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Muss man das lesen? „Landschaft ohne Zeugen“?

Ja klar, wenn ich so etwas wie eine Rezension zu dem Buch schreiben will, muss ich das lesen. Aber Sie? Sagen wir mal: Wenn Sie sich vor Ihrem geistigen Auge die AfD als eine Wiedergängerin der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei aufgebaut haben. Und wenn Sie davon überzeugt sind, dass alle AfD-Höhenflüge so eine Ossi-Sache seien…

Und wenn Sie dann auch noch wissen, dass in der DDR halt doch nicht diese Aufarbeitungsmedaillen gewonnen wurden, mit denen die Bonner Republik sich behängt hat, …

… dann kann Ihnen Ines Geipel dazu ein ganzes Buch verkaufen. In dem steht:

„Sie haben so was von recht.“

Buchenwald.

Eine Legende.

Ines Geipel beginnt mit dem DDR-Ritus, mit uns 14-Jährigen auf dem Appellplatz zu Buchenwald. Sie beschreibt es als ihre Jugendweihe.

Oh, ich erinnere mich gut. Ich war immer der mit den besten Zensuren in der Klasse. Und deshalb der Vorsitzende des Gruppenrates der Jungen Pioniere. Jetzt, als 14-Jähriger war meine neue Funktion als Erster Sekretär der FDJ-Gruppe eigentlich nur noch eine Formsache.

Doch, doch, Überlebende des Konzentrationslagers Buchenwald gab es damals, 1974/75 durchaus noch. Es gab Zeugen. Auch zwei Klassenkameraden und ich waren eingeladen bei einem. Als Auszeichnung. Er wohnte in der Weißenfelser Luise-Brachmann-Straße, ein Stück hinter dem Haus meiner Großeltern, die jetzt im Westen wohnten und von dort die eindeutig bessere Schokolade darreichen konnten.

Was erzählte er uns? Dass wir fleißig lernen sollten, nach guten Noten streben, um ein besseres Deutschland aufzubauen. Gar nichts Schlimmes eigentlich. Erzählte er von Buchenwald? Ich erinnere mich nicht. Aber vielleicht war ich 14-Jähriger auch nicht bei der Sache. Ich starrte ihn an und dachte immer nur:

„Du warst einmal ein Held. Du hast etwas riskiert. Und heute, da ich meine Oma und meinen Opa im Westen nicht besuchen kann, da sagst Du gar nichts zu. Du bist eine feige Memme geworden, Du Held!“

War er überhaupt ein Held?

Auf den Seiten 23 bis 244 des 333 Seiten dicken Buches schildert Ines Geipel immer wieder die Rolle der kommunistischen Lagerältesten und Blockältesten, der Funktionshäftlinge in einem Lager, in dem die SS sogar noch die Transportlisten nach Auschwitz von Gefangenen schreiben ließ.

Alles sicher richtig. Und anders als in Heiligenlegenden bewegen sich tatsächliche Menschen tatsächlich anders, wenn es angesichts des Todes heißt:

„Wen wird die SS ermorden? Mich und die meinen? Oder doch lieber die anderen?“

Ines Geipel hat eine Fleißarbeit hingelegt, Akten des Ministeriums für Staatssicherheit durchgearbeitet, in Archiven gesessen. Sie hat eine Geschichte geschrieben, mit der sie glaubt, einen Mythos zerstören zu müssen, der an den DDR-Schulen Pflichtlektüre war:

Bruno Apitz: Nackt unter Wölfen.

Die Geschichte um den kleinen jüdischen Jungen Jerzy Zweig, der von den Häftlingen vor der SS-Kommandantur verborgen gehalten werden konnte. Und überlebte.

Auch der Autor des Buches, Apitz, kommte nicht gut weg in dem Buch Ines Geipels. Er habe den Mauerbau am 13. August 1961 begrüßt, weil „mit ihm die Annexion der DDR … verhindert wurde“ (Seite 241). Was stört an dieser Ansage? Der Begriff „Annexion“ für das Ende einer DDR? Oder das Wissen Apitz’s darum, dass die DDR ohne Mauer nicht überlebensfähig war?

Auf Seite 65 zitiert sie aus den Akten des Bundesarchivs den vormaligen Funktionshäftling und späteren Vorsitzenden des Buchenwald-Komitees Walter Bartel, der 1950 beschuldigt wurde, er habe als Häftling Todes-Spritzen gesetzt dort in der Krankenbaracke:

„Selbst ein so geschworener Kommunistenfeind wie Dr. Eugen Kogon wagte es nicht, in seinem Buch >>Der SS-Staat<< diese Verleumdungen zu schreiben, weil er genau wusste, dass in allen Ländern, in denen Buchenwaldhäftlinge sind, Kogon wegen solcher Stellungnahmen aufs Heftigste angegriffen werde.“

„Wagte“ Kogon nicht, was Ines Geipel „wagt“? Oder hatte Eugen Kogon nicht vielmehr Schuld und Verantwortung so gewichtet, wie sie einfach zu gewichten waren?

