Beilngries, Roth, Allersberg und Hilpoltstein: Die vier Orte an der Grenze von Oberbayern und Franken lohnen unbedingt einen Besuch – mit wunderschönen historischen Bauten, der lieblichen Landschaft dfes Altmühltals und weiteren Sehenwürdigkeiten. Eine Reise zu Fuß und mit dem Rad.
Hinein ins Herz Bayerns, in seine Mitte, ins nördliche Oberbayern, ganz nah an der Grenze Mittelfrankens, ganz nah an der Oberpfalz. Hier liegt das beschauliche Beilngries im Altmühltal: Zwei Flüsse prägen den Ort mit seinen etwa 10.000 Einwohnern, wo man nicht mehr Fränkisch, sondern schon ein wunderbares Oberbayrisch spricht.
Die Stadt liegt schön: Sulz und Altmühl fließen hier zusammen – und der Main-Donau-Kanal begrenzt die Stadt im Norden: der erst 1992 vollendete Nachfolger des 1835 bis 1846 erbauten, historischen Ludwig-Donau-Main-Kanals. Seit Jahrhunderten wurde hier köstliches Bier gebraut. Natürlich, wir sind in Oberbayern. Und eine Brauerei gibt es immer noch, mitten im Ort, die Brauerei Schattenhofer mit ihrem Braugasthof.

Vieles hier ist barock, was nicht verwundern muss, denn das Hochstift Eichstätt, die bedeutende Barockstadt, ist nicht weit. Und so haben auch hier bedeutende Baumeister Bedeutendes geschaffen, wie das Rathaus, das in den Jahren 1740 bis 1742 nach Plänen von Gabriel de Gabrieli erbaut wurde – oder die Frauenkirche, die 1753 durch einen Rokoko-Neubau des fürstbischöflichen Hofbaudirektors Maurizio Pedetti vergrößert wurde. Von diesem stammt auch das ehemalige Franziskanerkloster, das heute ein Spielzeugmuseum beherbergt.

In der gepflegten, farbenfrohen historischen Altstadt finden wir die typischen Altmühl-Jurahäuser. Das Jurahaus war lange prägend hier. Diese schlichte Hausform mit dem flachen Kalkplattendach unterscheidet sich markant von den Fachwerkhäusern im nahen Franken. Das Haus wurde aus Jurastein gebaut, aus Bruchsteinen für die Mauern und Legschiefer für die Dächer – eine Hauslandschaft, die noch in Teilen erhalten ist und gepflegt wird. Der „Jurahausverein“ engagiert sich für diese Häuser schon seit 1984. Seinen Sitz hat er in Eichstätt.
Und oben, über der Stadt, thront Schloss Hirschberg auf einem langen Bergrücken. Eine ehemals fürstbischöfliche Residenz, heute Bistumshaus. Wir wandern hinauf. Ein kurzer Weg, aber steil. Die Anlage entstand ab dem 11. Jahrhundert unter den Bischöfen von Eichstädt zunächst als Burg, was zwei mächtige Wehrtürme und der Burggraben zeigen. Das dreiflügelige Schloss mit seinem Ehrenhof wurde dann 1760-1764 unter Bischof Raymund Anton Graf von Strasoldo von seinem fürstbischöflichen Hofbaudirektor Pedetti als Jagdschloss im Stil des Spätbarocks erweitert. Der Schlosshof ist frei zugänglich. Die Besichtigung der Innenräume ist im Rahmen von Führungen möglich, aber auch von außen lohnt der Besuch: Da gibt es etwa die beiden skurrilen, expressiven Figuren aus Jura-Stein am Mittelportal des Saalbaues von Johann Jakob Berg. Sie stellen den Hof- und Küchenmeister dar. Was für sonderbare Gestalten! Auch die Hirschgeweihe auf Obereichstätter Gußplatten im Innenhof und die Toreinfahrt mit Tierplastiken sind sehenswert.

