20 % aller 65-Jährigen entwickeln eine Altersdepression. In Pflegeheimen steigt die Quote auf 40 %.
Neurologen und Psychiater nennen die Ursachen: Verluste und weitere Verlustängste. Und die Aussicht, sterben zu müssen, ist nicht die rosigste Zukunftsperspektive.
Allerdings:
Das Bundesjustizministerium bastelt gerade an einer Verordnung:

War der depressive alte Mensch vor 35 oder mehr Jahren in der DDR auch nur 30 Tage zu Unrecht in Haft, war’s die Stasi, die das verbrochen hat.
Folge uns und like uns:
Werter Hans,
merken Sie nicht, wie Ihnen die Felle davon schwimmen. Andersdenkende machen Sie auf eine Art und Weise nieder, jede Staatssicherheit auf dieser Welt würde vor Freude explodieren?
Mir ist schon lange bekannt, dieser menschenverachtenden „DDR-Aufarbeitungsdiktatur“ geht es nur um Steuergelder. Über 6 Milliarden Euro Steuergelder, davon 80% von uns Wessi’s, mussten wir schon auf den Tisch blättern. Merken Sie nicht, wie Sie um deren Pfründe geradezu händeringend kämpfen? Diese gesamte „DDR-Aufarbeitungsdiktatur“ trägt den Makel: „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing“. Für Jahresbruttogehälter von ca. 135.000 Euro (Steuergelder, 80% von uns Wessi’s) schreibe ich Ihnen alles was Sie von mir hören wollen. Und bekomme vielleicht noch das Bundesverdienstkreuz.
Erst wenn keine Steuergelder für diese „DDR-Aufarbeitungsdiktatur“ bezahlt werden, dann hat eine faire gesamtdeutsche Aufarbeitung unserer Geschichte ein Chance. Leider sind dann unsere Kinder, unsere Enkelkinder extrem indoktriniert worden. Es wurde sehr viel Schaden angerichtet.
Zur Beruhigung empfehle ich Ihnen, rauchen Sie eine Zigarette oder trinken Sie ein Glas Bier.
… oh, werter W.J., ich habe ein ‚dickes Fell‘, rauche nicht und mach mir nix aus Alkohol … aaaber, wie Sie es wollen – kämpfen Sie weiter!
Lieber Bodo Walther,
ich sage einfach DANKE, jetzt wieder 21 Kommentare.
Jetzt 24.
Opferrente 400 Euro monatlich für 30 Jahre: 144.000 Euro
Zum Vergleich:
90.000 EUR – Schmerzensgeld
• Schlüsselbeinbruch,
• mehrere Armbrüche (beidseits),
• Verdickung des Nervus radialis,
• Rippenserienbruch,
• Beckenringbruch,
• Oberschenkelschaftfraktur links,
• Tibiaschaftfraktur, Lungenprellung,
• Schädelhirntraume II. Grades mit Hirnödem,
• Nasenbeinbruch, großflächige Ablederungsverletzungen mit Hauttransplantationen.
Folgen: zahlreiche entstellende Narben. Beide Arme nur eingeschränkt nutzbar. Laufen zeitlich eingeschränkt, Kopfschmerzen, Wetterfühligkeit
Insges. 230 Tage (davon zunächst 183 Tage ununterbrochen nach dem Unfall) stationäre Behandlung (5 Einzelaufenthalte), mehrere Operationen, zunächst Rollstuhl erforderlich, insges. ca. 3 Jahre Behandlungsdauer
Beim Unfall 41 jährige Mutter dreier erwachsener Kinder, die alle noch im Haushalt lebten. 100% Eintrittpflicht des Unfallgegners Schweres Verschulden des Unfallgegners (Alkohol),
Geschädigte kann Darmausgang nicht mehr selbst reinigen, ist in Pflegestufe 2 eingestuft. 14 U 175/07
Entsch. v.