Unwillkürlich muss ich an meinen schwachen Haftkameraden Peter denken, der sich aus Sorge um Frau und Kind hinreißen ließ, sich dem Ministerium für Staatssicherheit als „Inoffizieller Mitarbeiter, IM“ zu verpflichten. Und der unter dem Künstlernamen „Kunzmann“ Berichte über mich schrieb. Gegen die Grundsätze der Rechtsstaatlichkeit und Menschlichkeit habe er damit verstoßen, beschied ihm 2012 die Bremer Wiedergutmachungsbehörde. Habe alle Entschädigung verwirkt, § 16 Absatz 2 des Strafrechtlichen Rehabilitierungsgesetzes.

Hä?

Grundsätze der Menschlichkeit? Geht’s nicht eine Nummer kleiner?

Was fehlte an Zeugen?

In eher Kurzdarstellungen reißt Ines Geipel an, was in der DDR-Reflektion des Nationalsozialismus tatsächlich an Zeugen fehlte. Man hätte da noch darlegen können, warum sie fehlten und auch im Westen fehlten:

Von den 500.000 aus dem deutschsprachigen Europa emigrierten Menschen kamen nur etwa fünf Prozent zurück.  400.000 der Emigranten waren Juden und die Zahl der Rückkehrer unter ihnen war noch geringer.

Es kehrte zurück, wer sich politisch berufen sah, ein besseres Deutschland aufzubauen. Wer zum Beispiel eingebunden war in eine Partei. Das waren in der Regel Kommunisten oder Sozialdemokraten.

Die Diktatur dampfte ja noch. Und Ines Geipel könnte selbst etwas davon erzählen:

„Denke Du nicht, Bodo, das sei ein großes Ding, dass ich da Dozentin für Verskunst bin an der Hochschule für Schauspielkunst in Ostberlin.“ Sagte sie mir einmal. „Ich besetze da nur eine Halbtagsstelle und zum Klima dort sage ich nur: Die Hochschule heißt noch immer ERNST BUSCH.“

Unwillkürlich erklang da in meinem Ohr ein Chor von Dozenten und Studenten der Hochschule, die mir des Kommunisten Ernst BuschsAmi go home!“ entgegenschmetterten.

Doch, Ines Geipel ist eine Meisterin im Umgang mit dem Wort. Das hat sie studiert. Noch in der DDR, nachdem sie in allen Ehren aus dem DDR-Sport ausgeschieden war 1985. Und ein Studium der Literaturwissenschaften in Jena war sicher nicht ein Studium, das in der DDR wie Sauerbier angeboten wurde. Die Thüringer Romantikerinnen des frühen 19. Jahrhunderts war einmal ihr Thema.

Anderes aber hat sie eben doch nicht studiert.

Ratlos bin ich deshalb über ihre Schilderung, die DDR habe, anders als der Westen, geraubtes jüdisches Vermögen nach 1949 nicht zurückübereignet. Kann das verwundern, dass der so genannte Sozialismus es nicht so hat mit dem Privatvermögen, auch dem jüdischen nicht?

Anders als der so genannte Kapitalismus, für den die genaue Zuordnung privaten Vermögens Grundlage aller wirtschaftlichen Betätigung ist. Weshalb die Rückgabe geraubter jüdischer Vermögenswerte in der amerikanischen, britischen und französischen Besatzungszone schon ab 1947 per Besatzungsrecht angeordnet wurde (vgl. Anmerkung). Und keineswegs eine Entscheidung eines Bundestages war, wie Ines Geipel und viele andere glauben.

Noch ratloser bin ich über die ständige und auch von ihr wiederholte Darlegung, die DDR habe keine Entschädigungszahlungen an Juden in Israel oder den USA geleistet.

Hä?

In welcher Währung denn? In diesen DDR-Aluchips?

Wer als Überlebender des Holocoust in der DDR wohnte, der erhielt 1989 ab dem Alter von 60 Jahren monatlich 1.400 Alu-Chips, 1992 übergeleitet in Deutsche Mark.

Monatlich 1.400 DDR-Mark Verfolgte-des-Faschismus-Rente, das war 1989 mehr als der Arbeitslohn eines DDR-Industriearbeiters. Aber ….

Aber die Binnenwährung mußte in der DDR verbraucht werden. Mehr hatte der Sozialismus halt nicht zu bieten.

Auf den letzten Seiten ihres Buches führt Ines Geipel über ihren Großvater, einen sächsischen Polizisten aus und was dieser innerhalb der Reichswehr im Rigaer Ghetto an Beute machte. Was ist damit zu beweisen? Dass die Masse der DDR-Bürger in den 1950er Jahren keinesfalls ehemalige antifaschistische Widerstandskämpfer waren?

