avatar

Warum Benedikt XVI nicht vor dem Bundestag reden sollte

Warum sollte Benedikt XVI nicht vor dem Bundestag sprechen? Er wäre schließlich nicht der erste und nicht der schlimmste Dunkelmann, der zu den Abgeordneten des deutschen Volks gesprochen hat. Man denke etwa an Wladimir Putin.

Aber die Tatsache, dass der Bundestag etwa beim Gasmann Putin nicht den Mut hatte, Gesicht zu zeigen, ist kein Grund, sich beim Kirchenmann Benedikt genauso feige zu benehmen. Benedikt ist kein Demokrat. Er ist ein Kritiker der Demokratie. Das darf er sein, aber dann darf, ja sollte der Bundestag ihm sagen, was ein demokratisches Parlament davon hält.

Der deutsche Papst vergleicht das Europa des einundzwanzigsten gern mit dem Rom des fünften Jahrhunderts, in dem sein Lehrmeister Augustinus wirkte. Auf die Parallele zwischen dem Imperium Romanum und der Europäischen Union spielt auch Ratzingers gewählter Name „Benedikt“ an. Er bezieht sich auf Benedikt von Nursia, der knapp hundert Jahre nach Augustinus zum Ergebnis gelangte, das von allen Seiten bedrängte christliche römische Reich sei nicht mehr zu verteidigen und sich mit seinem Mönchsorden aus dem öffentlichen Leben zurückzog. Wie Augustinus und Benedikt von Nursia vor anderthalb Jahrtausenden sieht Joseph Ratzinger heute überall Vorzeichen des Untergangs: „Europa scheint in dieser Stunde seines äußersten Erfolgs von innen her leer geworden“, erklärte er 2004 vor dem Italienischen Senat in Rom: „Diesem inneren Absterben entspricht es, dass auch ethnisch Europa auf dem Weg der Verabschiedung begriffen erscheint. (…) Der Vergleich mit dem untergehenden Römischen Reich drängt sich auf, das als großer geschichtlicher Rahmen noch funktionierte, aber praktisch schon von denen lebte, die es auflösen sollten, weil es selbst keine Lebenskraft mehr hatte.“

Europa „verabschiedet sich ethnisch“ und „lebt von jenen, die es auflösen“ werden? Man könnte auch mit Thilo Sarrazin sagen: Europa schafft sich ab. Zuwanderung ist für Ratzinger nicht ein Zeichen dafür, dass unser Wohlstand und unsere Freiheit attraktiv sind, sondern Zuwanderung ist ein Zeichen dafür, dass wir „keine Lebenskraft mehr“ haben.

Warum ist das so? Als Kern der „Krise der europäischen Kultur“ nennt Ratzinger die „Diktatur des Relativismus“. Den Kampf gegen diese Diktatur hat er zum zentralen Thema seines Pontifikats gemacht, und es ist wichtig, kurz dabei zu verweilen. Weil er einen Wahrheitskern enthält. Tatsächlich ist die Demokratie, wenn man so will, die Diktatur des Relativismus. Wer für die Demokratie eintritt, setzt sich dafür ein, dass jede Meinung geäußert werden darf und dass sich alle möglichen Parteien um die Macht im Staat streiten. Man darf keine Hassreden schwingen und nicht zu Gewalt aufrufen, aber sonst ist so ziemlich alles erlaubt. Was nicht erlaubt ist, das ist die Beendigung dieses Relativismus, die Aufhebung der Spielregeln der Demokratie. Eine Partei, die das erklärte Ziel hat, den anderen Parteien den Zugang zur Macht zu verbieten oder die freie Meinungsäußerung zu unterbinden, darf nicht kandidieren, selbst wenn – ja gerade wenn – die Mehrheit hinter ihr steht. Was Demokraten nicht wollen, ist die Diktatur der Wahrheit. Egal ob das die Wahrheit einer Minderheit oder die einer Mehrheit ist.

Die will aber Benedikt.

Und die Wahrheit ist seine Wahrheit.

In der Diskussion mit Jürgen Habermas forderte Joseph Ratzinger ein Nachdenken darüber, „ob nicht die Vernunft unter Aufsicht gestellt werden“ müsse; eine Ratzinger-Formulierung, die man sich – wie die „ethnische Verabschiedung“ Europas – sozusagen auf der Zunge zergehen lassen sollte, um sich ihrer Implikationen bewusst zu werden. Denn wer würde wohl diese Aufsicht stellen? Die Vorstellung einer Art Vernunft-Zensur ist mit der verfassungsmäßigen Ordnung der Bundesrepublik unvereinbar.

Der Westen müsse sich die Frage stellen, so Ratzinger in der Diskussion mit Habermas weiter, ob die „europäische Säkularisierung ein Sonderweg sei, der einer Korrektur bedürfe“. Auch das ist ein direkter Angriff auf die verfassungsmäßige Ordnung der Bundesrepublik.

Die von Ratzinger geforderte Korrektur der Säkularisierung sieht so aus, dass „die Lehre von den Menschenrechten um eine Lehre von den Menschenpflichten und von den Grenzen des Menschen ergänzt werden“ müsste. Abgesehen davon, dass die Menschenrechte keine „Lehre“ sind, sondern unveräußerlicher Besitz jedes Menschen und Ergebnis seiner verfassungsmäßig garantierten Würde; abgesehen davon, dass die Pflichten und Grenzen der Bürger im bürgerlichen Gesetzbuch längst festgehalten sind; abgesehen davon, dass es Ratzinger selbst war, der als Chef der Glaubenskongregation verfügt hat, das bürgerliche Gesetzbuch in Bezug auf sexuellen Missbrauch nicht gelten zu lassen, sondern das Kirchenrecht; abgesehen davon also, dass diese Formulierung den Mann als bigotten Nichtwisser entlarvt: Wer sollte diese Grenzen der Menschenrechte formulieren?

