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Deutschland wieder im Herbst – Ein (Corona-)Film von Daniel Popat

Der Regisseur, Schauspieler und Drehbuchautor Daniel Popat unternimmt den Versuch, die Geschichte des Films „Deutschland im Herbst“ aus dem Jahr 1978 fortzuschreiben. Es gab bereits zwei Versuche dazu: „Neues Deutschland“ (1993) und „Deutschland 09“ (2009) Das Ergebnis von Popats Versuch – „Deutschland wieder im Herbst“ – ist eine gnadenlose Zustandsbeschreibung der Gesellschaft am Beispiel eines Künstlers zu Zeiten der Corona-Pandemie und des damit im Nachgang verbundenen Umbruchs. Weiterlesen

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Andratx und Peguera im November

Mallorcas Westen: Zwischen Meer und Bergen in der Nachsaison

Wenn der Sommer sich zurückzieht, das Licht sanfter wird, beginnt auf Mallorca die schönste Zeit des Jahres. Im November gehört die Insel an vielen Orten wieder ganz sich selbst. Das Meer hat die Wärme der vergangenen Monate gespeichert, die Strände liegen in nachsaisonaler Ruhe.

In Andratx, im Westen der Insel, ganz in der Nähe von Palma de Mallorca mit seiner regen Kunst- und Kulturszene, entfaltet sich in dieser Jahreszeit eine seltene Art von Schönheit. Das grelle Licht des Sommers weicht einem weichen Glühen, die Schatten werden länger, die Farben tiefer. Jetzt, wenn die Touristenströme versiegt sind und die großen Hotels nach und nach schließen, offenbart die Region ihr eigentliches Wesen.

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Quiet Simplicity – Das neueste Werk des Musikers Mike Hans Steffl

Steffl macht seit den 70er Jahren Musik, meistens allein, hin und wieder kollaboriert er mit anderen Künstlern. Gemeinsam ist allen Projekten die Konsistenz eines Schaffens, das sich aus überbordendem Talent, aus der Lust auf Entdeckung und aus unbedingter Hingabe an originäres Musikmachen speist. Sein umfangreiches Werk bewegt sich dabei im Spannungsfeld zwischen Experiment, Nostalgie und Traum. Weiterlesen

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Kann ein deutsches Gericht einen Ukrainer unter dem Vorwurf der Beschädigung russischen Eigentums in internationalen Gewässern verurteilen?

Kann eine deutsche Strafkammer einen Ukrainer verurteilen unter dem Vorwurf, dass er  russisches Eigentum in internationalen Gewässern zerstört habe?

Bild oben: Lage der vier Sprengungen (aus Wikipedia)

Die anwaltliche Auskunft wird sie enttäuschen.

Ein deutsches Gericht kann Unglaubliches, wenn es will oder glaubt, wollen zu müssen.

Das Kammergericht Berlin zum Beispiel hatte nach Zeitungsberichten 2017 einen syrischen Staatsbürger unter dem Vorwurf eines in Syrien begangenen Verstoßes gegen das deutsche Kriegswaffenkontrollgesetz verurteilt. Zur Ehre der deutschen Justiz sei noch hinzugefügt, Weiterlesen

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Wie Libertäre zu nützlichen Idioten der Autoritären werden

Ayn Rands Green Card. Foto: Public Domain

Hitler ist wieder Mode, schreibt der amerikanische Libertäre Austin Petersen im konservativ-jüdischen „Tablet“ und fragt, keineswegs rhetorisch: „Ist meine eigene libertäre Bewegung daran schuld?“  Ähm, ja. Es gibt, wie Peterson schreibt, eine „Pipeline zwischen den Libertären und der Neuen Rechten“. Besonders – aber eben nicht nur – in den USA, wo viele Libertäre Donald Trump unterstützen oder im Bunde mit Evangelikalen oder katholischen Fundamentalisten wie J.D. Vance eine „postliberale Ordnung“ befürworten, in der es um den zentralen Wert der Libertären, die individuelle Freiheit, erheblich schlechter stehen würde als jetzt.

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Wer will die Arbeit von Ahmad Mansour sabotieren?

Ahmad Mansour auf der Frankfurter Buchmesse 2018 Foto: Ptolusque Lizenz: CC BY-SA 4.0

Warum das Recherchemagazin „Correctiv“ es für nötig hält, Ahmad Mansour zu diskreditieren, ist mir nicht klar. Jedoch liegt die Vermutung nahe, dass sich die Redaktion instrumentalisieren lässt von so genannten „Antisemitismusforschern“, die etwas dagegen haben, dass Mansour den Antisemitismus auch dort verortet, wo diese Leute ihn auf keinen Fall verortet sehen wollen: unter Muslimen. Und dass er jenseits folgenloser „Trialoge“ und verlogener „Dialoge“ etwas dagegen unternimmt.

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Warum der Postkolonialismus mir so bekannt vorkommt

In seinem Nachruf für meinen verstorbenen Kollegen Richard Herzinger schreibt der amerikanische Politologe Jeffrey Herf, die Linke habe seit Lenins Zeiten als „zentrale Dichotomie“ die Auseinandersetzung zwischen Imperialismus und Anti-Imperialismus gesehen. Für Herzinger sei aber die Dichotomie zwischen Freiheit und Unfreiheit zentral gewesen.

Das Wort „zentrale Dichotomie“ finde ich etwas hochtrabend. Gemeint ist letztlich das, was Mao Tse-tung den „Hauptwiderspruch“ nannte, dem gegenüber alle anderen „Widersprüche“ sekundär seien. Ich habe das als Mitglied der maoistischen KPD in den 1970er Jahren jahrelang so gelernt und als Kader gelehrt.

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Meine Schwester Gesine – So etwas wie ein Beitrag zum „DDR-Zwangsdoping“

„Ich habe nicht die Macht, meiner Schwester Gesine Walther eine Karriere als DDR-Spitzensportler zu eröffnen oder zu verschließen.“

Entgegnete ich im Dezember 1980 dem Geheimdienstoffizier des Ministeriums für Staatssicherheit, dem Leutnant, der sogar seinen Namen geheim hielt.  Bei dem ich einsaß im „Roten Ochsen“ seit dem Sommer des Jahres. Am 5. August 1980 war ich erwischt worden an der ungarisch-österreichischen Grenze. Hatte versucht, nicht wieder in die DDR zurückzukehren. Strafbar nach § 213 Absatz 2 des Strafgesetzbuches der DDR. Weiterlesen

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