Wie hätte es denn anders gewesen sein können?

Aber

Falls Sie AfD-Wahlergebnisse noch immer erklären wollen damit, dass der Leipziger nicht diese US-amerikanische Reeducation genießen konnte, die der Mannheimer halt genoss, …

Ines Geipel hat Ihnen das Buch dazu geschrieben.

______________________

Anmerkung:

Die Rückgabe von im Dritten Reich geraubten Vermögenswerten ordneten an:

für die Amerikanische Besatzungszone: Gesetz Nr. 59 vom 10. November 1947 der Militärregierung Deutschland – Amerikanisches Kontrollgebiet – über die Rückerstattung feststellbarer Vermögensgegenstände an Opfer nationalsozialistischer Unterdrückungsmaßnahmen (USREG / Amtsblatt der Militärregierung Deutschland -Amerikanisches Kontrollgebiet-Ausgabe G vom 10. November 1947 S. 1 ) mit 12 Ergänzungs- und Zusatzgesetzen und 11 Durchführungs- und anderen Verordnungen

für die Britische Besatzungszone: Gesetz Nr. 59 vom 12. Mai 1949 der Militärregierung Deutschland – Britisches Kontrollgebiet – über die Rückerstattung feststellbarer Vermögensgegenstände an Opfer der nationalsozialistischen Unterdrückungsmaßnahmen (Br.REG, Amtsblatt der Militärregierung Deutschland – Britisches Kontrollgebiet – Nr. 28 S. 1169) mit 12 Durchführungsverordnungen und 3 Änderungs- und Ergänzungsverordnungen

für die Französische Besatzungszone: Verordnung 120 der Militärregierung Deutschland -Französisches Kontrollgebiet- über die Rückerstattung geraubter Vermögensobjekte 10. November (VO 120, Amtsblatt des französischen Oberkommandos in Deutschland Nr. 119 vom 14. November 1947 S. 1219)

für Berlin (W): Anordnung BK/0 (49) 180 vom 26. Juli 1949 der Alliierten Kommandantur Berlin über die Rückerstattung feststellbarer Vermögensgegenstände an Opfer der nationalsozialistischen Unterdrückungsmaßnahmen (Verordnungsblatt für Groß-Berlin Teil l 1949 S. 221)

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Über Bodo Walther

Bodo Walther, geboren 1960 in Weißenfels im heutigen Sachsen-Anhalt, studierte 1985 bis 1991 Rechtswissenschaften in Tübingen und Bonn. Er war aktiver Landes- und Kommunalbeamter in Sachsen-Anhalt, ist heute im Ruhestand und Anwalt in der Nähe von Leipzig.

26 Gedanken zu “Muss man das lesen? „Landschaft ohne Zeugen“?;”

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    Wer die AfD als eine Wiedergeburt der NsDAP ansieht sollte dringend mal in ein (etwas älteres) Geschichtsbuch gucken. Man könnte auch eine Verharmlosung des Nationalsoz.. ähm.. Im Trauma gefangen? Ewige Schleife bzw. Pendeln zwischen ‚Gedenkkultur‘ und ‚Völkischem‘ das längst nicht mehr existiert? Ja, wenn man zu oberflächlich auf die Flachbildschirme guckt, wie Stevanovic sehr richtig anmerkt. Natürlich hat Westeuropa seinen Zenit längst hinter sich, was denn sonst? Es kommt nicht mehr. Bisschen Beitrag zu der amerikanischen und chinesischen Raumfahrt vielleicht – man bekommt eine Plakette auf den Start-Boostern – und Ebay-Handel mit Gebrauchtem. Es werden in den nächsten Jahrzehnten nur noch Positionen und Pfründe bis in Absurde verteidigt werden um noch einen Rest an Selbstachtung zu retten, also eigentlich das, was jeden im Alter erwartet, aber nicht wahrhaben will. Uns wäre viel Leid erspart, wenn wir ‚im Westen‘ von der Überheblichkeit, die sich letztlich mittlerweile gegen uns selber richtet (Beispiele gefällig?) absehen würden und den Lebensberichten der Ossis, der Ostossis, der der Südostossis und der Südossis auch mal lauschen würden, statt immer noch auf arrogant auf dem Ast zu thronen, der gerade von der KI abgesägt wird.. So als Gruppentherapie in einer Welt, die sich schon längst weitergedreht hat. Sirtaki tanzen wie Alexis Sorbas, Yamas! Oder wir lernen den Fado und die Saudade von den Portugiesen (es gibt immer eine Alternative)

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        Jener Herr Friedmann, der bei Interviews (WDR2 z.B.) beim Thema BDS, Hass auf Israel, linker Antisemitismus usw. ohne Umschweife auf die AfD zu sprechen kommt? Ja, das ist das, wovon ich oben schrieb.