Der Teheraner Wächterrat lässt grüßen.

Ich übertreibe? Nur leicht. 2008 hat Benedikt die Pius-Brüder wieder in die Kirche aufgenommen. Als Skandal galt damals, dass sich unter den vier Pius-Bischöfen auch der Antisemit und Holocaust-Leugner Williamson befand. Mindestens ebenso skandalös sind aber die politischen Vorstellungen dieser Brüder. So ist der deutsche Distriktobere der Bruderschaft Franz Schmidberger, für den die Schändung eines Kreuzes ein schwereres Verbrechen ist als die Terroranschläge von 9/11, Befürworter eines theokratischen Staates, in dem die Gewalt „nicht vom Volke“ ausgeht, „sondern von Gott (…)“, und in dem deshalb an die Stelle der Parteien „jene christlichen Männer treten, die sich durch sittliche Reife und Lebenserfahrung, durch Gerechtigkeitssinn und Sorge um das Gemeinwohl auszeichnen“ – da haben wir also den Wächterrat. Dieser Gottesstaat müsse „falsche Religionen und Kulte verbieten“, also vermutlich alles außer dem Katholizismus, ebenso wie Abtreibung, Euthanasie, den Vertrieb von empfängnisverhütenden Mitteln und die zivile Eheschließung. Er müsse „Gotteslästerung, Homosexualität und Pornographie aus dem öffentlichen Leben verbannen“ und „den vorehelichen und außerehelichen Beziehungen“ den Kampf ansagen. Es versteht sich fast von selbst, dass Schmidbergers Idealstaat die Todesstrafe – vermutlich auch für Kreuzesschändung – wieder einführen, die „Tyrannei des Großkapitals und der Großbanken“ brechen, „Freimaurerlogen schließen“ und Geheimgesellschaften“ – sprich jede Opposition, die notwendigerweise „geheim“ arbeiten musste – verbieten, dafür aber „die Liebe zur Erde, zur Natur, zum Volk, zur Arbeit, zur Heimat mit ihren Bräuchen und Traditionen, zu ihrer Kultur und ihrer Geschichte“ pflegen und die „Entwurzelung des Menschen, die Landflucht und das Gedränge in den Großstädten“ überwinden würde. Willkommen im Klerikalfaschismus. Vielleicht hat Benedikt XVI wirklich nichts von Williamsons Neigung zur Holocaustleugnung gewusst (obwohl ich das nicht glaube); dass die Pius-Bruderschaft ein nicht bloß konservativer, sondern erzreaktionärer Verein ist, in dem antisemitisches und antidemokratisches Gedankengut gepflegt und verbreitet wurde, das wusste und weiß er allerdings genau. Und das stört ihn offensichtlich nicht.

(Übrigens werden die von der Piusbruderschaft in Deutschland betriebenen vier Schulen mit über einer Million Euro pro Jahr vom Staat unterstützt. Das scheint unsere Politiker nicht zu stören.)

Fazit: Ein Mann, der die Liberalität, den Pluralismus und den Säkularismus abschaffen, die Demokratie und die Vernunft kontrollieren will, darf aufgrund unserer Liberalität vor dem Bundestag sprechen. Manchmal fragt man sich, ob Benedikt mit seiner Kritik an der Diktatur des Relativismus nicht doch Recht hat. Es sollte Grenzen geben.

 

Übrigens:

http://itunes.apple.com/de/book/wir-sind-gegenpapst!/id463172482?mt=11

 

 

 

Shares
Folge uns und like uns:
error20
fb-share-icon0
Tweet 384

106 Gedanken zu “Warum Benedikt XVI nicht vor dem Bundestag reden sollte;”

  1. avatar

    @Lieber Moritz Berger: Ich habe den Guten die ganzen Jahre ignoriert, es waren Kerstin und EJ und auch andere die sich überhaupt mit ihm abgaben.

    Mea culpa – meines Wissen 5 Mal in der ganzen Zeit … Das „immer“ kann also mich nicht treffen.

    Mir geht es – ausnahmsweise – wie Hern Rösler. Denkverbote provozieren mich. Ansonsten respektiere ich den Wunsch von Herrn Posener, was jetzt wieder anderen nicht gefällt, denn – ich wurde bereits von Kerstin gerügt, ich sei kein wahrer Demokrat, wenn mich der Missbrauch dieses Blogs von anderen Elementen stört. Sollten Sie lesen.

    Everybodys Darling ist eben everybodys Depp, diese Rolle strebe ich keineswegs an.

    Hatte ich Sie doch auch noch falsch angesiedelt?
    Am Besten frage ich unseren EJ.
    Machen Sie sich nichts draus, irren ist weiblich.

