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„Frei, endlich frei“

Massenflucht von DDR-Bürgern bei Sopron. Foto: Haus der Geschichte

Am 19. August 1989 war als ich als Reporter dabei, als beim paneuropäischen Grenzpicknick im ungarischen Sopron Hunderte DDR-Bürger in den Westen flohen. Millionen wollten damals die Freiheit. Heute sehnen sich viele im Osten nach einer autoritären Ordnung zurück. Eine persönliche Erinnerung.

Im Frühjahr 1989 wechselte ich als Korrespondent der Nachrichtenagentur Reuters von Hamburg in die Bundeshauptstadt Bonn. Meine Tochter war erst ein paar Monate alt, ich dachte, ich könnte mich den Sommer über, wenn der Politikbetrieb üblicherweise ruht, in Ruhe in der neuen, alten rheinischen Heimat einrichten und auf die neue Aufgabe vorbereiten. Doch dann überschlugen sich die Ereignisse: DDR-Bürger besetzten die westdeutschen Botschaften in Prag und Warschau und campierten vor der in in der ungarischen Hauptstadt, um ihre Ausreise in den Westen zu erzwingen. Ich wurde nach Budapest geschickt. Weiterlesen

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