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Wenn alle dem „Opfer“ glauben wollen

Justizia mit verbundenen Augen und Waage – Sinnbild der unbeeinflussten Rechtsprechung. Bild von Clker-Free-Vector-Images auf Pixabay

Sexuell gequälte Frau – böser Mann: Eine solche Konstellation  ich selbst schon erlebt, bei einem engen Freund. Sogar verschärft: arme schwarze Frau – böser weißer Mann. Es endete beinahe mit einem fatalen Fehlurteil.

Der Freund kam am Abend zu mir, um bei mir zu übernachten. Er arbeitete bei einem Bildungsträger in Berlin und sollte in Hamburg eine Dependance aufbauen. An dem Tag hatte er nach einer Putzkraft gesucht, für einen 450-Euro-Job. Eine Frau aus Afrika habe sich vorgestellt, erzählte er. Sie sei aggressiv gewesen und habe zwischendurch mit ihrem Freund telefoniert. Danach sei es noch schlimmer geworden. Sie habe ihn massiv bedrängt, weil sie unbedingt den Job haben wollte, da sie Geld brauchte. Es sei ihm komisch vorgekommen, er habe eine andere Person angestellt. Weiterlesen

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Der Fall Fernandes-Ulmen: Die Maßstäbe verrutschen

KI-Bild einer Jugendlichen. aiduck via Pixabay

Ist digitale sexualisierte Bloßstellung und Erniedrigung von Frauen dasselbe wie eine reale Vergewaltigung, gar schlimmer? Die erregte Debatte führt in die Irre und lenkt ab von der alltäglichen sexuellen Gewalt an Frauen und Kindern.

Paare tun sich vor, bei und nach Trennungen oft schreckliche Dinge an. Die Öffentlichkeit bekommt davon selten etwas mit, es sei denn, es kommt bei solche Ehedramen zu Gewalt- oder Tötungsdelikten. Die Schauspielerin Collien Fernandes wirft ihrem Ex-Partner Christian Ulmen nun „digitale Vergewaltigung“ vor. Über Jahre habe er gefälschte Sex-Bilder und -Videos von ihr verbreitet, die sie entwürdigen sollten. Der „Spiegel“ und andere Medien berichteten, seit Tagen wird darüber in den sozialen Medien heftig diskutiert. Es gab Demonstrationen, ein Gesetz soll umgehend geändert werden. Aber ist die Aufregung angemessen? Weiterlesen

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