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„Wir müssen die muslimischen Frauen vom Kopftuch befreien“

Lebt seit 1992 in Deutschland: die Schriftstellerin Safeta Obhodjas. Foto: privat

Die aus Bosnien stammende Autorin Safeta Obhodjas spricht über Gewalt muslimischer Männer gegen Frauen, Verhüllungszwang, den Einfluss der sozialen Medien, die Rolle der Linken, und warum kritische Musliminnen wie sie vom Kulturbetrieb ausgegrenzt werden

Sie sind während des Bosnienkriegs vor den Serben nach Deutschland geflohen. Hier werden sie als liberale Muslimin sowohl von Islamgegnern wie von radikalen Muslimen angefeindet. Wie verkraften sie das?

Safeta Obhodjas: Wenn sie mich angreifen und bedrohen, Frauen übrigens viel häufiger als Männer, versuche ich einen Dialog oder eine Konfrontation. Wenn das nicht geht, ziehe ich mich zurück. Aus allem, was ich erlebe, mache ich meine Literatur. Ich habe keinen anderen Ausweg.

Was wirft man Ihnen vor?

Obhodjas: Muslime sagen, ich würde sie beleidigen. Und nun werde ich auch noch beschuldigt, eine Verräterin und Zionistin zu sein, weil ich das Massaker an Israelis vom 7. Oktober 2023 verurteilt habe und mehr auf der Seite von Israel stehe. Das verzeihen mir meine Leute auf dem Balkan nicht. Und auch viele Linke hier nicht.

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Was die deutsche Politik von Donald Trump lernen kann

Deutschland ist richtig gut darin, den US-Präsident als das Böse zu markieren. Ansonsten schon bald in nichts mehr, wenn wir nicht aufpassen. Bild von kirill_makes_pics auf Pixabay

Spielräume schaffen. Das kann der amerikanische Präsident. Man wacht morgens auf und liest, dass sich die USA von der Klimapolitik verabschieden. Einfach so. Egal, wie man inhaltlich zur Politik von Donald Trump steht – in der deutschen Politiklandschaft kann das niemand. In Berlin können wir nicht mal Salz auf die glatten Straßen streuen, wenn der Winter kommt. In Deutschland wird vor allem abgewickelt, fantasielos vollzogen und argwöhnisch auf Leute geschaut, die das entschlossene Handeln noch nicht verlernt haben. 

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„Das Mullah-Regime muss fallen“

Eine Exil-Iranerin schildert, was sie durch Schergen des islamischen Regimes erlitten hat, wieso sie sich auch vor dessen linken Unterstützern fürchtet, und weshalb sie dennoch wie Hunderttausende in München gegen die die Mullahs demonstriert.

Ich bin verzweifelt, wenn ich sehe, was in meiner Heimat geschehen ist und immer noch geschieht. Es zerreißt mir das Herz. Seit 47 Jahren unterdrücken die Mullahs das Volk, besonders die Frauen. Sie rauben das Land aus, das eigentlich sehr reich ist. Sie nehmen den Menschen alles. In Teheran, meiner Heimatstadt, gibt es nicht einmal mehr Wasser, weil die Gegend durch ihre jahrzehntelange Misswirtschaft ausgetrocknet ist.

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Der Film-Club (1) Night Moves: Halb Hollywood einen geblasen

Filmposter von 1975. Wikipedia / Warner Bros. / Public Domain

Eine Freundin empfahl mir David Gilmours Buch „The Film Club“. Der Plot ist, kurz gesagt: ein Vater erlaubt seinem Sohn, die Schule zu schmeißen, einzige Bedingung: sie müssen zusammen zwei Filme die Woche schauen. Das Ergebnis ist eine Mischung aus Familienroman und fortlaufender Filmkritik.

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In Mittelfranken unterwegs: Dinkelsbühl und Treuchtlingen

Nach Dinkelsbühl zu fahren, das bedeutet, in eine andere Welt einzutauchen. Hinein ins „Romantische Franken“, was hier mehr ist als ein touristischer Slogan. Hier in der Region, da finden sich die großen Perlen mittelalterlicher Städte. Natürlich Rothenburg ob der Tauber, Nördlingen, Kleinode wie Wolframs-Eschenbach – oder eben Dinkelsbühl, jene Stadt, die immer wieder mal zur „schönsten Altstadt Deutschlands“ gekürt wird.

Doch Dinkelsbühl will kein Freilichtmuseum sein – und jetzt, im Winter, ist die Stadt auch vergleichsweise wenig besucht. Überall Türme, Tore, prächtiges Fachwerk, Patrizierhäuser wie der „Hezelhof“ und das „Deutsche Haus“, das Heiliggeistspital oder großartige Kirchenbauten, allen voran das Münster St. Georg. Und drum herum: Weiher, Wiesen und Parks. Wanderwege, herrliche Radstrecken und auch ein Fluss-Bad an der Wörnitz gibt es.