Eine kunsthistorische Sehenswürdigkeit befindet sich im Gemeindeteil Kottingwörth: In einer Kapelle der Wehrkirche St. Vitus ist ein hervorragender Zyklus frühgotischer Wandmalereien aus dem frühen 14. Jahrhundert erhalten. Wir betrachten die Szenen des Jüngsten Gerichts und verschiedener Heiligenlegenden, erstaunt ob der Frische der Farben. Es sind grausige Szenen darunter, wie etwa jene eines Bischofs, dem die Zähne ausgeschlagen werden. Wir sehen auch den Heiligen Vitus, der gemartert und in einen glühenden Ofen gesteckt wird. Und, natürlich, das Jüngste Gericht: Erzengel Michael, der Seelen-Wieger. Rechts von ihm ziehen Teufel einige Menschen ins Höllenfeuer. Das sind die Unglücklichen. Die anderen erwartet das Paradies.

Ebenfalls ganz nah ist die größte Kirchenburg im Bistum Eichstätt, die wir, wie Kottingwörth, entlang der Altmühl mit dem Rad nach wenigen Kilometern von Beilngries aus erreichen. Diese Anlage in Kinding geht in den Ursprüngen auf die romanische Zeit zurück, wenngleich die Kirche im 17. und 18. Jahrhundert barock ausgebaut und ausgestattet wird.
Kunst, Kultur prägt die Gegend, das untere Altmühltal, einen der ältesten europäischen Siedlungsräume, aber hier kann man auch sportlich aktiv sein. Radeln und Wandern entlang der Altmühl auf dem Altmühltal-Radweg, an der Sulz und am Main-Donau-Kanal, das steht hier auf dem Programm. Leider ist es noch nicht Sommer, sonst hätten wir auf ein vergnügliches Bad im Kratzmühlsee ganz in der Nähe bestimmt nicht verzichtet.
Das Altmühltal, das an der Altmühlquelle an der Frankenhöhe beginnt und in Kelheim an der Donau nahe Regensburg endet, ist eine altbayerische Ferienlandschaft, die gerade in und um Beilngries besonders lieblich ist. Die vielen Wasserwege, die zahlreichen Rad- und Wanderwege, die Burgen und Schlösser, die vielen hübschen kleine Orte auch in der nahen Oberpfalz, wie das pittoreske, komplett von einer Stadtmauer umschlossene Berching, das historische Dietfurt, Riedenburg in Niederbayern oder auch Plankstetten mit seiner Benediktiner-Abtei: Beilngries im Naturpark Altmühltal liegt in einer reizenden Ferienregion, die über den Limeswanderweg, den Altmühl-Panoramaweg und den Altmühltal-Radweg mit anderen bedeutenden Ferienregionen, etwa mit dem Taubertal und Rothenburg ob der Tauber verbunden ist.
Viele Radler sind hier entlang der Wasserstraßen unterwegs, aber auch Wanderfreunde kommen auf ihre Kosten. Vor allem auf und rund um den Bergrücken des Arzberges kann man mit herrlichen Panoramablicken spazieren und wandern. Auch einen Waldlehrpfad gibt es hier. Das Bayerische Landesamt für Umwelt hat den Arzberg als eines der „100 schönsten Geotope Bayerns“ ausgezeichnet. Ein guter Startpunkt ist der Parkplatz am Friedhof der Kirche St. Lucia, auch „Bühlkirche“ genannt. Auf der Hochebene herrscht eine ganz besondere Stimmung – inmitten von Heideflächen mit Trockenrasen.
Eine andere Wanderung, die wir empfehlen möchten, führt in Breitenbrunn entlang der Wissinger Laber, schon recht nah bei Neumarkt in der Oberpfalz. Das stille Tal, durch welches das Flüsschen mäandert, ist ein kleines, unbekanntes Paradies. Der Gasthof in Breitenbrunn hat allerdings nur abends geöffnet, daher an Proviant denken!