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        Jaja, die Helden, Heiligtümer, die Zeugen der eigenen Selbstgewissheit. Die darf man nicht falsch schreiben.. das muss als Argument schon reichen. Kommen Sie mal von Ihrem hohen Ross, wenn Sie einen Diskurs führen und ernst genommen werden wollen, lieber Herr Zimmermann.

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        OK, und nun eine Bitte an beide: Wir können und wollen hier zivilisiert miteinander umgehen. KJN und ich, die uns teilweise inhaltlich sehr in die Wolle kriegen, haben das immer wieder geschafft, also ist es möglich.

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    Vor kurzem stand ich im Buchladen vor dem Buch von Ines Geipel, entschied mich dagegen, obwohl ich mich schon sehr lange für Erinnerungskultur in Deutschland interessiere. In einer Rezension hatte ich gelesen, dass fast alles bereits bekannt wäre. Vor einiger Zeit las ich z. B. das Buch »Das deutsche Alibi« von Ruth Hoffmann, die sich mit dem Mythos »Stauffenberg-Attentat«, mit der Neugestaltung der Neuen Wache in Berlin unter Helmut Kohl und mit der Einbeziehung anderer Opfergruppen in die Erinnerungskultur der 90-iger auseinandersetzt. Dabei merkte ich kritisch an, dass die Autorin nur einen sehr kurzen Blick in den Osten wagt. Ähnlich war dies bei Per Leos Buch »Tränen ohne Trauer«. Vielleicht fehlte Ines Geipel auch der Blick in den Osten. Es geht dabei um Geschichtspolitik. Außerdem wachsen immer neue Generationen auf, die sich informieren könnten. Wir, unsere Generation in der DDR, hatte die SED-Erinnerungskultur selbst erlebt. Seit 2011 versuchte ich auf die Nachwirkungen aufmerksam zu machen. Ein Historikerstreit, wie 1986 in der BRD, wäre in der DDR nicht möglich gewesen. Ost- und Westdeutschland waren zwei postnationalsozialistische Staaten, die sich wiedervereinigten und damit deren Geschichtspolitik neu verhandelten. In den 90-igern verfolgte ich die Dispute über den Gedenkort Buchenwald, wurde das Lager nach 1945 von der sowjetische Besatzungsmacht genutzt. Da war manches „Opfer“, dem da nun gedacht werden könnte, ein NS-Täter. Leider haben Sie meinen Hinweis auf das Buch »Opfer« von Maria-Sibylla Lotter ignoriert. Nach der Neuverfilmung (2015) von »Nackt unter Wölfen« wurde bereits viel über das KZ Buchenwald, die Rolle der Kommunisten dort und den Roman von Bruno Apitz diskutiert. Nun hat also Ines Geipel noch einmal einen Blick zurück in die DDR anhand des Konzentrationslagers Buchenwald geworfen. Zu Büchern, die ich nicht gelesen habe, kann ich nichts schreiben, zu Ihrem Text schon. Nein, ich halte die AfD nicht als Wiedergängerin der NSDAP, dennoch identifizierte ich vor allem in den 2011ff manche Muster. Ich würde nie behaupten, dass die Reeducation im Westen alle erreicht hat. Reeducation war auch mehr als die Rückgabe von geraubten Eigentums. Außerdem wurde die Reeducation von verschiedenen Gruppen abgewehrt und galt nach meiner Beobachtung 2011ff fast als Feindbild. Gleichzeitig gab es auch in den USA Verteidiger von Rassismus, Eugenik usw. Was soll eine einzelne Wahlstatistik von Mannheim aussagen? Inzwischen geht es in Ostdeutschland nicht mehr um 20 Prozent, sondern um über 30. Sie reduzieren die Gründe, warum die DDR keine Wiedergutmachung an Juden in Israel zahlte, mal wieder auf finanzielle Ursachen. Warum klingen Ihre Beiträge manchmal wie eine Verteidigung der DDR?

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      Aus Ines Geipels Buch habe ich durchaus gelernt, liebe Kerstin,

      z.B. dass die SED-Oberen Überlebende der KZ ab 1949 für generell ungeeignet hielten, Machtpositionen im Parteiapparat zu besetzen. Nicht wegen „NS-Täter“. Der Vorwurf hiess vielmehr, sie seien „moralisch schwach geworden“. Sie fielen auch nicht in Ungnade, sondern wurden Dozenten an staatlichen und Partei- Lehreinrichtungen.

      Übrigens hielt ich selbst lange Zeit und bis 1990 prinzipiell jeden Haftkameraden für einen eventuellen Stasi-Spitzel. Und jeder zehnte war es auch.

      „Täter“ würde ich nicht verwenden wollen. Der Mensch ist schwach und erpressbar. Auch ich.

      Und manche Sitationen im Leben eignen sich dafür, korrumpiert zu werden.

      Und es gehört sehr viel Hochmut zu der Aussage: „Also ich hätte bei dieser Gelegenheit, …“ Ich danke Gott, dass ich in diese Zwänge nicht geführt wurde.

