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Die Irrfahrten des Sigmar Gabriel

 Irgendwie hat Sigmar Gabriel mit seinen Russland-Besuchen kein GlĂĽck. Als er vor genau einem Jahr Putin aufsuchte, um mit ihm ĂĽber die Weltlage zu plaudern, hatte dieser sich gerade als Kriegspartei in den Syrienkrieg  eingemischt und begonnen, die Stellungen der Freien Syrischen Armee zu bombardieren, was er in der Ă–ffentlichkeit als “Krieg gegen den Terror” ausgab. Gabriel bedankte sich bei Putin, dass er Zeit fĂĽr ihn gefunden habe, obwohl er “gerade mit dem Konflikt in Syrien  viel zu tun”  habe. Es klang so, als habe ein ungebetener Gast einen pflichtbewussten Beamten vom Aktenstudium abgehalten. Ein Jahr später – September 2016 – die gleiche Situation. Putins Luftwaffe hatte gerade   einen Hilfskonvoi, der von der TĂĽrkei aus nach Aleppo gestartet war, bombardiert und weitgehend zerstört. Dabei waren 20 WeiĂźhelme (so heiĂźen die freiwilligen Helfer in Syrien) getötet worden. Gabriel bedankte sich artig, dass er den Angriff auf den humanitären Konvoi mit Putin  “erörtern” könne. “Unbedingt”, antwortete Putin, “man habe viele Freunde in Deutschland.” Gabriel gehört bestimmt zu ihnen, Frank Walter Steinmeier auch. Gerhard Schröder sowieso. Weiterlesen

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