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Aus meinem Songbuch (7): Marathon Man

Bild: KI-generiert von A.P. mit Perplexity

Diesen Song gibt es, so weit ich sehe, nur in Gestalt eines Videos in ziemlich schlechter Qualität auf Klaus Kluges YouTube-Kanal. Schade eigentlich, denn er ist alles in allem nicht schlecht.

Als Klaus seine Song-Idee (den ganzen Text findet man unten) 1985 zu mir brachte, wusste er nur eins: der Refrain sollte „Running, running running …“ lauten. Ich weiß nicht mehr, warum. Daraus machte ich dann den „Marathon Man“. Den Film mit Dustin Hoffman und Laurence Olivier habe ich immer gemocht. Und da ist tatsächlich ein wenig von mir in den ersten beiden Zeilen, die ich immer noch gelungen finde:

Take a look at the marathon man, that’s me / Running away from every problem you can see

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Drohung ohne Konsequenzen?  – Ein Monsterball des eliminatorischen, israelbezogenen Judenhasses auf der Berliner Weltbühne 

Transparenzhinweis: Der Urheber dieser Zeilen ist Aktivist, kein Journalist. „Aktionspoet und Kommunikationsartist“ nannte ihn, aufgrund seines unvergleichlichen Tanzstils, ein damals führender Kulturchef. Der ist heute rechts. Ich bin es nicht. Ich bin auf der Suche nach den Zusammenhängen und ich ringe um Verständnis für alles mögliche und Mögliche…

Auf offener Bühne, das teuerste Filmfestival der Welt verabschiedet sich bis ins kommende Jahr, droht ein Filmregisseur allen, oder „nur“ den Anwesenden? An jeden erinnern will er sich im Pluralis Majestatis: Diejenigen, die auf seiner Seite stehen und diejenigen auf der anderen.

Das folkloristische Geschirrtuch, aka. Palituch das er an diesem Abend nicht als einziger trägt, liegt so sorgfältig im Dreieck auf seiner rechten Schulter, dass es die Silhouette seiner Heimat suggeriert: Ein Land, eines nicht zwei, in dem es kein Israel mehr gibt – from the river to the sea..!

Über diesen Mann muss gesprochen werden: Abdallah Alkhatib Weiterlesen

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Die Sechziger: Panorama eines Jahrzehnts wie kein anderes (2/3)

Kein Jahrzehnt gleicht dem anderen – geschenkt. Doch die Sechziger markieren mehr als nur eine weitere Etappe der Nachkriegsgeschichte. In dieser – gemessen an einem Menschenleben – kurzen Epoche ballen sich politische Umbrüche, gesellschaftliche Aufbrüche und technologische Neuerungen in einem Ausmaß, gegen das spätere Dekaden fast verblassen. Einige dieser damaligen Geschehnisse habe ich aus der Erinnerung wiederbelebt, aktuell nachrecherchiert und auf ihren Kern verdichtet. Die Schilderungen stammen aus der Perspektive eines in Bonn lebenden Westdeutschen; für diese Einseitigkeit bitte ich Ostdeutsche um Nachsicht. Nun denn – ein Jahrzehnt wird besichtigt, stilistisch inspiriert durch Florian Illies, der dieses Genre erdacht hat.

≡≡≡ 1963 ≡≡≡

Hunderttausende sind in Deutschland Ende Juni auf den Beinen, um einen Mann zu sehen: den amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy auf Deutschland-Visite. Das Land befindet sich in einer Art Ausnahmezustand. Fernsehen und Radio berichten tagelang live von Kennedys Besuch. Überall ist Kennedy das Thema Nummer eins. Der Höhepunkt seines Besuchs ist zweifellos die Rede vor dem Schöneberger Rathaus in Berlin. Rund 400.000 Berliner versammeln sich am 26. Juni 1963, um Kennedy zu sehen und – wichtiger noch – um ihn zu hören. Dabei kann er den Berlinern nur eines bieten: das Versprechen, dass die USA fest zu West-Berlin stehen. Seine Zusicherung besiegelt er mit einem Vergleich aus der Antike. So wie vor zweitausend Jahren der Satz „Ich bin ein Bürger Roms“ überall im Römischen Reich die Bürgerrechte garantierte, so gelte in der freien Welt sinngemäß nun der Satz: „Ich bin ein Berliner“. Der Jubel der Berliner nimmt keine Grenzen. Nie wieder erlebt ein Staatsgast in Deutschland eine derart überwältigende Zuneigung seines Gastlandes.

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Immer noch herrscht 1963 in den USA zum Teil strikte Rassentrennung. Weiterlesen

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Berlin braucht viel, aber keinen Aktionstag gegen sogenannte „Islamophobie“!