  2. avatar

    alan,

    ein selbstsicherer, überzeugender papst hätte wohl freude daran, nach einer rede – wo auch immer – spontan auf fragen/kommentare zu antworten. obwohl es nicht nur für einen papst auch mal sinn machen kann, ein statement zu geben – ohne anschließende diskussion.

    die faktisch nicht gegebene trennung von kirche und staat in D, die erheblichen staatlichen finanzmittel ergänzend zu den kirchensteuern, die teils unfreie sexualität… sind allseits bekannt und schon von anderen thematisiert worden.

    deshalb mal ein anderer grund, warum er nicht vor dem bundestag sprechen sollte:
    der bundestag ist nicht demokratisch legitimiert, weil die bundestagswahl von 2009 offensichtlich
    u n g ü l t i g ist. so besteht die gefahr der vereinnahmung des papstes, seiner instrumentalisierung zur „verleihung eines heiligenscheins“ in unserer schein-demokratie – im doppelten wortsinn: geld regiert die welt und wir haben keine echte demokratie.
    seit dem 6.9.11 liegt dem bundesverfassungsgericht die wahlprüfungsbeschwerde von carl maria schulte vor, bürgerrechtler, publizist…
    aus etwa 10 gründen ist die wahl ungültig/verfassungswidrig. der beschwerde sind über 200 mitbürgerInnen beigetreten. schulte hat einen hochschullehrer des öffentlichen rechts mit der wahrnehmung seiner interesen – und damit die aller deutschen – beauftragt. gut möglich, dass es bei beschleunigter wahlprüfung in karlsruhe schon 2012 eine bundestags-neuwahl gibt.

    carlo.difabio@gmx.de

  3. avatar

    @Rita E. Groda

    Liebe Frau Groda,

    wieder zurück in die heimische Gefilde (warum Sie mich in den mittelfränkischen Teil von .de ansiedeln ????

    Der Federweisser mit Zwiebelkuchen war ein Genuß (auch wenn ich noch nicht die Chance hatte Ihren Zwiebelkuchen zu verkosten 🙂 )

    Und schon wieder voll in der Diskusion um Benno etc.

    Ein bisschen Schwierigkeiten habe ich allerdings damit, dass Sie sich im Blog immer noch mit dem blonden Hans auseinandersetzen.

    Bisher habe ich seine Aussagen fast ausnehmlich negiert.

    Aber wenn Alan Posener schon von einem rechten Widerling schreibt und letztlich darum bittet ihn zu negieren und EJ ihn als rechten Widerling bezeichnet, verstehe ich wirklich nicht warum Sie als aufrechte Demokratin sich mit solchen rechten Elementen auseinandersetzen.

    Um es einmal ganz drastisch auzudrücken:

    Das was der blonde Hans hier von sich gibt ist absoluter bullshit.

    Und an die Vernunft bei dem rechten Gesindel zu appellieren nun ja 🙂

  4. avatar

    @Kerstin: Damit Sie sich ihr eigenes Bild machen können:

    http://von-den-einzigwahren-fr.....gspot.com/

    Auch ich wurde hier mei einem Beitrag instrumentalisiert, ein Beitrag bei SM von mir wurde einfach aus SM kopiert, mein Einverständnis wurde erst hinterher eingeholt, nach meiner Reklamation.
    Womöglich stehen Sie da auch irgendwo.

    Mein Verständnis von Respekt gegenüber anderen Meinungen sieht ein wenig anders aus, besonders der Respekt vor meinen Persönlichkeitsrechten.

  5. avatar

    @Liebe Kerstin: Gerade bei mir sollten Sie mit Ihrer Kritik an der allerfalschesten Adresse sein.
    Hatte ich, oder irgendein anderer (beispielsweise etwar Sie) sich hier – und zwar öffentlich – gegen ein Rede- und Denkverbot, auch von Herrn Posener, aufgelehnt?

    Es geht lediglich darum – bei meinem Beitrag an Frau Heckel – darauf aufmerksam zu machen, daß Beiträge mißbraucht werden, um auf bestimmte Blog aufmerksam zu machen.
    Das ist nämlich genau meine freie Meinung, die man auch hier nicht unterdrücken sollte.

    Ansonsten respektiere ich einfach mal den Wunsch eines“Freundes im Geiste“ und bemühe mich ……..
    Allerdings, höchst ungern, das gebe ich zu.

  6. avatar

    Noch nach dem 2. Weltkrieg haben Päpste gegen die Menschenrechte und Tierschutzrechte Position bezogen.
    Jetzt wollen viele Katholiken die Menschenrechte verteidigen.

    Ich weiss wirklich nicht, warum Christen jahrhundertelang gegen Menschenrechte waren.

    Dieser Papst würde sehrwohl Ketzer verbrennen wenn er denn dürfte.
    Ursprünglich war das Christentum eine weltfremde Religion und das hat sich schon sehr früh geändert aber den Fortschritt hat sie noch lange behindert.
    In Italien wurde die Entwicklung einer Naturwissenschaft verhindert und deshalb entwickelte sie sich in England.

  7. avatar

    „Wir brauchen Menschen mit einem starken Ich , das zu lernen, beginnt schon in der Kindheit, also auch in der Schule.“

    Ach so, deshalb haben wir keine.

  8. avatar

    @ Kerstin: Ich habe Schweigen gelernt, die Muster, die ich in der Kindheit gelehrt bekam, wirken noch immer nach.

    Sicher. Dieses schlimme Schweigen gibt es. Nicht jedes Schweigen ist allerdings in diesem Sinne schlimm. – Wenn jemand in nahezu jedem thematischen Zusammenhang auf Juden und/ oder Israel zu sprechen kommt und immer mit derselben Tendenz, dann kann das Schweigen des Gesprächspartners geradezu das Gegenteil von Schweigen, sehr beredt sein.

  9. avatar

    @ derblondehans zitiert Angela Merkel: Dann wir haben wahrlich keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft auf alle Ewigkeit. und unterstellt antidemokratische Tendenzen: Sind Sie alle Extremisten hier?

    Jedes Kleinkind versteht Merkels Satz in seinem Kontext richtig. Im Absatz davor ist z.B. vom Nato-Doppelbeschluss die Rede. (Eine Menge Vollspinner (deren Seiten im Netz z.B. „willkommenimfaschismus“ oder „brd-lüge“ heißen) verstehen ihn allerdings genau wie derblondehans – delegitimierend, diabolidierend usw. usf.)

