

Nachdem die „Zeit“ ihre digitale Reichweite durch einen Zugang zur Mitgliederkartei der NSDAP massiv steigern konnte, hat nun der „Spiegel“ mit mehrmonatiger Verspätung nachgezogen. Nun kann jeder selbst prüfen, ob Opi oder Uroma Nazi war.
Vor 45 Jahren drang mit der US-Serie „Holocaust“ die über Jahrzehnte verdrängte industrielle Vernichtung der Juden in die deutschen Wohnzimmer hinein. Es wird sich zeigen, ob der Zugang zu den Karteikarten einen ähnlichen Erkenntnisschub wie die Hollywood-Serie Anfang der 1980er-Jahre in Deutschland auslöst oder doch nur ein familiäres Hütchenspiel bleibt.
Denn selbst wer wie Historiker einzelne Buchstaben im Register erklären kann, erhält nur einen begrenzten Blick auf den einzelnen Menschen. Zur Jahreswende sind zwei Bücher erschienen, die eindringlich die Geschichten hinter den Karteikarten aufblättern. Weiterlesen