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        Sie lenken von meiner Kritik an Ihrem Beitrag ab. Ich denke, Sie wissen, wen ich mit NS-Täter meinte.

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      @ Kerstin
      „Vielleicht fehlte Ines Geipel auch der Blick in den Osten.“- Das wäre verwunderlich, schließlich war Frau Geipel jahrelang Leistunssportlerin in der DDR und später Dozentin an der „Ernst Busch“- die musste nicht „in den Osten“ blicken, die hat dort gelebt. Das aktuelle Buch habe ich nicht gelesen, aber der Fall der „Funktionshäftlinge“ also der „Kapos“ ist mir nicht neu, genau wie das Buch samt Film von Bruno Apitz. Ich will nicht so weit gehen, diese, meist kommunistischen, Häftlinge moralisch zu verurteilen. Auch sie waren in akkuter Lebensgefahr und wer will schon die Hand dafür ins Feuer legen, welche Kompromisse unsereins unter solchen Bedingungen eingehen würde. Und ja, manche der Kapos haben z.B. Schwule, oder andere Häftlinge die ganz unten in der Hirarchie standen denunziert (oder erschlagen) um einen kleinen Vorteil für sich oder die eigene Klientel zu erlangen. Übrigens wurde das Buch von Bruno Apitz nicht zuletzt von Erich Honecker „auf Linie“ gebracht. Alles „Schnee von gestern“ außer….Der ritualisierte DDR Antifaschismus, das herausstellen der „Helden“ war ziemlich genauso verlogen, wie der westliche Heldenkult um Stauffenberg und Co.- In West und Ost wurden nur „Helden“ geduldet, die den späteren Staaten (DDR und BRD) nicht allzu unbequem waren. Ein Mann wie Oskar Huth (können Sie googeln), ein Freund, gestorben 1991 in Westberlin passt nicht in eine ortdentliche Geschichtsaufarbeitung und das wollte er auch nicht. Die Tierärztin Gräfin Malzahn aus Kreuzberg, die einige Juden im Sofa versteckte, oder die Menschen, die im späteren Puff „Salambo“ am Ku-Damm Juden hinter künstlichen Wänden versteckten, die kommen in kaum einem Geschichtsbuch vor, weil sie nicht eindeutig für oder gegen eine Ideologie eintraten, sondern einfach menschlich waren. Solche passen nicht in ein aufgeräumtes Weltbild- aber allzu aufgeräumte Weltbilder erklären auch nicht die damalige Wirklichkeit.

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        Ines Geipel war als DDR-Leistungssportlerin Reisekader ins Nichtsozialistische Wirtschaftsgebiet, NSW und Mitglied in der SED. Aus der Partei wurde sie im September 1989 ausgeschlossen, weil sie über die ungarisch/österreichische Grenze gen Westen entschwand. Und lebt seitdem im Westen. Genauer gesagt: In der Schweiz.

        Sie hat im Westen erzählt, was der Westdeutsche hören wollte:

        „Diese ganzen DDR-Leichtathletik-Goldmedaillien, alles Schummel. Alles Doping. Alles Betrug. Ihr im Westen wart die wirklich besseren Sportler.“

        Mit ihrem Dopingopfer-Hilfeverein hat sie dann Geldzahlungen an die Dopingopfer und „Dopingopfer“ durchgedrückt.

        Hab mal in Bautzen einen langen Abend mit ihr getrunken. Sie sagte:

        „Deine Schwester, wenn die erzählt, sie habe das Oral-Turinabol doch in der Originalverpackung bekommen, hier …

        .. die macht alles kaputt! So können wir den Bundestag nie überzeugen, …“

        Kurz: Sie hat halt eine Agenda, eine „Mission“.

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        Ich weiß, dass Ines Geipel in der DDR aufwuchs. Ich wollte mit dem Satz ausdrücken, dass wenn über die Geschichte der Erinnerungskultur Deutschlands geschrieben wird, oft über die Westdeutschlands. Die SED-Erinnerungskultur, die so viele Menschen (auch mich) prägte und auch bestimmte Debatten heute noch beeinflusst, kommt m. E. aus der Sicht der Betroffenen kaum vor. Der Einzelne muss sich nicht unbedingt in der Geschichtsschreibung wiederfinden, so habe ich in vielen Jahren gelernt. Ja, es gab diese Menschen, die Juden halfen. Es waren wenige. Oft wurde behauptet, dass in der DDR nichts über den Holocaust vermittelt wurde. Dagegen habe ich mit meinen eigenen Erfahrungen angeschrieben. Ich war 1979 mit meiner Schulklasse in der Gedenkstätte Auschwitz. Sage ich, dass ich dabei traumatisiert wurde, dann ist das nur Wichtigmachen bzw. Schuldabwehr. Maria-Sibylla Lotter schreibt in ihrem Buch »Opfer« nicht nur über die Ausdehnung der Begriffe (Opfer, Trauma, Gewalt, Hass), sondern auch über deren Moralisierung. In meiner Familie gab es Verfolgte und Opfer des Nationalsozialismus, dennoch muss ich mit den Stereotypen leben. Immer noch denke ich darüber nach, das Buch von Ines Geipel zu lesen, um die Intention für das Buch zu verstehen, denn die kenne ich natürlich nicht. Doch eigentlich will nur eines: vergessen.

