partei mit Judenhassern im Bett liegen und ganz dringend über das Existenzrecht Israels verhandeln wollen?

Eralp und die Linken sind mit einer ganz bewussten Appeasement- und Umarmungs-Politik gegenüber den Judenhassern und einem islamistsich geprägten Milieu in die Wahl gegangen. Für ein paar Stimmen mehr. Das Kalkül ist aufgegangen. Aber jetzt fährt der Schreck in die Glieder von Frau Eralp. Die Geister, die sie rief, stehen jetzt. am Tisch und wollen ihre Belohnung.

Heimlich mit Neuköllner Szene auf einer Linie?

Teile der Linken würden Israel gerne verschwinden sehen. Und die Juden in Berlin gleich dazu. Genau wie Teile der Szene, die sie mit dieser Einstellung angezogen haben. Dass das selbst nach den Offenbarungen im Spiegel von vielen Links-Wählern immer noch nicht ernst genommen wird, ist eigentlich unerklärlich. Es sei denn, sie sind insgeheim mit den Islamisten in Neukölln auf einer Linie.

Es handelt sich bei der Linken in Berlin eben nicht um eine Partei, die ein paar Register sozialistischer als die SPD ist. Es sind in Teilen beinharte Ideologen, die mit brutalen und militanten Terroristen verbandelt sind. Und Ideologie lässt auch Gewaltfantasien und Hass gelten, wenn es nur der eigenen Ideologie nützt. Das bekommt jetzt auch Elif Eralp zu spüren. Was muss noch passieren, um das zu erkennen?

Frank Schmiechen ist Journalist und Musiker. Er startete als Reporter bei der Bergedorfer Zeitung, war später unter anderem Stellv. Chefredakteur der WELT und Chefredakteur des Online-Mediums Gründerszene.

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