    @Burkhard Wahle

    Wollen/ sollen wir solchem dummen und/ oder böswilligen Unrat nicht widersprechen und zwischen diesem Dreck ungerührt weiter unsere eigenen Kommentare absetzen?

  10. avatar

    Ich stimme Burkhard Wahle in vielem zu, natürlich nicht in allem. Was „Alt68er“ betrifft, so gebe ich zu, dass ich zu persönlich geworden bin. Ich war sauer, weil ich mich getäuscht fühlte. Aber in der Sache bleibe ich dabei, dass „Mercator“ alias O. Kaufmann alias „Alt68er“ negativ auf Juden, Israel und ganz besonders Henryk M. Broder fixiert ist und daher auf seine Weise, wie das blonde Hänschen auf seine, dieses Blog ins falsche Fahrwasser zieht. Vielleicht können wir alle tief durchatmen und, wie Sie es empfehlen, zur sachlichen Polemik zurückkehren. So, und jetzt muss ich packen und nach Göteburg.

  11. avatar

    @Liebe Rita E. Groda: Jetzt enttäuschen Sie mich aber. Wo ist ihr Wille zu Meinungsfreiheit geblieben? Wo ist die Demokratin?

    Liebe Frau Heckel: Könnten Sie so freundlich sein, auch hier die Vernunft etwas unter Aufsicht stellen. (Ihr Zitat)

    Wie soll diese Vernunft aussehen?

    „Wer für die Demokratie eintritt, setzt sich dafür ein, dass jede Meinung geäußert werden darf und dass sich alle möglichen Parteien um die Macht im Staat streiten. Man darf keine Hassreden schwingen und nicht zu Gewalt aufrufen, aber sonst ist so ziemlich alles erlaubt.“ (siehe oben)

    Missbrauch ist dabei natürlich immer möglich. Manchmal fällt es auch schwer andere Meinungen zu ertragen. Persönliche Beleidigungen sollten absolut tabu sein.

    Wir brauchen Menschen mit einem starken Ich , das zu lernen, beginnt schon in der Kindheit, also auch in der Schule.

  12. avatar

    @Burkhard Wahle: Sie haben Recht, dass Prinzip der Ausgrenzung hat bei Alt_68 funktioniert und soweit ich es sehen konnte, haben alle geschwiegen, auch ich.

    Wenn man ständig mit dem Problem konfrontiert ist, wann darf ich was sagen, dann lernt man zu lügen.

    Man lernt auch zu Schweigen. Ich habe Schweigen gelernt, die Muster, die ich in der Kindheit gelehrt bekam, wirken noch immer nach.

    @Alt_68: Pardon.

  13. avatar

    Bundestag? Seit dort im Rahmen der Euro-„Rettung“ ein Ermächtigungsgesetz nach dem anderen abgenickt wird, frage ich mich, ob man den Bundestag nicht auch getrost auf die „ignorier ich nicht mal“-Liste setzen kann.

  14. avatar

    @Burkhardt Wahle:Bevor ich mir jetzt selbst eine Zeit der Besinnung verordne – damit ich wieder weiß was ich denke, bevor ich höre was ich sage – noch eine Bemerkung.

    Anläßlich der Frage von Alt 68-er „Ist es angemessen Alan Posener einen Sinowjew im Schlafrock zu nennen“, in einem seiner langatmigen und vor Judenhass? triefenden Beiträgen auf seinem Blog, kann ich ihn nicht ganz so vermissen, wie Sie.

    Müßte ich jeden dergestalt verfolgen, der je nicht meine Meinung teilte, oder meinen sonstigen Anforderungen nicht entsprach – dann müßte ich den Broterwerb aufgeben und mich vollständig meinem Verfolgungswahn widmen.

    Herzliche Grüße und bis irgendwann die Tage …

  15. avatar

    Kurze Entspannungspause: Der mexikanische Humorist Hector Suarez als katholischer Beichtvater: Sieh youtube: „chabelita se declara al padre“. Das fuehrt zu einer ganzen Serie ueber katholische Priester. Suarez ist auch einzigartig als „Hysterische Mutter“ und andere Figuren.

  16. avatar

    @Alan Posener & ‚Demokratie‘ – Freunde

    O-Ton Merkel vom 16.06.2005 zum 60-jährigen Bestehen der CDU – zu diesem Zeitpunkt war sie noch keine Bundeskanzlerin:

    „Denn wir haben wahrlich keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft auf alle Ewigkeit.“

    Noch einmal:

    ‚Politik ohne Angst, Politik mit Mut – das ist heute erneut gefragt. Dann wir haben wahrlich keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft auf alle Ewigkeit. Unsere Werte müssen sich im Zeitalter von Globalisierung und Wissensgesellschaft behaupten. Und wenn sie sich behaupten sollen, dann müssen wir bereit sein, die Weichen richtig zu stellen. Auch da sind wieder Widerstände zu überwinden.‘

    Nun Freunde, ich meine Sie kennen diese Aussage. Sind Sie alle Extremisten hier? Wo ist Ihr Protest werter Alan Posener?

  17. avatar

    @Liebe Kerstin: Das war eine nette Schilderung der Zustände der anderen Republik.
    Aber es trifft ja auch genau den Punkt, den ich anstrebte. Es sollte uns allen höchst verhasst sein, wenn Irgendeiner bestimmt, was die Wahrheit seiner Meinung nach zu sein hat, auch wenn es nicht die Wahrheit ist.

