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»… the meaning of pain« – Slayer’s »Reign in Blood« zum 40ten – eine Hommage

Einer meiner besten Freunde  – moin, Adi – präsentierte mir, lass es 1991 gewesen sein, eine Alternative zu Sepultura, die einstmals meine No. 1 waren. Kam lange nix dran.

Pustekuchen.

Adi kopierte mir auf Kassette zwo Slayer-Alben, »Reign in Blood« und »South of Heaven«. Er spielte mir Slayer bereits während vieler Autofahrten vor. Adi fuhr übrigens immer. Ich nie. Keinen Lappen gehabt. Hab’ mich dafür noch nie bedankt, Adi! Ich artikulierte derweil Interesse, aber, hey, wie Präpubertäre nun mal so sein können: Mr. Engstirn lässt sich nix sagen.

Die enge Stirn löste sich dann aber doch recht flugs – ein Schalter legte sich um. Es geschah bei Tageslicht. In meinem Kinder-/Juvenilenzimmer. Nachmittags, nache Schule. So halb drei, drei. »Reign in Blood: Angel of Death« (Stephan: 4:23!!!). Die Sonne schien. Und zwar bis heute, nämlich mir aus dem Allerwertesten, höre ich Slayer. Selbst mit 53 Sonnenumrundungen auf dem Buckel und unter der Glatze.

Meine Kumpels werden sich erinnern: Egal, wo ich auftauch(t)e, Slayer muss hörbar gemacht werden. Luftgitarre, feddich. Metal-/Rock-Kneipe X in Ort o. Land Y: Machste Slayer an? Danke. Läuft. Guter Geschmack kennt keine Grenzen – Evil has no boundaries!

Gutes Leben – schlechte Leber

So’n Posterfanboy, das war ich nie. Auch keinen Millimeter Tattoo, oder so wat – das überlasse ich sehr gern anderen. Ich wähnte mich da in Gänze eher wie Mr. Hanneman (RIP, 1964–2013; Fuck, schon 13 Jahre tot, u. a. Leberschaden, tja), der ohne Hautbemalung auskam. Und ebenso mit wenigen Worten. Kaum Interviews. Falls doch, stets sonnenbebrillt. Pointiert. Fokussiert. Und: Humor. Jede Menge. Auf ernsthafte Weise unernst (Mohler).

Hanneman gab in einem der seltenen Interviews dies preis: »Meine Sicht ist: lebe ein gutes Leben und sei gut zu anderen Leuten«. Läuft jetzt nicht Konfuzius oder Adorno oder Fips Asmussen deren Rang ab. Kennt man allerdings die Musik, ist’s recht erfreulich unerwartet. Mir gefällt’s. So what.

Evil is everywhere

Der Sänger, Tom Araya, den zog ich hier im Blog schon mal zurate. Auch dieser Mann lässt tiefer blicken, eingedenk der vulgär-satanischen Texte, die er kunstvoll kreischt. Ich zitiere den gläubigen Katholiken erneut:

»Evil is everywhere, man. Everybody’s got it. It sits really deep in everybody. Some people can’t control it as much as others, but I think it’s there. Regardless of whatever fuckin’ religion you believe in, whatever it is you feel is right, everybody knows what’s wrong, everybody knows that there’s ‚wrong things‘. There are things you do not do, and the people that don’t understand that or don’t believe that, then they are not really connected with themselves spiritually. It doesn’t matter what the fuck you believe in.«

Damit liegt er nicht ganz falsch, möcht’ ich sagen.

Genug der Worte. Lasst die Musik sprechen, weil »Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist« (V. Hugo).

Klicken Sie hier und einfach genießen, sich überwältigen lassen. Ich tu’s. Auf jeden Fall. Auf die Band. Auf die phänomenalste Thrash-Platte aller Zeiten, welche am 07.10.1986 veröffentlicht und damit die und meine Musikwelt für immer verändert wurde.

Dank. Prost.

»See you in Hell!« – auf die nächsten 40 Jahre!

 

 

 

 

 

 

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