12. 03. 2008
http://app.olg-ce.niedersachse.....ort=betrag
Zu diesen politischen Gefangenen in der Alt-BRD gibt es keine Opferrente, kein Schmerzensgeld:
Aus Amnesty International Jahresberichten:
1978
Bundesrepublik Deutschland
Im März 1978 entsandte amnesty international Professor J. P. Tack von der Universität Nimwegen in den Niederlanden zur Beobachtung eines Prozesses gegen vier Studenten in Göttingen. Die Angeklagten wurden der »Volksverhetzung« und der »Verunglimpfung des Andenkens eines Toten« beschuldigt, weil sie einen Artikel über die Ermordung des Bundesanwaltes Siegfried Buback veröffentlicht hatten.Zu Beginn des Prozesses brachte die Anklage überraschend zwei neue Anklagepunkte vor, unter anderem »Staatsverleumdung«.
1978
Es gab eine Reihe von Beschuldigungen, daß Gefangene, die politisch motiviertet Straftaten beschuldigt oder überführt sind, unter gesundheitsschädigenden Bedingungen gefangengchalten würden. Es wurde behauptet, daß Isolation und Kontaktsperre bewußt angewendet werden, um »ihren Willen zu brechen«. Keiner von ihnen wurde als politischer Gefangener betreut.Die Klage, in welchem Maße die Bedingungen der politisch motivierten Gefangenen unter das Mandat von amnesty international zum Komplex grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Bestrafung– fallen, ist kompliziert, und gegen Ende 1977 gab das Internationale Exekutivkomitee eine Untersuchung in Auftrag, die die Haftbedingungen von Personen, die politisch motivierter Straftaten verdächtigt oder überführt sind, die Anschuldigungen über Kontaktsperre und Isolation sowie deren Auswirkungen auf die Gesundheit einzelner Gefangener klären soll.
1985
Bundesrepublik Deutschland
…. sowie der angeblichen Mißhandlung von Gefangenen, die in Nürnberg in Beruhigungszellen inhaftiert waren. amnesty international forderte die Freilassung von acht Personen, die wegen Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen in Haft waren. Im Juni 1984 wandte sich amnesty international in einem Schreiben an den bayerischen Justizministcr mit der Bitte um Stellungnahme zu Beruhigungszellen in einem Nürnberger Gefängnis. Berichten zufolge waren Untersuchungsgefangene in einzelnen Fällen bei Temperaturen von bis zu 35°C bis zu drei Tagen nackt in Einzelhaft gehalten worden. Der Minister antwortete, die Situation habe sich seit April 1984, als amnesty international die ersten entsprechenden Hinweise erhalten hatte, geändert. Gefährliche Gefangene oder solche, bei denen die Gefahr einer Selbstverletzung bestehe, würden nicht mehr nackt, sondern in nicht zerreißbarer Kleidung gehalten. Für Gefangene, denen man die Kleider weggenommen habe, sei die Zellentemperatur auf 30 °C festgesetzt worden. Der Minister rechtfertigte jedoch die Einzelhaft, die Wegnahme der Kleider und andere restriktive Maßnahmen mit Hinweis auf die bundesweit geltenden Bestimmungen für den Strafvollzug.
„Die Zeit“ vom 9. August 1985:
Der jährlich veröffentlichte „Human Rights Report“ des amerikanischen Außenministeriums kommt über die DDR zu folgenden Ergebnissen:
Es gebe keine politischen Exekutionen, kein Verschwinden von Personen und keine organisierte Folter; kritisiert werden jedoch der Schießbefehl an der Grenze und Verhöre unter Verweigerung von Essen und Schlaf.
http://www.zeit.de/1985/33/kei.....r-eigenlob
„Opferrente 400 Euro monatlich für 30 Jahre: 144.000 Euro“
Also gerechnet vom vergangenen Jahr an, als ich diese Zahlungen erhielt und 64 war, müßte ich dann 94 werden. Wollte der Herr, dass es so käme.