    Ich will Sie bestimmt nicht ärgern, manchmal eher ein wenig provozieren, daß auch Sie sich veräppelt fühlen, wenn da jemand solche gequirlte Kacke über die Richtigkeit der Mauer von sich gibt, und damit eben jene von hinter der Mauer, die vielleicht nicht da sein wollten, nochmals demütigt und veräppelt.

    Es war gut, daß Sie nicht im Tal der Ahnungslosen wohnten, wo es keinen West-TV Empfang gab. So waren Sie schon ein wenig immunisiert gegen den alleinigen Wahrheitsanspruch der Partei.

    Jeder hat seine Wahrheit, ich habe es eher mit der Freiheit, die mir immer an erster Stelle kommt.

  18. avatar

    @Lieber Herr Wahle: Danke für den“Kraus“, hatte ich schon glat vergessen.
    Was den Alt 68-er betrifft, das war doch keine Enttarnung, wir wußten doch alle wer da schreibt.

  19. avatar

    selbstkritischer Nachtrag @Apo: Ich habe nicht genau genug gelesen: Sie sagen, die Parlamentarier sollten dem Papst sagen, was sie von seiner demokratiefeindlichen Einstellung halten; nicht, dass sie ihm nicht zuhören sollten.

  20. avatar

    @EJ Ich habe hier in den letzten Wochen nur noch mitgelesen, nichts mehr gepostet. Ich schätze Ihre Beiträge sehr, aber mir scheint, dass Sie sich in der Auseinandersetzung mit dem „blonden Hans“, der immerhin hart im Nehmen zu sein scheint, mittlerweile zu sehr hinreißen lassen. Machen Sie’s wie ich (und wie Apo es empfohlen hat)und ignorieren Sie seine Beiträge. Ignorieren, an alle Schlaumeier, ist keine Zensur, sondern Ausdruck von Freiheit („den ignorier ich nicht mal“; Karl Kraus?)!
    @ Christoph Rohde: Sie scheinen mir so ein Schlaumeier zu sein! Keinesfalls muss ich Augustinus und Bonaventura gelesen haben (hab‘ ich aber, nebenbei, ein wenig), um des Papstes Einlassungen wie Apo kritisch zu kommentieren. Mit solchem Ansinnen wollen Sie Benedikt gegen Kritik immunisieren und allen Kritikern weismachen, sie müssten erst Theologie studieren bevor sie sich angemessen äußern könnten. Pseudo!
    @ alle: Ich weiß, wenn man selbst nur selten was schreibt, sollte man vielleicht zurückhaltender mit Kritik an diesem Blog sein, aber ich fand die Entwicklung vieler Diskussionen hier um Apo-Artikel oft grotesk. Ich sag’s mal einfach so pauschal.
    @ Apo: Nicht der blonde Hans ist hier verschwunden, sondern seit Ihrer unnötigen und verletzenden „Enttarnung“ Alt 68er, ein Hauptakteur des „Kommentariats“. Schade, vermisst ihn keine(r)? Und der offene Brief an Westerwelle war auch ein Tiefpunkt, volle Zustimmung zu den Kommentaren von Frau Groda und Frau Winter!
    Aber Ihr Papstbuch find ich gut, bleibe seitdem ein erwartunngsvoller Leser. Dennoch finde ich, dass aus der Tatsache, dass ein Demokratiekritiker spricht, nicht folgt, dass demokratische Abgeordnete ihm nicht zuhören sollten.
    Schöne Grüße, B.W.

  21. avatar

    Eine Diktatur der Wahrheit ist mir schon einmal begegnet und ich kann gut darauf verzichten. Selbst die Wahrheit wurde für diese Diktatur geopfert. Die Partei, die Partei, die hat immer Recht!

    @Liebe Rita E. Groda: Meine letzte Ohrfeige bekam ich mit 16 Jahren von einer ehemaligen Lehrerin. Wir hatten uns nach Abschluss der Schule (10. Klasse) noch einmal getroffen, um einen Film für das DDR-Fernsehen zu drehen. Ich hatte ein Gebot übertreten: „Du sollst nicht lügen.“ Wir waren bei den Jungs, hatten uns versteckt, sie hat uns gesucht und dann habe ich sie angelogen. Ich habe gesagt, dass wir im Wald spazieren waren. Sie hat ihren ganzen angestauten Frust von 9 Jahren in diese Ohrfeige gelegt. Mit ihr war ich in Leningrad (1978) und Krakau (1979). In Leningrad waren wir auch auf dem Piskarjowskoje-Gedenkfriedhof. http://www.petersburg.aktuell......of_34.html .

    Wenn jemand Gebote (Lügen, Stehlen, Rauchen und Alkohol trinken) übertrat, ob nun in der Schule oder Freizeit, folgte grundsätzlich eine Klassenbesprechung. Dies konnte sehr vernichtend sein, dann kamen die Ausgrenzung und später der Liebesentzug. Kinder wollen von ihren Lehrern auch geliebt werden, also passen sie sich an.

    Meine Mutter erlaubte mir Westfernsehen zu sehen und stand auch noch öffentlich dazu.

    Westfernsehen war absolut unerwünscht, man könnte ja eine andere Meinung hören. Wie nannte der Papst dies? : „Diktatur des Relativismus“

    Einmal habe ich in der Schule erzählt, dass ich schon einmal im Westen war. Dafür fehlte dieser Lehrerin jede Fantasie, anstatt meine Mutter zu fragen, hat sie mich gezwungen, mich vor der ganzen Klasse selbst der Lüge zu bezichtigen. Sie bestimmte, was die Wahrheit ist, die Wahrheit aber, war ihr egal.

    Wenn man ständig mit dem Problem konfrontiert ist, wann darf ich was sagen, dann lernt man zu lügen.