Foto: Offizielles Foto zum Demoaufruf von Frauenheldinnen e.V.

Ein offener Brief von Eva Quistorp, MdEP a.D.,Theologin, Germanistin, Politologin, Beraterin des Weltzukunftsrates, Preisträgerin des Blauen Bären von Berlin, an Kai Wegner, den Regierenden Bürgermeister von Berlin.

Vorab: 

Der unten stehende offene Brief erscheint angesichts der Aufstände gegen das Mullahregime im Iran und die Exildebatten hier dazu und nun auch insbesondere angesichts des Militärschlags Israels und der USA gegen das islamofaschistische Mullahregime. Auch ergeht er angesichts der Überdosis BDS und Gazadebatten und offenen Briefe der Kultur- und Berlinale-Szene, die kein Wort zu den Massakern, zum Hunger von MiIlionen und zu den Steinigungen im Sudan sagt.

Ich habe diesen Brief bereits am 18. Dezember verfasst, als ich an den islamistischen Terroranschlag gegen den Weihnachtsmarkt und die Gedächtniskirche mit 120 Opfern und deren Angehörige erinnern wollte. Und weil ich mich deshalb besonders über den geplanten „Aktionstag in Berlin“ Gegen islamfeindlichkeit geärgert habe.

Dieser wird auf der Google-KI wie folgt beschrieben:

„Der Berliner Senat plant für den 15. März 2026 erstmals einen offiziellen Aktionstag gegen Islamfeindlichkeit, um auf Übergriffe gegen Muslime aufmerksam zu machen. Der Tag erinnert an das Attentat in Christchurch 2019. Dies ist umstritten, da Kritiker eine Täter-Opfer-Umkehr angesichts anderer Sicherheitslagen befürchten.“

Ja, das ist zu Recht umstritten, ganz besonders in einer Zeit, in der der islamistische Terror im Iran und Afghanistan und auch in Frankreich, Algerien und im Sudan weiterhin tobt.

Zu viel wohlgemeinte religiöse Toleranz gegenüber dem Islamismus durch die Politik und NGOs Weiterlesen

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Aus meinem Songbuch (6): Back on the Road / Rehbraune Augen

Regio TV, Screenshot: Alan Posener

Diesen Song habe ich 1987 mit Klaus Kluge geschrieben. In der Begleitung ist der Einfluss von Stings „Every Breath You Take“ (1983) unüberhörbar, fast schon aufdringlich; doch die Melodie von Klaus Kluge und seine beiden Soli finde ich immer noch schön. Das Double-Tracking auf der Stimme klingt heute etwas altmodisch, stört aber nicht; für mich waren Songs wie dieser, die wir in der Spätphase der „Berlin Blues Band“ aufnahmen, auch deshalb schön, weil ich nicht mit einer Fake-Blues-Stimme, sondern einfach mit meiner Stimme singen konnte.

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Emanzipation und Verfolgung. Besuch im jüdischen Rothenburg

Mal wieder nach Rothenburg ob der Tauber. Mal wieder, jetzt im späten Winter, einen Gang durch diese Gassen, einen Gang durch Raum und Zeit. Jetzt ist hier noch alles recht ruhig – der Blick hat Zeit, zu verweilen. Von der Stadtmauer aus betrachtet, öffnet sich die Sicht auf das Taubertal wie eine gemalte Landschaft der Romantik.

Diesmal sind wir hier, um insbesondere die jüdische Geschichte der Stadt zu entdecken, der Stadt, deren Name bis heute in der Welt Klang hat. „Die Stadt als Ganzes ist Denkmal“, hat der Kunsthistoriker Georg Dehio schon im Jahr 1908 über Rothenburg geschrieben. Rothenburg, das sei schlichtweg die „Lieblingsstadt der Welt“, so drückte es Herbert Schindler in seinem Buch über die Romantische Straße aus, an der Rothenburg liegt.

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Die Sechziger: Panorama eines Jahrzehnts wie kein anderes (1/3)

Foto: KI basierend auf Eingaben von Wolfgang Schäfer

Kein Jahrzehnt gleicht dem anderen – geschenkt. Doch die Sechziger markieren mehr als nur eine weitere Etappe der Nachkriegsgeschichte. In dieser – gemessen an einem Menschenleben – kurzen Epoche ballen sich politische Umbrüche, gesellschaftliche Aufbrüche und technologische Neuerungen in einem Ausmaß, gegen das spätere Dekaden fast verblassen. Einige dieser damaligen Geschehnisse habe ich aus der Erinnerung wiederbelebt, aktuell nachrecherchiert und auf ihren Kern verdichtet. Die Schilderungen stammen aus der Perspektive eines in Bonn lebenden Westdeutschen; für diese Einseitigkeit bitte ich Ostdeutsche um Nachsicht. Nun denn – ein Jahrzehnt wird besichtigt, stilistisch inspiriert durch Florian Illies, der dieses Genre erdacht hat.