Ich kann es durchaus nachvollziehen, warum die DDR-Diktatur die 1976er Anordnung über „Ehrenpensionen für Verfolgte des Faschismus“, warum die das als Vertrauliche Verschlussache händelte. Diese 1.400 DDR-Mark im Jahr 1989, die mehr als der Arbeitsverdienst eines Durchschnitts-Arbeiters waren und etwa das Vierfache einer DDR-Altersrente, also die hatten natürlich ihre Neider.
Das hatte ich schon geschrieben hier …
Übrigens: Die drei Jahre, die ich in der DDR in Haft war, sind mit § 250 Absatz I Nr. 5 und 5a eine „Ersatzzeit“: Also für diese Zeit wird der Durchschnitts-Rentenwert meines Berufslebens genommen und in diese Zeit fiktiv hineingefüllt. Das sind diese „versicherungsfremden Leistungen“.
Lieber Bodo Walther, ich versuche mal die Kurve zu kriegen: Juristische Aufarbeitung von Schuld und Haftung und Psychoanalyse haben wohl i.d.R. nur eine geringe Schnittmenge, es sei denn es wird nachgewiesen, daß das Leben der Opfer nach der Tat nachweislich durch die Tat bestimmt ist. Schwierig, weil, wie immer ‚multikausal‘..
Wer mal in verantwortlicher Position (Personalverantwortung) gearbeitet hat, kennt wohl die Abwägung von Verantwortung, Kausalität und Schuldzuweisung aus seiner Alltagspraxis und ist entsprechend daran gewöhnt, in eigener Verantwortung Entscheidungen zu treffen. Und kann sich vor diesen immer speziellen Entscheidungen am allermeisten nicht mit Handbüchern, dem Arbeitsrecht oder dem BGb absichern.
Unserer stets wohlinformierten Gesellschaft ist erstaunlicherweise die erforderliche Menschenkenntnis soweit abhanden gekommen, daß so hilflos gewordene moderne Mensch eher einen politischen Irrweg nach dem anderen sucht, als noch Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen.
Es wird also eher nach der individuellen oder politischen Schuld bei anderen gesucht, als sich vielleicht selber auch als überlebt habendes Opfer den Umgang mit den Ereignissen zu erarbeiten.
Das heißt aber ja nicht, daß Politik (als angewandte Gruppendynamik, wo jeder sich den bequemsten Weg sucht) da keine Verantwortung hätte, aber genau da müssten sich aber die klügeren Leute mit beschäftigen. Tun sie aber nicht. Herausragendes Beispiel ist die unsägliche Frau Merkel, aber auch so einige andere. Stattdessen wird immer nur über die ‚richtige‘ Ideologie gestritten – leider auch hier – und so ist es nur logisch, daß kein (!) Lernprozess stattfindet. Im Gegenteil, so pflanzt sich Dummheit fort, denn das Gegenteil von Dummheiten können auch immer nur Dummheiten sein. Wie z.B. das von Ihnen zitierte Gesetzesvorhaben. Oder derzeit der Position von AfD, ‚Grünen‘, Linken, SPD und Teilen der CDU beim Thema Iran. Alles das Gleiche in anderen Farben. Naja, und so entsteht auch immer die neue Bürokratie in einer wohlorganisierten Verantwortungslosigkeit.
Natürlich fällt das irgendwann krachend in sich zusammen, i.d.R. durch einen Krieg (nein nicht Ukraine, Iran.., sondern hier, wahrscheinlich infolge an eine KI deligierte Verantwortung..).
Tut mir leid, das macht nicht gerade Hoffnung, aber wir hatten nach WK II in Europa viele gute Chancen, haben sie aber nicht genutzt und werden sie jetzt nicht mehr nutzen, weil die Charakterköpfe mittlerweile fehlen. Vielleicht hilft ja noch mal Amerika..