  22. avatar

    Liebe Frau Heckel: Könnten Sie so freundlich sein, auch hier die Vernunft etwas unter Aufsicht stellen.
    Es hat ein wenigs ein“Geschmäckle“, wenn die Neuen hier heute gleich beim Namen mit ihren diversen Blogs verlinkt haben.

    Wenn man sich die Blogs anschaut – was man bei bisher Unbekannten selbstverständlich tut – dann könnte es einen ein wenig schütteln, je nach Gusto.

    Ne, wir sind nicht futterneidisch, wir, bzw. ich, brauchen hier keine Hinweise auf Blaue, Linke, Rechte und andere.

  23. avatar

    @Nein, wie haben keine Angst vor Fragen.
    Wir haben Angst vor Ansteckung, denn Dummheit und Ignoranz vermehren sich täglich und epidemisch.

    Ich opfere mich und diskutiere mit Ihnen auf Ihrem Blog weiter, damit hier wieder die Vernunft einzieht.

  24. avatar

    Nachtrag. Außerdem bin ich nicht o.t.. Denn wie gehen Demokratie, die APO für Deutschland behauptet, und Fremdherrschaft, siehe Nichtexistenz der ‚BRD‘ und wirken der ‚BRD‘-Regierung in gegenwärtiger Finanzkrise zusammen? Haben sie alle Angst vor Fragen?

  25. avatar

    @EJ, KJN und andere

    Ich habe strittiges Zitat einer Quelle, Zitatensammlung, eines Versicherungsmaklers entnommen die eher nicht ‚rechtsradikal‘ erscheint. Da habe ich auch das ‚dt‘ mitgeschleppt. Vielen Dank, so reinigen Sie meine Datenbank. 😉 Egal. Ich habe diese Zitatensammlung nun ‚entsorgt‘.

    Inhaltlich stimmt das Zitat sehr wohl. Aus der 2. Sitzung des Parlamentarischen Rates vom 8. September 1948.:

    … wo ein Volk sich unter Fremdherrschaft und unter deren Anerkennung zu organisieren hat, konstituiert es sich nicht – es sei denn gegen die Fremdherrschaft selbst -, sondern es organisiert sich lediglich, vielleicht sehr staatsähnlich, aber nicht als Staat im demokratischen Sinn. …..‘ Hier im Original. und noch mehr.

    Ansonsten habe ich gekauft/gelesen: Geheimsache BRD (Dokumentation): Beweise zur Nichtexistenz der Bundesrepublik Deutschland

    Und wenn ich Fragen zur Historie habe, und Ihnen nix besseres einfällt mir Dummheit oder Rechtsradikalität zu unterstellen, fällt Ihr Vorhalt auf Sie zurück. Außerdem stimmen Sie mir, was die deutsche Verfassung angeht, sogar zu.

  26. avatar

    @Alan Posener: Ich stimme Ihnen zu, daß der Papst nicht in unser parlament gehört, ohne Vorbehalte.

    Aber, wir haben ihn nicht eingeladen – er wurde vom Bundestag eingeladen, von den selben Leuten, bzw. Abgeordneten und Minister, die ihn jetzt partiell boykottieren möchten.
    Interessant dabei, z.B. der alte CDU-Vogel, er spricht sich öffentlich für die Redes des Papstes aus, kann aber, aus Termingründen, nicht anwesend sein. Gerde asotial, ein solches Vrhalten.

    Wo bleibt eigentlich Ihr offener Brief an die Verantwortlichen, für diesen Besuch?

    Der Papst hat sich schließlich nicht selber eingeladen!!
    Ein ganzes Volk freut sich, ereifert sich wegen dieser Papstrede. Während die Verantwortlichen sich schlau dünne machen.

    Ich würde mir langsam wünschen, der Papst wäre so“gemein, wie dereinst der alte Humboldt. Den hat man auch einmal genötigt das Volk zu beruhigen.
    Er hat sich einfach hingestellt, freundlich gegrüßt, sich für die Einladung bedankt und verabschiedet.

    By the way, einst hat einen Deutschen Fürsten der“Ludergeruch der Revolution“ davon abgehalten die offerierte Kaiserkrone anzunehmen.
    Ach, waren das noch Zeiten …………………

  27. avatar

    @KJN: Stimme Ihnen völlig zu. Auch mir geht es um Argumente – Argumente pro und kontra, je nach dem. In einem freien Land ist dies erlaubt.

    Jetzt haben wir hier auch schon die Linken, die Rechten, die Blauen, und das ganze andere Grobzeug.

  28. avatar

    @Dora: „Erst das Niederringen und Umdeuten des ursprünglichen Christentums geb dem Westen die Überlegenheit zurück ….“
    Mir graut es allmählich bei solchen Ausführungen auch auf diesem Blog.

    Ba the way, als in Spanien die Mauren von der „Inquisition abgelöst wurden, gab es leider niemand der da erfolgreich „niedergerungen“ hat.
    Ja, meinten Sie vielleicht Franco? Nach dessen Tod wurden die dortigen Christen noch wesentlich scheinheiliger.

    Ich finde es andererseits mehr als befremdlich, daß Sie jetzt gezielt auf den „Hitlerjungen“ anspielen.
    Wir kennen doch seine Biografie seit seiner Wahl.

    Sie appelieren hier augenscheinlich an“die niedrigen Instinkte“ der Menschen!!!

    Menschen, die meinen auf dieser Ebene mit uns hier sprechen zu können, die haben es explizit verdient, daß der deutsche Papst Ihnen im Bundestag seine“Überlegenheit“ demonstriert.