Also gibt es eine Vesper auf einer sonnigen Bank am gurgelnden Flüsschen, eine Szene, die man sich romantischer kaum denken kann – warm wird erst später gespeist. In Beilngries natürlich, denn kulinarisch bietet das Städtchen einige traditionelle Häuser mit regionaler, feiner Küche. Wir empfehlen die „Gams“, die „Krone“, das „Hotel Fuchsbräu“, den „Braugasthof Schattenhofer“ oder den „Millipp“, wo man seit 1458 herzliche bayerische Gastfreundschaft genießen kann. Familie Walthierer-Celler führt das mit vier Sternen Superior ausgezeichnete Romantik-Hotel bereits in der 15. Generation – mit sehr viel Stil und Sinn für bodenständige Behaglichkeit und Flair. Nach dem Abendessen sollte man unbedingt auch mal die karibisch-exotische Bar Don Caribico ausprobieren – geöffnet ist hier Mittwoch bis Samstag!
Auch Camping-Freunde haben es in Beilngries gut: Der Campingplatz „Naturama“ liegt direkt an der Altmühl, inmitten von Bäumen. Er ist vom Bundesverband der Campingwirtschaft in Deutschland e.V. und dem Deutschen Tourismusverband als 4-Sterne Platz ausgezeichnet worden.
Und noch einen letzten Tipp: Das Spielzeugmuseum Beilngries ist ein ganz besonderer Ort. Der „Kulturhistorische Verein Beilngries-Kinding e. V.“ hat hier ein großartiges Konvolut historischen Spielzeugs zusammengetragen. Eisenbahnen, Blechspielzeug und Puppenküchen – das Ganze wird liebevoll präsentiert.
Nun geht es weiter auf unserer Reise, vom nördlichen Oberbayern zurück nach Mittelfranken. Kaum mehr als eine halbe Stunde fährt man, doch die Szenerie ist eine andere. Unsere nächste Station ist Roth im Fränkischen Seenland, zu dem der Große Brombachsee, der Altmühlsee, der Kleine Brombachsee, Rothsee, Igelsbachsee, Hahnenkammsee und der Dennenloher See gehören – allesamt künstlich angelegte Seen, die mit der Donau-Main-Überleitung entstanden. Etwa 25.000 Einwohner hat das Städtchen Roth, das etwas südlich von Nürnberg liegt. Die Flüsse Roth, Rednitz und Aurach fließen hier zusammen – und der Rothsee ist ganz nah, mit seinen Rad- und Wanderwegen und schönsten Möglichkeiten für Wassersport.
Ein erster Rundgang mit Anke Freiman, Leiterin der Tourismusabteilung der Stadt Roth, durch die Gassen der Altstadt. Hier dominiert fränkisches Fachwerk und man spricht auch: typisch Fränkisch. 1060 wird Roth erstmals urkundlich erwähnt. Und es hat sich viel Altes auch hier erhalten, wie etwa, um die wichtigsten Baudenkmäler zu nennen, das Riffelmacherhaus am Marktplatz (um 1600), das Alte Rathaus (1759) oder auch die evangelische Stadtkirche aus dem 14. Jahrhundert.
Besonderes Wahrzeichen der Stadt ist aber Schloss Ratibor: ein Renaissance-Jagdschloss aus dem 16. Jahrhundert, erschaffen unter dem jagdlustigen Markgraf Georg dem Frommen von Brandenburg-Ansbach. Vieles, wie auch der prächtige Prunksaal, stammt in seiner Ausstattung aus der Zeit des Historismus, aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert, als der neue Besitzer, der Fabrikant Wilhelm von Stieber, das Schloss ausbauen ließ.

Stieber, der ein Vermögen mit der Produktion „Leonischer Waren“ gemacht hatte, schuf hier mit Künstlern wie Ferdinand Wagner, Rudolf von Seitz, Friedrich Wanderer und Conradin Walther einen aus der Zeit gefallenen Traum, das Märchenschloss eines Neo-Renaissance-Herrschers – nicht unähnlich Ludwig II. von Bayern mit seinen Schlössern. Die Witwe Wilhelm von Stiebers, Minna, übergab 1942 das Schloss der Stadt Roth als Schenkung. Seit 1953 befindet sich hier unter anderem das Museum Schloss Ratibor: ein Stadtmuseum mit bedeutenden Beständen.
Die Person Wilhelm von Stiebers führt uns zu einem überaus spannenden Kapitel der regionalen Kulturgeschichte, denn unter seiner Leitung wurde die Firma Stieber zu einem bedeutenden Unternehmen der sogenannten „Leonischen Waren“. Es war der Hugenotten George Fournier, der die verschiedenen Verfahren aus Lyon mit nach Roth brachte. Die Geschichte dieser Industrie wird im Fabrikmuseum erzählt – und zwar von Wolfgang Lösch, dem Vorsitzenden eines Vereins, der sich um die Erhaltung des Museums kümmert.