Jedenfalls halte die Reaktion der Forumsteilnehmer hier auf die Fragen, die sie berechtigterweise hier stellen, unübertroffen billig und intellektuell unterirdisch und es wird hier erkennbar und exemplarisch eine weitere Chance verspielt, aus den Fehlern aus der Vergangenheit zu lernen. Therapieresistent sozusagen. Und.. ’nach mir die Sintflut‘.
Ja, des Menschen Resilienzen, seine psychischen (Gegen-)Kräfte gegen die Unbill des Lebens, lieber KJN,
als junger Assessor hatte ich 1994/95 eine „SED-Unrechtsbereinigungsbehörde“ in Leipzig, die Behörde zum Vollzug des Verwaltungsrechtlichen Rehabilitierungsgesetzes, VwRehaG (mit) aufgebaut.
Und stehe bei dem anderen Verordnungsvorhaben noch ratloser da:
https://www.bmjv.de/SharedDocs/Downloads/DE/Gesetzgebung/RefE/RefE_VwRehaGSch%C3%A4V.pdf?__blob=publicationFile&v=2
Eine „Zersetzungsmaßnahme“ vor 40 Jahren, also ein DDR-Staatsmobbing soll Ursache heutigere Depressionen sein?
Was ist eigentlich als eine solche Maßnahme zu qualifizieren?
Wieso ist der Betroffene da noch immer nicht „drüber weg“ ?
Wo sind seine Resilienzen? Wieso konnte er sie nicht aufbauen?
Und daraus folgend: Was ist hier überhaupt „Ursache“?
P.S.:
Weder die, welche das Konzentrationslager überlebt hatten, noch die, welche aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft heimkehrten, hatten in den 1950er Jahren Zeit oder Willen, sich „mit so was“ auseinanderzusaetzen. Dieser Nabelschau.
Sie haben wohl Recht: Krieg gebiert dann ganz andere Sorgen.
Warum lassen Sie nicht einfach mal die Opfer des NS (KZ-Überlebende) als inzwischen weitestgehende stumme Zeugen beiseite? Wir sind nicht mehr in den 1950igern und ob Sie solche näher kennen, weiß ich nicht. Dass es Mitglieder der AfD waren, die mit dem NS provozieren und damit auch NS-Opfer und deren Nachkommen triggerten, dürften auch Sie wissen. Bereits in der DDR – damals mit der Arroganz einer gut ausgebildeten jungen Frau – äußerte ich mich hinterfragend über Opferrenten. Es gab in meiner Familie Verfolgte des NS. Dies, die Diskussionen um den Begriff »Opfer« und die Frage, wie eine Demokratie mit dem Thema umgeht, ließen mich dann auch zum Buch »Opfer – Die Wahrnehmung von Krieg und Gewalt in der Moderne« von Svenja Goltermann greifen. Darin kann mensch auch lesen: „Wer jedoch als Opfer überhaupt benannt und anerkannt wird, war und ist eine Frage von Hierarchien und Macht – und damit ein eminent politisches Problem.“ In einer Demokratie wird darüber gestritten. Sie dagegen unterstellten mir bei Facebook sofort, dass ich einem Totalitarismus das Wort reden würde. Wie der Begriff »Opfer« umgangssprachlich verwendet und interpretiert wird, ist vom jeweiligen Sprecher und Hörer abhängig. Das Ziel in der Propaganda war »Opfer« zu delegitimieren. Walter Rothschild, um doch noch einmal auf NS-Opfer zurückzukommen, schrieb, soweit ich mich erinnere, in seinem Buch »Auf das Leben!« über einen Juden, der den Holocaust überlebte, sein Leben lang arbeitete und der als er Rentner wurde, sich mit seinen Erinnerungen konfrontiert sah. Mensch kann sein erfahrenes Leiden (verdrängen) aufschieben, das hebt es nicht auf. Ich habe viele ähnliche Geschichten gelesen, da ich wissen wollte, wie andere Familien mit der Vergangenheit umgehen, denn ich wollte meine Kinder unbedingt vor der transgenerativen Weitergabe schützen.