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ARD und ZDF – Fossilien unter dem Patronat des Verfassungsgerichts

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat sich über die Jahre zu einem Medienkonglomerat entwickelt. Dabei hat er leider mit den Entwicklungen der Zeit in vielfacher Hinsicht nicht Schritt gehalten. Statt notwendige fundamentale Korrekturen im Programm vorzunehmen, verlässt er sich auf die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts. Verweigert die Politik die geüwnschte finanzielle Ausstattung, werden die Sender grantig – wie Ende 2024, als ARD und ZDF beim Bundesverfassungsgericht dagegen klagten.

Am Anfang stehen 1945 die britischen und amerikanischen Alliierten. Nach dem Krieg richten sie in ihren Besatzungszonen einen neuen Rundfunk ein. Anders als der staatsgelenkte Propagandarundfunk der Nationalsozialisten soll er dezentral und staatsfern organisiert sein. Aus diesen Anfängen entstehen regionale Rundfunkanstalten – ein Modell, das bis heute fortlebt.

So weit, so gut. Doch inzwischen sind knapp 80 Jahre vergangen. Was ist aus diesem Neuanfang geworden?

Das Medienkonglomerat ÖRR

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk (ÖRR) ist heute eine einzigartige Zusammenballung von Medienbetrieben.

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There are places I’ll remember … (3). Bruce Springsteen, der Rostgürtel und die Straßen von Minneapolis

Bruce Springsteen erhält von Präsident Barack Obama die Freiheitsmedaille. Foto: Pete Souza, Public Domain

Zu den vielen Vorwürfen, die gegen die so genannte Elite – gemeint ist die akademisch gebildete Mittelschicht, die seit der Bildungsexplosion der 1960er Jahre in den Medien und Erziehungsinstitutionen, den Parlamenten und dem Staatsapparat tonangebend ist – vorgebracht werden, gehört die Behauptung, sie habe nie die Sorgen und Wünsche derjenigen ernst genommen, die sie sozial zurückgelassen haben. Das räche sich nun im Aufstieg der Populisten.

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Das Phänomen Beatles – Vier Gründe

Das Phänomen Beatles ist ungebrochen. Dafür ging es im Wesentlichen vier Gründe.

Fragen wir ChatGPT: Wie viele Ergebnisse liefern soziale Plattformen zum Hashtag #Beatles?  Antwort: Trotz Auswertung unterschiedlicher Datenquellen sind nur Schätzungen möglich. TikTok zeigt rund 430.000 Beiträge mit etwa 3,6 Milliarden Views; Instagram bietet ca. 4,35 Millionen Posts; der offizielle YouTube-Kanal der Beatles zählt aktuell ca. 9,28 Mio. Abonnenten. Auch Googles AI-Assistent Gemini nennt ähnliche (geschätzte) Werte.

Was lässt sich daraus ablesen? Obwohl die Beatles seit mehr als fünf Jahrzehnten als Band nicht mehr existieren, sind sie weltweit weiterhin präsent und generationenübergreifend gefragt – je nach Sichtweise sprechen wir inzwischen von drei oder vier Generationen. Warum ist das so? Dafür sprechen im Wesentlichen vier Gründe.

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Für eine robuste europäische Verteidigungsallianz

Frieden braucht Sicherheit. Foto: Alexandra_Koch, pixabay

Europas Sprung in die strategische Verantwortung: Warum ein demokratisches europäisches Sicherheitsbündnis mit atomarer Abschreckung die sicherheitspolitische Logik des 21. Jahrhunderts neu ordnen würde. Ein Vorschlag.

Europa steht an einem Kipppunkt. Die Gewissheiten der Nachkriegsordnung – allen voran die verlässliche Sicherheitsgarantie der USA – sind politisch nicht mehr sakrosankt. Gleichzeitig haben autoritäre Mächte gelernt, Macht nicht nur militärisch, sondern systemisch einzusetzen: hybrid, technologisch, nuklear flankiert. Wer in dieser Lage Sicherheit weiterhin delegiert, riskiert strategische Bedeutungslosigkeit. Wer sie übernimmt, braucht mehr als Geld: Er braucht Ordnung, Führung und Abschreckung.

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Wie der Faschismus entsteht

Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist.

Als sie die Gewerkschaftler holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschaftler.

Als sie die Juden holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Jude.

Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.

– Martin Niemöller

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Trumps Zivilisationsbruch

Ein US-Präsident, der Demonstranten exekutieren lässt, die Demokratie verachtet, permanent lügt, Verbündete erpresst und Länder überfällt: Das ist mehr als nur eine diktatorische, neoimperiale Anwandlung. Das zerstört die gemeinsame Wertebasis des Westens.

Ich habe schon etliche schreckliche US-Präsidenten miterlebt: Richard Nixon, Ronald Reagan, George W. Bush, und auch Trumps erste Amtszeit. Antiamerikanismus ist mir dennoch völlig fremd. Die USA waren für mich, wie für viele, trotz aller schlimmen Fehler, trotz der Unterstützung für Diktatoren, trotz Vietnam- und Irakkrieg, trotz anderer entsetzlicher Dinge immer ein Hort der Freiheit – ohne falschen Pathos. Das Land, das uns mit den Briten die Demokratie und eine faszinierende moderne Kultur gebracht hat. Das zerbricht nun.

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