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Eine gute Morddrohung erkennt man an den Rechtschreibfehlern. Deutsche Satire – eine Zwischenbilanz

Eine Kleinstadt in der badischen Provinz. Eine Schulaula, in der auch schon „große Namen“ wie Dieter Hildebrandt und Georg Schramm aufgetreten sind. Hier sitze ich als Humorkritiker mit gespitztem Stift und warte und höre unfreiwillig den Dialog zweier Damen in der Reihe hinter mir: „Du, sag mal, was gibt’s denn heute Abend hier?“ „Ich glaube, es ist ein Kabarettist“.

Wohlgemerkt, die Damen haben ihre Tickets vermutlich vor Wochen gekauft und sind nicht zufällig über ihrem Sitzplatz abgeworfen worden. Den Dialog nach der Veranstaltung imaginiere ich mir jetzt einfach mal dazu: „Und, wie fandest Du es so?“ „Ja, das war mal was Anderes“. Sollte das repräsentativ für die Wirkmacht es des Kabaretts im 21 Jahrhundert sein, so lasset denn fahren alle Hoffnung. „Die sitzen da wie ein Autistenkongress“ hat der österreichische Großmeister Josef Hader dem Publikum vor einigen Jahren vorgehalten.

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Eine Schriftstellerin als Hotelchefin: Das Literaturhotel in Berlin-Friedenau

Clemens Meyer, Volker Braun, Christa Wolf, Hans Christoph Buch, Peter Schneider, Judith Hermann, Christoph Meckel. Diese Schriftsteller haben aus ihren Büchern gelesen im Uwe Johnson-Salon. So heißt der Frühstücksraum des Literaturhotels in Berlin Friedenau. Dem beschaulichen Kiez, in dem Literatur einen ausgezeichneten Nährboden fand. Erich Kästner, Uwe Johnson und Günter Grass wohnten in der Niedstraße, Max Frisch in der Sarrazinstraße, Herta Müller in der Menzelstraße und Hans-Magnus Enzensberger in der Fregestraße. Fregestraße 68, das ist auch die Adresse des Literaturhotels.

Fotos: Cornelia Echte-Zimmer, ausser Grönemeyer: Literaturhotel Berlin

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Die größten Kritiker des Rezensenten waren früher selber Enten.

Ach, was wäre das Leben des Musik-Kritikers ohne seine schärfsten Kritiker, die Leser. Die immer wieder ihre hochgeschätzte Meinung kundtun, weil der böse Rezensent das Werk ihrer geliebten Kapelle falsch verstanden hat. Selbst dann, wenn er eigentlich gar nichts Grundsätzliches an den gebotenen Ton-Reihungen auszusetzen hatte. Jede Kritik liest der Fan grundsätzlich als Verriss, und dann greift er zur Feder und produziert Stilblüte um Stilblüte.

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