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Jüdisch in Deutschland? Lieber in der Ukraine…

Jetzt nervt er auch noch mit seinen Wurzeln. Irgendwann muss auch mal gut sein… Und außerdem: Was die Juden mit den Palästinensern machen … Haben „die“ denn aus der Geschichte nichts gelernt?

Am 08. Oktober abends kam das Foto einer Freundin. Ein Wohnhaus in Berlin, auf der weißen Wand ein Davidstern. An was erinnert das noch mal? Am gleichen Tag morgens die Nachricht meines Freundes Roman aus Israel: „Hi, wie geht es dir? Hast du auch Ermordete in deinem Kreis?“ Weiterlesen

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Und es hat Bumm gemacht…

In irgendeiner deutschen Großstadt, kurz vor Silvester. Carla fährt, ich sitze. Es wird eingeparkt, und dann knallt es. Ich zucke zusammen.

Im Juni 2022 haben wir mit drei Bussen rund 160 Menschen aus Mikolajiv evakuiert. Wir, Be an Angel, seit März 2022 in der Ukraine aktiv.

Der Abholort war in der Innenstadt, auf einem Parkplatz hinter einem Shoppingcenter. Irgendwann knallt es. Und zwar ganz gewaltig. Selbst zu diesem Zeitpunkt, nach Monaten in der Ukraine unterwegs, hatte ich noch nicht verstanden, dass ich mitten im Krieg bin. In Deutschland aufgewachsen, immer in Sicherheit, war ich zwar mittendrin, aber kein Teil davon. Schizophren? Weiterlesen

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Kherson – an der Front. Und irgendwie egal

Beim Einchecken im Hotel wird man direkt darauf hingewiesen: Rauchen ist auf den Zimmern nicht erlaubt. „Auch wenn Sie einen Balkon haben – es darf nirgends geraucht werden, nicht mal auf dem Balkon.“ Dann kommt: „Bei Luftalarm versuchen Sie gar nicht erst, bis zum Bunker zu kommen. Das schaffen Sie sowieso nicht. Gehen Sie einfach auf den Korridor.“

Kherson: Erst war die Stadt russisch besetzt, dann wurde sie von der ukrainischen Armee befreit. Danach haben die Russen den Damm des Flusses, an dem die Stadt liegt, zerstört, und es kam zu einer Flutkatastrophe. Menschen, die sich auf die Dächer ihrer Häuser geflüchtet hatten, haben die Russen beschossen. Auch die Flutkatastrophe hat die Stadt und die umliegende Region ansatzweise bewältigt. Geblieben ist: die russische Armee auf der anderen Flussseite. Die Stadt liegt also quasi an der Front. Auf den Uferstraßen ist die schusssichere Weste unabdingbar. Es gibt keine Straße, in der nicht ein Gebäude von Raketen oder Drohnen getroffen wurde.

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