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        Habe endlich mal gegoogelt, liebe Kerstin,

        was das von Ihnen immer wieder angepriesene Buch von Maria-Sibylla Lotter „Opfer“ eigentlich ausführt.

        Nachdem ich das gelesen habe, also was sie sagt zur inflationären Ausdehnung dieses „Ich bin ein Opfer, Ihr dürft mir nicht widersprechen.“ ….

        Also nachdem werde ich das Buch vielleicht doch lesen. Könnte aber aus eigener Kenntnis der „SED-Unrechtsopfer-Szene“ sicher auch ein eigenes Buch dazu schreiben.

        Wenn ich nicht so faul wäre.

        P.S.:

        Als junger Assessor baute ich 1994/95 die Behörde nach dem „2. SED-Unrechtsbereinigungsgesetz“, auch dem Verwaltungsrechtlichen Rehabilitierungsgesetz beim damaligen Leipziger Versorgungsamt (mit) auf. Es war (auch) mein Beruf, den Schilderungen der Antragsteller zu WIDERSPRECHEN.

        Ich kriege immer Blutdruck, wenn die „SED-Opferbeauftragte“ ausführt, meine heutigen Kollegen in diesen Behörden wären lauter empathielose Volltrottel und in der Verwaltungsgerichtsbarkeit säßen auch lauter Ahnungslose und sie müsse hier mal Kraft ihrer von ihr angenommenenen eigenen geballten Fachkompetenz da mal reinleuchten.

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        Maria-Sibylla Lotter, die Autorin des Buches »Opfer«, ist Philosophin. Ich schrieb ja im Blog, das Buch dürfte Sie, Bodo Walther, in vielem bestätigen. Ich finde mensch sollte keine Wörterkämpfe führen, denn daran scheitern Diskussionen häufig. Das Buch ist m. E. eine gute Grundlage, um über „Opfer“ und deren Rollen zu sprechen. Für mich war die AfD immer eine Trittbrettfahrer-Partei globaler Veränderungen. Das wollte ich verstehen. Der Resonanzraum ist allerdings hier. Ich habe Ines Geipels neues Buch gelesen, doch ich brauche noch ein bisschen. Im Buch von Maria-Sibylla Lotter fand leider ich nichts über die DDR-Erinnerungskultur, dabei hätte sich dies m. E. sehr gut dafür geeignet, um zu zeigen, wie „Opfer“ überhöht (Helden), moralisiert und unangreifbar wurden. Das macht nun Ines Geipel für die DDR-Erinnerungskultur. Die Zeugen des NS waren nicht sprachlos. Die Opfer, dies stellt Maria-Sibylla Lotter auch in deren Buch »Opfer« dar, wurden oft nicht gehört, oft sogar verhöhnt, erneut beschämt (im Westen, wie Osten) oder unterwarfen sich, wie in der DDR, einer Parteidisziplin. Egal, wie wenig Traumatisierte eine PTBS entwickeln, Prozente sagen nichts über einen einzelnen Menschen aus.

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        „Aufarbeitung“, Kerstin,

        so erklärt Inga Markovits jetzt mal ohne die Polemik mit der Doppelbedeutung des Wortes, sei …

        „To come in terms about the past (In whose terms?)“.

        Also „Aufarbeitung“ meine in der gesamtgesellschaftlichen Darstellung ein gemaltes Bild, auf das sich geeinigt wurde bzw. auf das sich zu einigen sei.

        Hubertus Knabe hatte den Ehrgeiz, die Darstellung der Kommunistsichen Diktatur in ein ebensolch verbindliches Bild zu gießen wie die Darstellung des Nationalsozialismus. Mit Strafbarkeit einer „Leugnung der Verbrechen“ und so …

        Bin ganz froh, dass wir da (noch?) nicht sind. Es gibt einige Narrative zur DDR, die sind nicht belegt, nicht ausdiskutiert. Der Zwang beim „DDR-Zwangsdoping“ z.B. oder das mit diesen „Zwangsadoptionen“. Zu Letzteren ist ja nicht zu leugnen, dass eine staatliche Entziehung des Sorgerechts Zwang ist und weh tut. Aber darum geht es ja nicht, sondern um die Frage, ob sich die Motivation einer politischen Verfolgung durch den DDR-Staat aus den Unterlagen belegen läßt. Das ist ja eben nicht der Fall.

