In ihrem Buch „Anti-Fascist Economics: In Defense of Affordability, Dignity, and Democracy“ favorisiert die US-Ökonomin Isabelle Weber einen Staat, der die Wirtschaft mit Preiskontrollen und anderen Mitteln steuert – als Antwort auf die globale Misere der liberalen Wirtschaftsordnung. Vor wenigen Wochen, folgert die FAZ, war ein solches wirtschaftspolitisches Programm noch linke Träumerei. Inzwischen ist es jedoch nicht mehr so utopisch.
Weber ist bekannt geworden durch ihre Studie How China Escaped Shock Therapy und die Debatte um Preiskontrollen nach der Pandemie. Der Neoliberalismus ist mit dem Versprechen angetreten, eine Rückkehr des Faschismus zu verhindern. Weber argumentiert, der Neoliberalismus habe dieses Versprechen gebrochen und dem Faschismus sogar den Boden bereitet. Um die extreme Rechte wirklich aufzuhalten, brauche es eine Ökonomie, die allen Menschen ein Leben in Würde ermöglicht.