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Wildgänse kakeln durch die Nacht

Bild: KI-generiert

Die Zeile „Wildgänse rauschen durch die Nacht“ hat mich immer geärgert. Das ganze Lied, natürlich: Die Musik von Robert Götz ist larmoyant-aggressiv – die langgestreckten Töne auf „Moooorden“, „Haaader“, „Aaaaamen“ etwa – wie bei diesem völkischen Ex-Wandervogel, späterem Nazi und Bundesverdienstkreuzträger üblich, der Text vom schwulen Walter Flex, der besser Flexpressionist geheißen hätte, voll der damals modischen Adjektive und Verben, zucken und gellen, wallen und wogen, schrill, fahlhell, ansonsten aber bescheuert, weil er die Truppen des kaiserlichen Deutschland, mit denen er damals – 1915 – in Frankreich kämpfte, mit den Wildgänsen vergleicht, die niemanden überfallen, nirgendwo morden, einfach auf der Flucht vor der Wärme nach Norden ziehen, und im Winter vor der Kälte wieder nach Süden.

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