        P.S.:

        PTBS ist erst ab den 1970er Jahren ein Thema. Es wird zuvor weder in Ost noch West groß öffentlich diskutiert.

        Psychische Belastungen ergaben sich allerdings schon als Folgen des 1. Weltkrieges. Verschüttete, „Gaskranke“ und so.
        Die ständige Rechtsprechung des Reichssozialgerichts dazu hieß:

        „Die staatliche >>Anerkennung<< einer psychisch geminderten Leistungsfähigkeit wird das Leiden verschlimmern. Einem psychisch Angeschlagenen ist zu sagen, dass er kann, dass er stark ist und da drüber weg kommt. Das wird helfen."

        Diese Argumentation hat zwar auch eine gewisse Logik. Ist aber in den 1920er Jahren (natürlich) diktiert von einer leeren Staatskasse, die eine Verrentung aufgrund einer psychischen Kriegsfolge gar nicht leisten konnte.

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        Vielleicht lesen Sie doch das Buch. Dass die Anerkennung als Opfer – sei es nun von der Gesellschaft oder vom Staat – dem Opfer selbst schaden könnte, ist auch Inhalt des Buches. Danke für Ihren Hinweis auf „die ständige Rechtsprechung des Reichssozialgerichts“ (1920)

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        In einer offenen Gesellschaft gibt es kein „verbindliches Bild“. Es gibt viele unterschiedliche Akteure mit unterschiedlichen Interessen. Hubertus Knabe hat sich nicht durchgesetzt. Sie, Bodo Walther, versuchen mir stetig Ihre Wortinterpretationen, z. B. Aufarbeitung, Opfer, aufzudrücken. Es wird seit 1989 – im Westen noch länger – um die Interpretation von Geschichte gestritten. Ich weiß, wovon ich schreibe, über 15 Jahre mache ich da mit. Das ist anstrengend und aufreibend. Das sind zwei Kommentare von mir aus dem Jahre 2018 https://starke-meinungen.de/blog/2018/11/05/die-verlorene-ehre-des-gerhard-gundermann/#comment-68625. Den Film hatte ich dann auch noch gesehen: https://starke-meinungen.de/blog/2018/11/05/die-verlorene-ehre-des-gerhard-gundermann/#comment-69105.

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        „Diese Argumentation hat zwar auch eine gewisse Logik. Ist aber in den 1920er Jahren (natürlich) diktiert von einer leeren Staatskasse, die eine Verrentung aufgrund einer psychischen Kriegsfolge gar nicht leisten konnte.“

        Ja, das ist leider die Realität, Richter sprechen oft nicht Recht nach dem Gesetz, sondern aus opportunen (opportunistischen?) Gründen. Ein gutes Beispiel ist die restriktivere Gesetzgebung des BVerfG zu Prozesskostenhilfe und Beratungshilfe. Da war jahrzehntelang verlass auf das Gericht, bis, ja bis vor ein paar Jahren ein zwei Richter:innen, die glaub ich aus dem Bundesrat nominiert worden waren, anfingen die Rechte aufzuweichen. Das kostet ja auch so viel Geld – dem Staat und dem korrekten Anwalt der noch so dumm ist seiner Amtspflicht nachzukommen und die Bedürftigen nicht abwimmelt, wie gefühlt 95 Prozent Ihrer Kollegen.

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        „In einer offenen Gesellschaft gibt es kein „verbindliches Bild“.“

        Doch doch, liebe Kerstin,

        über die durchaus nachvollziehbare Herleitung aus der Beleidigung der Überlebenden des Holocaust und des Andenkens der Ermordeten ist dessen Leugnung als Volksverhetzung strafbar (Für sinnvoll halte ich es nicht.)

        Nicht strafbar hingegen ist es, die These aufzustellen, die DDR habe sich ab den 1970er Jahren vom „Offenen Justizterror“ abgewandt und zu den Methoden der „Zersetzung“ gegriffen.

        Das ist historisch nachprüfbar UNSINN. Die Verhaftungszahlen des Ministeriums für Staatssicherheit und die Zahl der politischen Urteile sinken ab den 1970er Jahren keineswegs.

        Und weil ich ja selbst einer von den 3.000 war, die das MfS jeweils 1980 bzw. 1984 verhaftete, fühle ich mich von dieser „Leugnung“ auch beleidigt,

        Trotzdem bin ich der Auffassung, dass dieser Unsinn von mir auszuhalten ist.

        Um mal wieder meine Schwester zu „denunzieren“ (wie der Studiendirektor sagt):

        In diesem Beitrag ….

        … habe ich die gegen sie geführte „Operative Personenkontrolle“ zitiert und dessen erstes Blatt abgebildet. Auch erzählt, dass sie selbst es in den Buchhandel geworfen hat. In diesem Buch auf Seite 96 …
        Diese Kontrolle soll nun nach Bescheidung des Thüringer Landesamtes eine solche an ihr vollzogene „Zersetzungsmaßnahme“ sein.

