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Deutsch sein heißt verdruckst sein

Vielen Deutschen fällt es schwer, sich selbstbewusst als solche zu empfinden. Andere schreien es wieder nationalistisch heraus. Was fehlt ist ein gelassener Umgang mit den Stärken und Schwächen der eigenen Nation.

Deutsche kennen im Grunde nur zwei Gemütszustände: himmelhoch jauchzend, am Boden zerstört. Eben waren wir noch Exportweltmeister, jetzt geht gefühlt (oder tatsächlich?) alles den Bach runter. 2015 ff. gefeiert als Moral-Champions, geläuterte Demokraten und Willkommensnation, nun angeblich alle Rassisten, auf dem Weg zum Vierten Reich. Von unverbesserlichen Pazifisten zu „Kriegstreibern“. Lange verehrt und verlacht für Ordnung, Pünktlichkeit, Fleiß schämen wir uns heute für die Bahn, die nicht ankommt. Aber gibt es nicht irgendetwas dazwischen? Weiterlesen

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Weil ich dieses Land liebe

 

Gleiche Werte und Prinzipien für alle. Foto: Deutschland.de

Ich will als Sohn von Eingewanderten, dass Deutschland Deutschland bleibt – frei, demokratisch, offen. Durch eine selbstzerstörerische Integrationspolitik darf es nicht beschädigt werden.

In der letzten Phase der Kanzlerschaft von Angela Merkel 2020/2021, nach dem Anschlag von Hanau, wurde ich als Präsident der Bundesarbeitsgemeinschaft der Immigrantenverbände in den Kabinettsausschuss zur Bekämpfung von Rassismus und Rechtsextremismus berufen. Schon in der ersten Sitzung habe ich angesprochen, was offenbar nicht in das vorherrschende politische Narrativ passte: Rassismus und Rechtsextremismus sind keine Erscheinungen, die ausschließlich aus der deutschen Mehrheitsgesellschaft heraus entstehen. Sie können auch in Migrantengruppen vorkommen. Gerade in einer Einwanderungsgesellschaft müssen deshalb demokratische Maßstäbe für alle gelten – unabhängig von Herkunft, Religion oder sozialem Hintergrund. Weiterlesen

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