Das Museum in einer beeindruckenden historischen Shedhalle präsentiert Maschinen und Vorrichtungen zur Herstellung des Leonischen Grundmaterials und der daraus hergestellten Webprodukte wie Bänder, Borten und Brokate, die in Stickereien, Militäruniformen, religiösen Kunstwerken, Brautkronen, Schmuck oder auch in Weihnachtsdekorationen Verwendung fanden. Und die Vorführung an den historischen Maschinen lässt uns staunen: Der Erfindergeist, die Präzision, das technische Wissen, die den historischen Prozess der Drahtherstellung, Weiterverarbeitung und Veredelung ermöglicht, beeindruckt noch heute.
Vor allem Kupfer, Silber und Gold wurde hier verarbeitet – in vielen Betrieben in Roth und der Umgebung. Das Museum zeigt die verschiedenen Methoden, die Drahtherstellung, die Plätterei, die Vergoldung mit Quecksilbergalvanik, die Bortenherstellung, die Lametta-Herstellung und auch das ganze Arbeitsumfeld.
Das Fabrikmuseum ist ein lebendiges Zeugnis einer Industrie, die über Jahrhunderte hinweg das Leben und die Identität einer ganzen Region geprägt hat und immer noch prägt, denn manche der Unternehmen stellen noch heute hochmoderne Kabel und Kabelbäume her, vor allem für die Automobilindustrie.
Im Fabrikmuseum wird diese Welt auf besondere Weise greifbar. Historische Maschinen wie der riesige Jacquard-Webstuhl rattern und klappern und vermitteln eindrucksvoll, wie viel Geschick, Geduld und technisches Verständnis nötig waren, um die feinen Drähte herzustellen und zu verarbeiten.
Besucher können den gesamten Produktionsprozess nachvollziehen – vom Rohmaterial bis zum fertigen Produkt. Dabei wird deutlich, wie eng Handwerk und frühe Industrialisierung miteinander verflochten waren. Faszinierend ist die Atmosphäre des Museums: Das rhythmische Arbeiten der Maschinen und die detailgetreue Einrichtung lassen die Vergangenheit und dieses kulturelle Erbe lebendig werden. Man kann nur hoffen, dass diese Geschichte noch lange erzählt wird, denn, so erfahren wir von unserem leonischen Cicerone: Der Historische Verein Roth, der hinter dem Museum steht, hat große Nachwuchsprobleme.
Schon am nächsten Morgen widmen wir uns noch einmal dem Thema: Nur ein paar Kilometer sind es von Roth bis in die Marktgemeinde Allersberg, wo sich einst die Firma Gilardi ansiedelte, der älteste Herstellers leonischer Waren in Deutschland. Das barocke Städtchen beeindruckt vor allem durch das „GilardiHaus“, einstiger Sitz der Allersberger Drahtbarone. Nun, es ist eher ein Schloss, als ein Haus – und es wird derzeit aufwändig generalsaniert. Benannt ist es nach dem Mailänder Jacob Gilardi, der 1708 die Witwe Sybilla Heckel heiratete, die leonische Drahtfabrik übernahm und diese zu Weltruhm führte. Erbaut 1723-1728 von Gabriel de Gabrieli (dem fürstbischöflich Eichstättischen Hofbaudirektor, den wir schon aus Beilngries kennen) ist es seit 2006 im Besitz des Marktes Allersberg.
Der denkmalgeschützte Bau ist ein Großprojekt für den kleinen Ort – und hier entsteht auch Großartiges: Eine öffentliche und gewerbliche Mischnutzung , Mehrzweckräume, Veranstaltungsräume wurden geschaffen, ein öffentlicher Saal und auch die museale Nutzung findet hier ihren beeindruckenden Ort.
Wir treffen Daniela Dalke vom Kultur- und Tourismusbüro und Dieter Chrocziel vom „Verein zur Sanierung und Förderung des Gilardi-Anwesens Allersberg e.V.“ in der „GilardiAusstellung“ im Südflügel, wo Original-Exponate gezeigt werden. Auch dieser Ausstellungsraum beeindruckt – der auch die spätere jüdische Geschichte des Unternehmens und der Familie Geiershoefer darstellt, die 1894 die Firma übernahm. Diese Geschichte endet nicht mit dem Novemberpogrom und der erzwungenen „Arisierung“ der Firma, mit der Plünderung des Anwesens durch die SA, denn Erik Geiershoefer kehrte nach der Emigration nach England im Jahr 1946 nach Allersberg zurück, um die Firma wieder aufzubauen. Jahrelang musste er vor Gericht um seinen Besitz kämpfen. Seine Mutter, Else Amalie Geiershoefer, wurde am 25. Oktober 1941 in das Ghetto Lodz deportiert, wo sie am 22. Oktober 1942 ermordet wurde.