 ≡≡≡ 1960 ≡≡≡

Neujahrstag 1960. Das zweite Nachkriegsjahrzehnt beginnt. Weiterlesen

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Jana Hensel, die AfD und die späte Rache des Ostens

Illustration „Der deutsche Umbruch“ von Reinhard W. Buchta. Foto: Alan Posener

Kann es sein, dass die AfD die späte Rache des Ostens ist? Die Quittung für unerwiderte Liebe? Die These vertritt der Ex-IM und Verleger Holger Friedrich in einem lesenswerten Interview in der WELT: „Es geht um Respekt und Würde. Wenn der Bundespräsident einmal sagen würde, dass vieles falsch gelaufen ist in der Nachwendezeit und dass man viele Ostdeutsche ungerecht behandelt hat, auch Funktionsträger, die beim Zusammenschluss positiv gewirkt haben – wenn er das öffentlich anerkennen würde, würde das wahrscheinlich mehr zur Eindämmung der AfD beitragen als alles andere.“

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„She Loves You“: Stolz und Vorurteil

Cover der deutschen Single. Foto: Alan Posener

„She Loves You“ ist ein perfekter Popsong. Als er herauskam, im Spätsommer 1963, fand ich ihn allerdings albern. Ich stand damals auf amerikanische Musik, auf die Everly Brothers, Rickie Nelson, Neil Sedaka, Del Shannon, den göttlichen Ronnie Self, Little Eva, Ben E. King und Ray Charles; und die schlichte, im Vergleich zu den US-Nummern fast punkige Produktion, die schrägen Harmonien und die schiere Banalität des Refrains – „Yeah, yeah, yeah!“ – törnten mich ebenso ab wie die Tatsache, dass alle Mädchen meines Alters auf das Quartett standen. Ich hielt die Beatles für eine vorübergehende Modeerscheinung.

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Fifty Shades of Dorian Gray

Foto: Buchcover, fotografiert von Hans von Seggern

Auf den Spuren Oscar Wildes erzählt Andreas Schäfers Roman „Letzter Akt“ von der midlife crisis als Menschheitsfrage. Eine Rezension.

Oscar Wildes Roman „The picture of Dorian Gray“ von 1890, der seinem Autor einen Unzuchtsprozess einbrachte, hat in der Historie seiner Rezeption eine ganze Reihe von literarischen Nachfolgern emporgebracht. Ein Thema für sich wäre es, die faszinierenden Metamorphosen von Wildes Motiv durch die Jahrzehnte seit seinem Erscheinen zu verfolgen: Die Geschichte eines Adonis’, der durch eine Art Teufelspakt nicht altert, während sich in seinem Portrait sämtliche Missetaten eines immer abwegigeren Lebenslaufes widerspiegeln.

In der Metapher dieses Porträts variiert Wildes Roman einen bekannten Topos der Antike: Die Vorstellung, nach der die moralische Vollkommenheit des epischen Helden einhergeht mit dessen Schönheit in der äußeren Erscheinung. Allein nach außen bleibt die Schönheit des Adonis’ Dorian im Laufe der Romanhandlung konserviert, während seine moralische Verkommenheit sich spiegelt in der fortschreitenden Hässlichkeit des gemalten Konterfeis. Weiterlesen

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Deutschland vor der Diktatur?

AfD-Rechtsausleger Björn Höcke auf einem Wahlplakat. Foto: Antje Jelinek

Wenn es nach der Hysterie um die Anti-AfD-Aufführung in Hamburg, der Stimmung bei Linken und dem neuen Deutschland-Monitor geht, stehen wir kurz vor der Machtergreifung autoritärer Kräfte wie 1933 – unter dem Jubel der Massen. Weit gefehlt.

Zum „Prozess gegen Deutschland“ ist mehr als alles geschrieben. Obwohl gar nicht vorgeladen, verließ die AfD als Siegerin den Theatersaal. Die „Jury“ lehnte ihr Verbot ab, die Theatermacher um Milo Rau haben sich blamiert. Das hindert die AfD-Gegner jedoch nicht, ihren Feldzug unverdrossen fortzusetzen. Neues Futter liefern ihnen scheinbar die Ergebnisse einer Befragung von 8000 Bürgern. Danach will jeder Fünfte in Deutschland einen Führer, im Osten sogar jeder Vierte. Kann Björn Höcke sich also schon auf eine Machtübernahme vorbereiten? Weiterlesen

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