  29. avatar

    Ich kann KJN nur zustimmen. Es wäre schön, wir würden hier über die veröffentlichten Beiträge diskutieren. Man sollte nicht zulassen, dass ein Rechtsextremist diese Website kapert und für seine Propaganda missbraucht.

  30. avatar

    http://www.amazon.de/Betrachtu.....38;sr=8-14

    Montesquieu gibt die Meinung vieler heidnischer Römer über das Christentum wieder. Nämlich die Christen hätten am Niedergang Roms die Schuld weil sie der Meinung waren, der Mensch solle sich nicht um diese Welt sondern nur um die jenseitige Welt kümmern. Selbst als die Vandalen Hippo belagerten, hat es Augustinus gesagt. Heidnische germanische Söldner konnten die Macht übernehmen weil die christlichen Römer nicht kämpfen wollten. Die Vernunft wurde auch von den Christen durch systematisches Verbrennen heidnischer Schriften vernichtet. 600 Jahre später wurden sie dann aus dem Arabischen zurückübersetzt. Bis ca. 500 war der Westen dem Osten (China) überlegen. Durch systematische Vernichtung der alten Kultur änderte sich das und die andrängenden Völker (Germanen und Slawen) konnten sie nicht übernehmen. Sie übernahmen von den Kulturvölkern das Christentum , also nur die Primitivfassung einer Hochkultur. In China übernahmen die Mongolen die chinesische Hochkultur und die Mandschu (mongolisches Mischvolk) regierten China bis 1904.
    Erst das Niederringen und Umdeuten des ursprünglichen Christentums gab dem Westen die Überlegenheit zurück.
    Hitlerjunge Benedikt ist seit frühester Kindheit ein Feind der Vernunft und Anhänger verschiedener Wahnsysteme und wenn er könnte würde er Ketzer wieder auf dem Scheiterhaufen verbrennen.
    Als Präfekt der Glaubenskongregation , also der Inquisition war er so etwas wie der Bluthund des Papstes und ist natürlich radikal. Wie konnte er nur zum Papst gewählt werden ?
    Zurück ins menschenrechtslose Mittelalter.

  31. avatar

    1. @derblondehans: „..Modalität der Fremdherrschaft..“
    Sagen Sie jetzt doch mal ganz ehrlich, worum es Ihnen wirklich geht!
    Ich kenne persönlich „Piusbrüder“, die würden sogar katholisch werden, wenn sie dort nur einen verlässlichen Abnehmer für ihre rechtsradikalen Verschwörungstheorien fänden..
    2. Mir würde der Blog wieder mehr Spaß machen, wenn wieder mehr auf die Thesen der Autoren Bezug genommen würde. Man mag’s mir vielleicht nicht glauben, aber meist möchte ich einfach nur Argumente lesen..

  32. avatar

    @ derblondehans: Carlo Schmidt […] in einer Rede vor dem Parlamentarischen Rat 8.9.1948 (Auszug): ‘Die Bundesrepublik Deutschland ist kein souveräner Staat. Sondern nichts anderes als die Organisationsform einer Modalität der Fremdherrschaft.’

    Wieder so ein Dingen, bei dem man rätseln muss: Sind Sie dumm? Oder wollen Sie Ihre Leser für dumm verkaufen.

    Bei dem, was Sie in Anführungszeichen setzen, handelt es sich nicht um einen Auszug!

    Die Bundesrepublik Deutschland gibt es mit diesem Namen erst seit Mai 1949. Und selbstverständlich sprach Carlo Schmid (mit „d“, nicht mit „dt“), allein schon, um die drohende Zweiteilung Deutschlands abzuwehren, in seiner ganzen langen Rede ausschließlich von Deutschland.

    Übrigens: Dass Carlo Schmid tatsächlich von einer „Organisationsform einer Modalität der Fremdherrschaft“ sprechen konnte, zeigt, dass mindestens auf dem Gebiet der späteren Bundesrepublik die „Fremdherrschaft“, die dort 1955 endete, nicht gar so arg war.

    Für Gesamtdeutschland endete die „Fremdherrschaft“ bekanntlich erst im März 1991. Dass damals der Vorbehalt des Grundgesetzes (Art 146), auf den Carlo Schmid schon in dieser frühen Rede der Sache nach hinaus will, nicht genutzt, und aus dem Grundgesetz nicht in einem Referendum eine Verfassung wurde, mag man allerdings bedauern.

    Aber was soll’s! – Sie haben Carlo Schmids hoch differenzierte Rede natürlich gar nicht nachgelesen, sondern Ihr Schmid-„Zitat“ natürlich aus irgendwelchen rechtsradikalen Quellen, z.B. Horst Mahler, abgeschrieben. Denn natürlich geht es Ihnen nicht um einen historischen Rückblick, sondern – wie Sie sagen bzw. fälschen: „Die Bundesrepublik Deutschland ist …“ – um die Denunziation der gegenwärtigen Bundesrepublik.

    Sie sind, dumm oder nicht dumm, ein kleiner rechter Widerling!

  33. avatar

    @Stefan Dewald, Christian Rohde:
    Machen Sie auf Ihrem jeweiligen Blog auch Werbung für“STARKE MEINUNGEN“.

    Nun ja, erlaubt zu scheint, was gefällt:

    Und Ihr Blog gefällt mir jetz aber überhaupt nicht!!

    Antwort unnötig, da Antwort überflüssig!

  34. avatar

    Lieber „derblondehans“,

    schon im Spiegel-Online-Forum sind Sie mir wegen Ihrer hetzerischen, faktenresistenten und irreführenden Äußerungen und „Argumentationen“ aufgefallen.

    schönen Tag noch.