Die letzte Station unserer Reise ist Hilpoltstein, auch ganz nah am Rothsee gelegen, ein großes Finale: Die Altstadt ist wunderbar erhalten, als Ganzes überaus sehenswert: eine der schönsten kleinen Städte Mittelfrankens. Die Herren von Stein haben sich hier vor etwa 1000 Jahren eine Burg errichtet, die heute noch als Ruine erhalten ist. Um sie gruppiert sich die Altstadt mit historischen Gebäuden, mit dem Rathaus aus dem 15. Jahrhundert, der ehemaligen Residenz aus dem frühen 17. Jahrhundert, dem Jahrsdorfer Haus von 1523, dem Döderleinsturm, der gotischen Stadtkirche und dem imposant-trutzigen ehemaligen Getreidekasten. Auch Reste der mittelalterlichen Stadtmauer sind erhalten – es gibt auch einen sehenswerten Stadtmauerrundgang.

Nicole Hiller von der Tourismusbehörde begrüßt uns in der Residenz. Mit unserem Führer Johannes Ammon machen wir alsbald einen Stadtrundgang. Die Geschichte der Stadt ist überaus verschlungen, geht Sonderwege. Hilpoltstein, so erfahren wir, gehörte einst den Wittelsbacher Herzögen, kam später zu Bayern-Ingolstadt, wird dem Fürstentum Pfalz-Neuburg zugeschlagen, später an die Freie Reichsstadt Nürnberg verpfändet. Dann war der Pfalzgraf Ottheinrich II hier der Herrscher und die Burg diente danach seiner Gemahlin Dorothea Maria als Witwensitz. Noch heute feiern die Hilpoltsteiner ihre Pfalzgräfin jährlich mit dem Burgfest. 1700 kam Hilpoltstein dann zum Kurfürstentum Bayern, 1862 zur Oberpfalz, 1880 wurde es mittelfränkisch.
Diese verschlungene Geschichte ist hier überall präsent – und in jeder Gasse finden sich architektonische Preziosen aus dem hiesigen Buntsandstein, oftmals kombiniert mit fränkischem Fachwerk. Die Hilpoltsteiner sind stolz auf ihre Stadt, pflegen sie und hegen sie, wie die vor wenigen Jahren wunderbar sanierte Residenz, die 1618 bis 1626 von Pfalzgraf Johann Friedrich erbaut wurde. Kunsthistorischer Höhepunkt sind die Stuckarbeiten der Gebrüder Kuhn, welche unter anderem die vier Kontinente zeigen – aber auch die zeitgenössische Kunst hat hier ihren festen Platz: „ResidenzKultur“ ist das Motto vieler Kunst- und Kulturveranstaltungen in der Residenz Hilpoltstein.

Weitere Informationen:
www.gilardi-anwesen-allersberg.de