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Stille Macht, heilige Macht

Wer kennt sie nicht, Beethovens 3., die »Eroica«. Ich habe sie erst spät kennen gelernt. Lieben gelernt. Als Studienrat für Musik ist sie obligat: Curriculumszwang. Aber aus Zwang wurde Freiheit. Passion.

Bei der Unterrichts-Recherche zu diesem Kunstwerk stieß ich per Zufall auf eine BBC-Produktion von 2003, knapp 200 Jahre nach der Uraufführung der Sinfonie 1804 in Wien. Natürlich in Anwesenheit Beethovens. Im Film wird das gesamte Werk aufgeführt – in Originalstaffage. Herrlich. Ferner schleichen sich liebevolle Nebenszenen ein, die das formstrenge 19.-Jahrhundert-Ständeleben sowie den Furor Beethovens bravourös in Szene setzen.

Hier können Sie den Film anschauen (YouTube-Link).

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Christen mit Kälte im Herzen

 Von Karl Marx kennen wir das geflügelte Wort, Religion sei Opium des Volkes. Zur Zeit hat es den Anschein, als habe dieses spezielle Opiat die Gedanken vor allem der Christen in Europa vernebelt. Polen, das erzkatholische Land, weigert sich strikt, Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak aufzunehmen. Der polnische Europa-Abgeordnete Janusz Korwin-Mikke bezeichnete die Flüchtlinge als „menschlichen Müll“. Ungarn, das sich als Speerspitze des Christentums in Europa sieht, behandelt Flüchtlinge wie Kriminelle, lässt sie ohne Nahrung im Freien kampieren oder sperrt sie in Lager. Der ungarische Bischof László Kiss-Rigó warnte vor einer islamischen Invasion: „Sie kommen her und rufen ‘Allah ist groß’. Sie wollen die Kontrolle übernehmen“. Der Satz könnte so auch vom „Front National“ oder von „Jobbik“ stammen. Eine Kamerafrau eines rechtslastigen ungarischen (privaten) Fernsehsenders stellte einem rennenden Vater, der ein kleines Kind auf dem Arm trug, ein Bein, so dass beide stürzten. Auf anderen Bildern ist zu sehen, wie sie ein Flüchtlingskind mit Fußtritten traktiert. Pressearbeit auf Ungarisch.

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