  35. avatar

    Danke für diesen guten Kommentar, insbesondere weil Sie, Herr Posener, explizit auch den Antisemitimus Benedikts und der katholischen Kirche herausstellen – das geschieht in unserer Medienlandschaft immer noch viel zu wenig. Des Weiteren kann ich den hier anwesenden Lesern nur empfehlen, Poseners „Der gefährliche Papst“ zu erwerben.

    Achja: den blonden Hans bitte einfach ignorieren.

  36. avatar

    Es ist völlig illegitim, unter Rückgriff auf die Pius-Brüder die Position Benedikts als Strohpuppe zu konstruieren. Ohne die Theologie Augustins und Bonaventura kann man die beiden Reiche nicht verstehen, zwischen denen so ein geistliches und staatliches Oberhaupt lavieren muss. Ich empfehle das Interview von Peter Seewald mit Benedikt „Licht der Welt“. Benedikt weiß die Vorzüge des Rechtsstaats wohl zu schätzen. Er ist kein Teeparty-Spinner. Diese Art des Argumentepatchworks ist leider nicht seriös

  37. avatar

    … oooops? Noch eimal.

    Werter APO, Euthanasie ist Programm der National-SOZIALISTEN und KOMMUNISTEN. Um so bedauerlicher die PID-Entscheidung im Bundestag. (Übrigens auch von Habermas kritisiert.)

    Von PID, Euthanasie, ist der Schritt nicht weit zur vom Faschismus und Kommunismus verwirklichten Auslese angeblich minderwertigen Lebens und deren Vernichtung. Das wissen Sie doch. Oder?

    Allerdings – wer die Todesstrafe fordert, hat das Evangelium nicht verstanden. In dieser Frage sind Sie, APO, und Schmidberger sich also ähnlich. Von 1941 bis 1945 ließ das NS-Regime 15.000 Patienten von Nervenkliniken als ‚lebensunwertes Leben‘ umbringen.

    Zum „Duschen“ in den Keller

    Was an ‚Liebe zur Erde, zur Natur, zum Volk, zur Arbeit, zur Heimat mit ihren Bräuchen und Traditionen, zu ihrer Kultur und ihrer Geschichte‘ schlecht sein soll, erschließt sich mir nicht.

    Zur Demokratie und Grundgesetz:

    Prof. Dr. Carlo Schmidt (SPD-Abgeordneter, Prof. für Völkerrecht), in einer Rede vor dem Parlamentarischen Rat 8.9.1948 (Auszug): ‚Die Bundesrepublik Deutschland ist kein souveräner Staat. Sondern nichts anderes als die Organisationsform einer Modalität der Fremdherrschaft.‘

    Völkerrecht ist das Recht der Völker auf Selbstbestimmung. Gilt das nicht für die Deutschen?

  38. avatar

    Werter APO, Euthanasie ist Programm der National-SOZIALISTEN und KOMMUNISTEN. Um so bedauerlicher die PID-Entscheidung im Bundestag. (Übrigens auch von Habermas kritisiert.)

    Von PID, Euthanasie, ist der Schritt nicht weit zur vom Faschismus und Kommunismus verwirklichten Auslese angeblich minderwertigen Lebens und deren Vernichtung. Das wissen Sie doch. Oder?

    Allerdings – wer die Todesstrafe fordert, hat das Evangelium nicht verstanden. In dieser Frage sind Sie, APO, und Schmidberger sich also ähnlich. Von 1941 bis 1945 ließ das NS-Regime 15.000 Patienten von Nervenkliniken als ‚lebensunwertes Leben‘ umbringen.

    Zum „Duschen“ in den Keller

    Was an ‚Liebe zur Erde, zur Natur, zum Volk, zur Arbeit, zur Heimat mit ihren Bräuchen und Traditionen, zu ihrer Kultur und ihrer Geschichte‘ schlecht sein soll, erschließt sich mir nicht.

    Zur Demokratie und Grundgesetz:

    Prof. Dr. Carlo Schmidt (SPD-Abgeordneter, Prof. für Völkerrecht), in einer Rede vor dem Parlamentarischen Rat 8.9.1948 (Auszug): ‚Die Bundesrepublik Deutschland ist kein souveräner Staat. Sondern nichts anderes als die Organisationsform einer Modalität der Fremdherrschaft.‘

    Völkerrecht ist das Recht der Völker auf Selbstbestimmung. Gilt das nicht für die Deutschen?

  39. avatar

    Aus der Bundesdeutschen Politik
    Politische Weiterbildung für Abgeordnete

    Neuerdings gibt es Vorlesungen zur Weiterbildung im Deutschen Bundestag. Die erste Serie heisst »Diktaturen im 21. Jahrhundert CE«. Der ständigen Abgeordnete Peter Schmidt von der Legendären Alternativen Liberalen Liste (LALL):

    »Nach all den Problemen der letzten Jahrzehnte haben wir uns ernsthaft gefragt, ob die parlamentarische Demokratie das bevorzugte Modell für einen Staat in der Zukunft sein wird und die Mühe, die es macht, das Ergebnis rechtfertigt. Daher haben wir uns entschlossen andere Staatsformen unter die Lupe zu nehmen. Als erstes beginnen wir mit dem absoluten Gegenteil des Rechtsstaats, nämlich absolutistischen, hierarchischen, totalitären Dikaturen.

    Den Reigen eröffnet Prof. Ratzinger vom VatikanSStaat, gefolgt von Kim Il-Sung und Muammar al-Gaddafi. Bei Fidel Castro sind wir uns nicht sicher, aber möglicherweise wird er per Webcast teilnehmen. Durch den natürlichen Zeitversatz würde auch der Synchrondolmetscher etwas mehr Zeit haben.«

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Shares
Scroll To Top