        Meiner Ansicht nach noch größerer Unsinn. Die Kontrolle war das, was sie angab zu sein: Sie kontrollierte ab, ob meine Schwester noch weiter „gefahrlos“ für die DDR ins „Nichtsozialistische Wirtschaftsgebiet, NSW“ geschickt werden kann.

        Oder ob Fluchtgefahr besteht.

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        Das Buch »Landschaft ohne Zeugen« von Ines Geipel hatte ich zunächst nicht gekauft, da die Autorin keine Historikerin ist und ich deshalb skeptisch war, wie sie mit den Quellen umgehen würde. Nach Ihrem, Bodo Walther, Beitrag habe ich das Buch nun doch gelesen. Die dargebotenen Quellen sind erschütternd. Sonia Combe hatte bereits 2022 eine Einordnung zum Buchenwald-Problem geschrieben: https://www.bpb.de/themen/deutschlandarchiv/507038/buchenwald-und-seine-fragwuerdige-nachgeschichte/
        Im Vorbereitungsjahr zur Jugendweihe war ich ebenfalls in der Gedenkstätte Buchenwald. Außer an einen großen, windigen Appellplatz (Oktober) habe ich keinerlei Erinnerungen daran. War meine Schulklasse in einer Ausstellung? Haben wir einen Film gesehen? Ich erinnere mich nicht. Die Fahrt nach Buchenwald war nur ein kleiner Teil der DDR-Erinnerungskultur, die ich in der Schule erlebte. Auch die Erzählungen am „Abendbrottisch“ prägten mich. In den letzten 20 Jahren habe ich – es ist ein fortlaufender Prozess – mein Wissen und meine Vorurteile hinterfragt und Sie können mir glauben, nicht einfach ausgetauscht. Ich stritt über Geschichte, da wir auch darüber verhandeln, wie wir heute leben wollen und ja, auch wie das finanziert werden soll.

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    Nein, ich halte die AfD nicht für eine Wiedergängerin der NSDAP. Die Nazis hatten nicht so viel Humor und im Grunde nicht soviel Verachtung für die intellektuelle Kapazität ihrer Wähler übrig (kein Alleinstellungsmerkmal!) wie die AfD.

    „Niemand geht an mein Schnitzel!“ „Nieder mit den Windmühlen der Schande!“ (A.Weidel)

    Nun leuchtet der kapitalistische Wandel nun auch den Leuten in Baden-Württemberg heim, dem Land, wo die „Leut`besonders hart g`schafft hen“, bei Bosch und „beim Daimler“, und wo besonders viele ganz Schlaue und Besserwisser wohnen.

    Als Ossi kann ich mir angesichts der AfD – Wahlergebnisse dort ein Grinsen nicht verkneifen. Wenn es nur nicht so ernst wäre …

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      Doch, doch, Grinsen sie ruhig. Ich schüttel mich vor Lachen…auch wenn es öfters in ein irres Joker-Lachen übergeht. Ich habe mir Jahrzehnte das Enemenemuh der grundsätzlichen und prinzipiellen Überlegenheit des Westeuropäers angehört. Bullshit Vorträge über seinen Sinn für Kunst, für Bürgerlichkeit und für Ideale wie Freiheit, die ich in ihrer Abstraktheit gar nicht fassen könnte…und jetzt fährt der Westen den Karren gegen die Wand, genau so dämlich, wie es Osteuropäer so gerne tun….und natürlich steuert Putin den Wagen, weil ein Westeuropäer kommt nicht von alleine auf grundfurtz dämliches. Da muss Kontamination vorliegen. Na, klar …. und während wir gemeinsam durch die Windschutzscheibe fliegen, gönne ich mir den letzten Inneren Reichsparteitag und hoffe, dass das letzte, was er hört, mein: Haha! sein wird. Kleinlich von mir? Gar schäbig? Ja…ich bin (Süd-) Osteuropäer, so ist meine Natur. 07:26 … ich mache jetzt keine Dehnübungen, ich mache den Säbeltanz.
      Liebe Brüder und Schwester aus der DDRä…ich lebe unter ihnen 10 Jahre länger als Ihr und ich bin Zeuge, dass sie Besserwessis waren, als sie Lwiw noch für einen Sprachfehler hielten. Der Charme der Ost-West Analyse ist es, immer schön selektiv an der Oberfläche zu bleiben, denn vielleicht gibt es gar keine Tiefe, in die man abtauchen könnte. Bevor der Osten auf der Landkarte erschien, war es der Deutsch-Französische Gegensatz. Ich bin überglücklich, das letzte Kräuseln dieser römisch-germanischen Analyse noch mitbekommen zu haben, denn seitdem weiß ich, dass es nichts persönliches ist. Also bitte grinsen Sie, Herr Truthe, weil dann haben sie den einzigen fruchtbaren Teil dieser Debatte sinnvoll eingesetzt.

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